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Leider sind viele Radfahrer*innen ohne die richtige Beleuchtung unterwegs. Hier einige wichtige Tipps, damit auch Sie gut zu sehen sind!

Zu viele Radfahrer egal ob jung oder alt sind leider mit schlechten Lichtanlagen oder gar ganz ohne Licht unterwegs – und das in der für Radfahrer sowieso schwierigen Jahreszeit Herbst und Winter. Viele Radler denken, dass die anderen Verkehrsteilnehmer einen schon irgendwie sehen, was zu extrem gefährlich, ja tödlichen Unfällen führen kann.

Ein ordnungsgemäß nach StVZO zugelassenes Fahrrad muss folgendermaßen ausgestattet sein:

1. Scheinwerfer vorne mit K-Nummer und Wellenkennlinie

2. Rücklicht hinten mit K-Nummer und Wellenkennlinie

Nahaufnahme eines Fahrradrücklichts. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Thinkstock -

3. Reflektoren:

  • Vorne = weiß
  • Hinten = rot mit Z-Kennzeichnung
  • An den Pedalen vorder- und rückseitig = 0range
  • An den Laufrädern = entweder orange in den Laufrädern – 2 pro Laufrad, weiß an den Mänteln (Reflexstreifen) oder weiß in Form von sogenannten Speichensticks (dann allerdings ein Stick pro Speiche!)

Rechtliche Neuerungen

Eine Fahrradlampe in einer Hand. (Foto: SWR)
  1. Es sind getrennte Licht-Systeme für vorne und hinten erlaubt und auch mit unterschiedlicher Spannung. Zum Bsp. Dynamo vorne und Batterie hinten
  2. Es sind Batterieleuchten für alle Arten von Rädern unabhängig vom Gewicht erlaubt – allerdings auch nur mit K-Nummer und Wellenkennlinie, also zugelassen gemäß StVZO
  3. Es sind Rücklichter mit Bremslichtfunktion erlaubt
  4. Die Frontscheinwerfer dürfen eine Tagfahrlichtfunktion, Ablendlicht und Fernlichtfunktion haben
  5. Es gibt inzwischen Frontscheinwerfer mit 900 Lumen Lichtstrom, welche eine Zulassung haben
  6. Eine Lichtausrüstung muss nicht mehr permanent am Rad vorhanden sein, aber nur solange es die Lichtverhältnisse zulassen. Sobald die Dämmerung einsetzt, schlechte Sichverhältnisse z.B. durch Regen, muss ein Licht vorhanden und eingeschaltet sein.
  7. Es ist nur noch ein roter Reflektor hinten vorgeschrieben. Der darf im Rücklicht integriert sein, muss natürlich eine Z-Kennzeichnung haben.
  8. Zwei Scheinwerfer sowie ein zweites Rücklicht sind zugelassen

Unverändert gilt:

Blinkende Lichter am Fahrrad sowohl weiß wie rot sind nicht erlaubt.

Sie haben keine StVZO-Zulassung.

Am Körper des Radfahrers und am Helm dürfen aber Licht-Elemente angebracht sein, die blinken. Alle Frontscheinwerfer oder Zusatzlampen am Helm müssen so eingestellt sein, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird.

Eine Anleitung, wie man die Höhe des Fahrradlichts einstellt. (Foto: SWR)

Weitere Tipps zur Bekleidung und Accessoires

Fahrradfahrer fährt im Nebel auf einem Weg aus Blättern (Foto: Colourbox)
  1. Helme gibt es auch mit integrierten Lichtsystemen
  2. Chino-Pants zum Tragen auch während der Arbeit oder der Freizeit gibt es für Radfahrer, welche beim Hochkrempeln einen Reflexionsstreifen haben. Genauso an unauffälligen Stellen schmale Reflektorstreifen.
  3. Windjacke bzw. Thermojacken mit Reflexstreifen
  4. Reflektierende Socken
  5. Reflektierende Handschuhe
  6. Reflektierende Halstücher
  7. High-Visibility Fahrrad-Rucksäcke, Satteltaschen, Officebag etc. Sie sehen tagsüber schwarz oder grau aus, wenn sie angeleuchtet werden, refelktieren sie als große Fläche das Licht.
  8. Reflektierende Schuhe
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