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Viele Schnäppchenjäger bekommen schon Schnappatmung, wenn sie nur „Black Friday“ hören. Ist der Black Friday nur eine Werbe-Masche oder kann man an dem Tag tatsächlich Schnäppchen machen?

Man kann – allerdings müssen Sie extrem aufpassen! Viele Händler werben mit riesigen Rabatten, aber häufig orientieren die sich nur an der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, obwohl der Verkäufer die Ware längst schon unter diesem Preis verkauft.

Starten Sie vorher schon einen Preisvergleich 

Wichtig ist deswegen gut vorbereitet in den „Black Friday“ zu starten. Man sollte sich also schon vor dem Black Friday informieren, wie teuer das erwünschte Lieblingsprodukt ist und dann kann auch sofort einschätzen, ob das Angebot wirklich ein Schnäppchen ist oder nicht.

Nicht gleich alle Geschenke kaufen!

Geschenke liegen unter einem Weihnachtsbaum. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance /dpa/Rolf Vennenbernd)
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Viele nutzen den Black Friday, um Geschenke zu kaufen, weil sie glauben hier besonders viel zu sparen. Klar, kann man das eine oder andere Schnäppchen machen – aber auch hier gilt:

  • Vorher Preise vergleichen
  • Sich nicht von Rabattangeboten blenden lassen
  • Nur kaufen, was man auch wirklich braucht!

Gerade am Black Friday ist die Gefahr groß, zu viel zu kaufen, da einen überall die Preisnachlässe und Prozente anlachen.

Nach Weihnachten kauft es sich günstiger

Eine Frau sitzt mit einer Kreditkarte vor einem Notebook (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Viele Artikel werden nach Weihnachten reduziert angeboten, da die Händler ihre Lager für neue Ware leer bekommen möchten. Deshalb werden vor allem Kleider und Schuhe so Anfang/Mitte Januar günstiger angeboten als in der Vorweihnachtszeit.

Bei welchen Produkten sich sparen lässt

Wer nicht bis nach Weihnachten warten will, weil er den Fernseher oder die Stiefel jetzt schon haben will, sollte wissen: Am Black Friday lässt sich am besten bei Elektronikartikeln wie Computern, Videospielen oder Fernsehern sparen.

Da sollte man aber nicht auf die neuesten Produkte schielen, sondern eher auf ältere Modelle. Aber auch Klamotten, Spielzeug und Lebensmittel werden rund um den Black Friday günstiger angeboten.

Der Black Friday ist nicht nur was für Online-Käufer

Black Friday (Foto: SWR, picture-alliance / dpa -)
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Der Black Friday geht in Deutschland vor allem im Internet über die Bühne, da bieten fast alle großen Händler Rabatte an. Aber natürlich ist mittlerweile auch der Einzelhandel mit dabei – oft allerdings zähneknirschend.

Viele Händler in den Städten sagen: Sie haben gar keine andere Möglichkeit, als auch Rabatte anzubieten, da die Menschen sonst eben im Netz einkaufen würden.

Klar ist aber auch: Der stationäre Einzelhandel steht wegen der Corona-Krise ganz besonders unter Druck und hofft noch auf ein halbwegs gutes Weihnachtsgeschäft, da will er eigentlich nicht direkt mit Rabatten in eine der umsatzstärksten Zeiten starten.

Internet oder Laden: Wo es günstiger ist

Mehr Angebote gibt es im Internet und deswegen kann man dort auch im Normalfall mehr sparen. Vor allem sind natürlich die Vergleichsmöglichkeiten besser. Wenn man in einem Online-Shop ein Angebot sieht, kann man es Zuhause ganz genau und in aller Ruhe unter die Lupe nehmen und den Preis mit wenigen Mausklicks bei 2-3 anderen Online-Händlern vergleichen.

Rabatte von 50 bis 90 Prozent sind die Ausnahme

Verbraucher sollten sich am Black Friday von großen Rabatten nicht täuschen lassen und die Preise vergleichen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Clara Margais/dpa)
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Rabatte von 50 bis 90 Prozent sind die Ausnahme. Es gibt verschiedene Preisuntersuchungen rund um den Black Friday und so hohe Rabatte gibt es wirklich selten.

Meistens spart man zwischen fünf bis 20 Prozent, manchmal kann man auch ein größeres Schnäppchen machen, aber die riesigen Rabatte von bis zu 90 Prozent bekommt man fast nie.

Man sollte auch nicht auf die Tricks der Händler reinfallen: Viele Rabattangaben beziehen sich auf die Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers – für diesen Preis wurde das Produkt aber nie verkauft!

Was dieses Jahr wegen Corona anders ist

Es werden vermutlich mehr Menschen im Internet auf Shopping-Tour gehen. Der Online-Handel hat bereits in den vergangenen Monaten extrem zulegen können, weil in der Corona-Pandemie viele Menschen zuhause bleiben und eben nicht zum Händler vor Ort gehen, sondern im Netz bestellen.

Die Umsätze rund um den Black Friday und den Cyber Monday werden nach einer Schätzung des Handelsverbands Deutschland bei rund 3,7 Milliarden Euro liegen – das sind satte 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das sind die Shopping-Tipps für den Black Friday

Eine junge Frau sitzt an einem Laptop mit einer Kreditkarte in der Hand und kauft online ein. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, newscom)
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Machen Sie sich bereits vor dem Black Friday eine Einkaufsliste oder einen Wunschzettel – mit den jeweiligen Preisen! Dann weiß man, was das Produkt kostet darf und fällt nicht auf falsche Rabattversprechen rein.

Außerdem: Nicht unter Druck setzen lassen! Bei vielen Angeboten läuft eine Uhr runter und das heißt zum Beispiel, dass man das Produkt nur noch wenige Minuten für diesen Preis bekommt. Dadurch will der Händler vermeiden, dass Sie die Preise bei anderen Anbietern vergleichen, statt es gleich zu kaufen.

Klicken Sie drauf. Gerade rund um den Black Friday sind viele Betrüger im Internet unterwegs und werben mit Super-Schnäppchen.

Cyber Monday statt Black Friday

Im Schnitt spart man am Cyber Monday bei Elektronikartikeln etwas mehr als am Black Friday. Das ist jedoch produkt- und Händlerabhängig. Verbraucher können an beiden Aktionstagen sparen und deswegen sollte auch an beiden Tagen geschaut werden, ob das Wunschobjekt reduziert ist.

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