Campmobil am See  (Foto: Colourbox, Andrey Armyagov)

Durch die Pandemie noch beliebter

Flexibel Urlaub machen: Im Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs

STAND
AUTOR/IN
Vivica Jungles

Flexibel unterwegs sein, dort bleiben, wo es gerade schön ist - die Lust auf Urlaub in Wohnmobilen und Wohnwagen hat in Corona-Zeiten enorm zugelegt. Wir geben Tipps, auf was Sie achten sollen.

Der Reiz liegt vor allem in der Flexibilität und der Sicherheit: Camper sind weder auf ein Hotel noch auf eine Ferienwohnung angewiesen und können zeitlich komplett flexibel verreisen.

Insbesondere in Zeiten von Corona, in denen Reisende nicht wissen, ob der Flieger abheben wird oder das Hotel im Urlaubsland eventuell wegen steigender Inzidenz-Zahlen wieder schließen muss, scheint das Verreisen im Camper besonders attraktiv.

Nicht zuletzt auch, weil man unter sich bleiben kann: Weder Bad, Dusche oder Essbereich muss man mit anderen Gästen teilen.

Camper ist nicht gleich Camper

Dabei gibt es natürlich Unterschiede, was die fahrbare Herberge betrifft. Unter Wohn- oder Reisemobilen versteht man motorisierte Campingfahrzeuge – quasi eine Ferienwohnung, die auf oder in einen Transporter gebaut wird.

Unter den Wohnmobilen gibt es unzählige Unterschiede – da gibt es zum Beispiel Campingbusse, die ein Klappdach mit Zeltstoff haben, in dem geschlafen werden kann, oder auch feste Hochdächer, damit man im Camper stehen kann.

Wohnwagen sind günstiger

Wohnwagen und Caravans sind Anhänger, die vom Auto gezogen werden – heißt, ohne Auto gibt es hier kein Fortkommen der rollenden Unterkunft.

Insgesamt sind Wohnwagen in der Anschaffung deutlich günstiger als Wohnmobile. Für 15.000 – 17.000 Euro können Sie Wohnwagen bekommen, die wirklich alles bieten.

Gute gebrauchte Caravans sind eine Alternative

Neue, ungebrauchte Reisemobile hingegen sind deutlich kostspieliger – da geht es ab 45.000 Euro los. Natürlich können aber auch gebrauchte Fahrzeuge für Camping-Einsteiger attraktiv sein – da bekommt man sogar gute, gebrauchte Caravans für Paare und Familien schon ab 10.000 bis 15.000 Euro.                                                                                               

Wer sich ein junges Gebrauchtmobil zulegen möchte, wird bei Händlern und Firmen fündig, die Reisemobile vermieten. Denn nach ein bis zwei Camping-Saisons wird der Mietfuhrpark meist erneuert.

Mieten statt kaufen

Wer nicht kaufen möchte, der kann sich auch einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil mieten – je nach Saison und Größe müssen Mieter in der Regel 65 bis 150 Euro pro Tag auf den Tisch legen. Bei den Wohnwagen liegen die Preise zwischen 45 und 65 Euro pro Tag.

Rechtzeitig einen Camping-Platz buchen

Sobald Sie Ihr Fahrzeug haben, buchen Sie rechtzeitig einen Platz auf dem Campingplatz, vor allem, wenn Sie schulpflichtige Kinder haben. Es gibt einige Top-Plätze, die sogar Jahre im Voraus bereits ausgebucht sind. Einfacher und flexibler ist das Reisen in der Nebensaison.

Aber auch Last-Minute-Camper können noch Glück in Sachen Stellplatz haben. Es gibt spezielle Apps fürs Smartphone, zum Beispiel von Promobil, die Reisemobilstell-und Campingplätze entlang der gewählten Route anzeigen.

Eine hundertprozentige Garantie, dass es noch freie Plätze gibt, bieten aber weder Apps noch Internet. Im Zweifelsfall hilft nur ausprobieren und hinfahren – und selbst, wenn mal kein Stellplatz frei sein sollte: Sie haben Ihre Bleibe ja immer dabei!

STAND
AUTOR/IN
Vivica Jungles