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Viele Tiere legen sich jetzt ihr Winterfell zu. Sie fangen an zu haaren, was nicht nur für Herrchen und Frauchen belastend ist. Auch für das Tier kann der Fellwechsel unangenehm werden.

Hund

Hund bekommt von seinem Frauchen ein Leckerli (Foto: Colourbox)

Der Zeitpunkt der Haarung wird von der Tageslichtdauer und der Temperatur beeinflusst. Manche Tiere haaren das gesamte Jahr über. Besonders bei kastrierten Tieren lässt sich dies häufig beobachten.

In milden Wintern beginnt der Fellwechsel schon ab Jahresanfang, wobei der gesamte Fellwechsel, Ausfall und Neuwuchs zwischen sechs und sieben Wochen anhalten kann. Junge Tiere haben es schneller hinter sich, bei älteren kann es etwas länger dauern. Die effektivste und erste Maßnahme heißt jetzt Bürsten – und zwar möglichst jeden Tag. Durch das Kämmen wird die Haut gut durchblutet und das Fell kann sich leichter lösen. Das erleichtert dem Hund den Fellwechsel, und Sie brauchen keine unmengen von Haaren wegzusaugen.Viele Hunde mögen das Bürsten und empfinden es als Streicheleinheit. Auf jeden Fall muss das alte Fell raus, damit das neue nachfolgende Fell besser nachwachsen kann. Dauert der Fellwechsel auffallend lange, kann es an einem Nährstoffmangel liegen.

Es gibt einige Hunderassen, bei denen sich das Haar vornehmlich in der Wachstumsphase befindet. Es wächst kontinuierlich und fällt nicht aus. Haarausfall ist bei diesen Tieren so gut wie nicht feststellbar. Diese Hunde müssen deshalb getrimmt oder geschoren werden, wie z.B. Yorkshire Terrier oder Pudel.

Ein kleiner Welpe an seinem Futternapf. (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Zieht sich der Fellwechsel extrem lange hin, belastet das den gesamten Stoffwechsel stark. In manchen Fällen zeigen Hunde dann auch vermehrten Appetit, weil sie spüren, dass ihnen bestimmte Nährstoffe fehlen. Vitamin A, B-Vitamine, Hirse, Biotin, Zink unterstützen den Fellwechsel.

Hauskatze

Katze  sitzt auf Perlen (Foto: Colourbox, Colourbox -)
Colourbox -

Besonders pflegebedürftig sind Katzenrassen mit langem Fell. Auch wenn sich Katzen normalerweise selbst um ihre Körperpflege kümmern, müssen die langhaarigen Rassen täglich gekämmt werden. Ungekämmte Haare können schnell verfilzen. Unter dem Filz können sich Bakterien, Pilze und Ekzeme bilden, wenn keine Luft mehr an die Haut kommt. Fellpflegeutensilien sorgen für bis zu 90% weniger lose Haare schon nach ein bis zwei Behandlungen. Decken oder Kissen auf den Lieblingsplätzen fangen Katzenhaare während der schlimmsten Fellwechselzeit auf.

Ernährung

Katzen sind eigentlich Fleischfresser. Bei Industriefutter sind sie mitunter ziemlich wählerisch. (Foto: Colourbox, Colourbox -)
Colourbox -

Lachsöl, Olivenöl oder andere hochwertige Ölsorten über das Katzenfutter zu geben, versorgt den Katzenkörper mit guten ungesättigten Fettsäuren und sorgt dafür, das Haarknoten in den Verdauungsorganen leichter auf natürlichem Wege herauskommen. Den gleichen Effekt hat auch die bekannte Malzpaste. Sie hat jedoch mehr Zucker und sollte nicht zu oft gegeben werden. Katzengras wird auch gern beim Fellwechsel angeboten. Dieses sorgt dafür, dass die Haare leichter erbrochen werden können.

Kaninchen

Kaninchen (Foto: Colourbox, Colourboc)
Colourboc

Mindestens zwei mal im Jahr wechseln gesunde Kaninchen ihr Fell. Im Frühjahr wird das Winterfell gegen ein leichteres Sommerfell gewechselt, im Herbst bekommen die Kaninchen ihr Winterfell. Während des Fellwechsels haaren Kaninchen sehr stark und können auch teilweise dünnes Fell haben. Im Normalfall kommen gesunde Kaninchen mit einem normalen Kurzhaarfell relativ gut selber mit dem Fellwechsel zurecht. Allerdings kann es auch zu Problemen kommen: Die herausfallenden Haare werden vom Kaninchen aus dem Fell geputzt bzw. die Kaninchen putzen sich die Haare gegenseitig aus dem Fell. Dabei gelangen möglicherweise viele Haare in den Magen- und Darm. Dort können diese Haare zu Haarballen und somit zu Verstopfungen führen. Wird Kaninchen mit solchen Problemen nicht geholfen, kann es zu starken Darmproblemen kommen.

Bürsten:
Zahme Kaninchen, die Streicheleinheiten gewöhnt sind und genießen, sollten in der Zeit des Fellwechsels oft gebürstet werden, um die ausgefallenen Haare auszubürsten. Mögen die Kaninchen die Bürste nicht, ist es ebenso möglich, die Haare intensiv auszustreicheln und mit der (feuchten) Hand abzuziehen.

Gesunde Ernährung:
Kaninchen, die in erster Linie mit Grünfutter und Gemüse ernährt werden und dazu Wasser aufnehmen, haben weniger Probleme mit Haarballen. Grobe Rohfaser aus Grünfutter und hochwertigem Heu vergrößern das Darmvolumen und sorgen für einen schnelleren Transport der Nahrung durch den Darm. Fenchelsamen, Leinsamen und Sonnenblumenkerne führen dem Kaninchen hochwertge Fette zu. Diese enthalten Enzyme, die beim Ausscheiden von verschluckten Haaren helfen.

Bewegung hält den Darm in Schwung. Kaninchen die viel Auslauf haben, viel Laufen und sich bewegen haben seltener Darmprobleme. Ist bereits eine Verstopfung vorhanden, ist Bewegung lebenswichtig!

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