Ein Elektroauto lädt an einer Stromtankstelle. (Foto: SWR, Lino Mirgeler)

Was sind die Unterschiede?

Elektroauto, Hybrid & Co.

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AUTOR/IN
Anna Sertl

Viele Menschen setzen auf ein klimafreundlicheres Fortbewegungsmittel, das weniger CO2-Emissionen freisetzt. Doch worin unterscheiden sich E-Auto, Hybrid und Brennstoffzellenautos genau?

Elektroautos gelten als emissionsfrei, da sie im Vergleich zum Verbrennungsmotor, wie Benzin oder Diesel, keine direkten Emissionen erzeugen. Diese CO2-Emissionen entstehen durch die Stromproduktion sowie die energieaufwendige Produktion der Batteriezellen. Hier fällt oft der Begriff „ökologischer Rucksack“. Damit ist die Darstellung der Menge an Ressourcen gemeint, die bei der Herstellung, dem Gebrauch und der Entsorgung verbraucht werden. Untersuchungen haben ergeben, dass dieser ökologische Rucksack bei einem E-Auto bereits nach 10.-20.000 Kilometern wieder drin ist. Diese Werte werden in Zukunft weiter sinken, wenn die Batterien vermehrt mit regenerierten Strom produziert werden.

Wie unterscheidet sich ein Plug-in-Hybrid von einem reinen Elektroauto?

Plug-in-Hybride kombinieren einen Elektro-Antrieb (mit Lithium-Ionen-Akku plus E-Motor) für Alltagsreichweiten von etwa 50 Kilometern mit einem herkömmlichen Antrieb mit Benzin- oder Dieselmotor. Hybridfahrzeuge beziehen ihren Fahrstrom nur aus der Bremsenergie. Der Akku eines Hybrid-Fahrzeugs ist also wesentlich kleiner als bei einem Plug-in-Hybrid. Neben einem Tank für Treibstoffe wie Benzin oder Diesel haben Plug-in-Hybride auch eine Batterie, die an der Steckdose oder speziellen Elektro-Ladestation aufgeladen werden kann. Beim Plug-in-Hybrid handelt es sich also um eine Mischform aus einem klassischen Verbrennungsmotor (Benzin oder Diesel) und einem Elektromotor. Verbrennungsmotor und Elektromotor bilden ein Gesamtsystem. Sie können das Auto einzeln antreiben und sich im Fahrbetrieb – abhängig von Batteriestand und angeforderter Leistung – gegenseitig unterstützen. Für längere Strecken nutzt man den Verbrennungsmotor, während für kürzere Strecken der Elektromotor zum Einsatz kommen kann.

Wie funktionieren Brennstoffzellenautos?

Als Alternative zu Pkw mit Verbrennungsmotor gibt es sogenannte Brennstoffzellenautos. Im Grunde handelt es sich auch bei diesen Fahrzeugen um Elektroautos. Der einzige Unterschied: Das Auto verfügt über eine Brennstoffzelle mit eingebautem Wasserstofftank. In dieser Brennstoffzelle wird mittels einer chemischen Reaktion der Wasserstoff in Elektroenergie umgewandelt. Dafür gibt es entsprechende Wasserstofftankstellen. Noch gibt es wenige Pkw, in denen eine Brennstoffzelle verbaut ist. Je nachdem, wie der Wasserstoff erzeugt wird, gelten Autos mit diesem Brennstoff als emissionsfrei.

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