Trickbetrüger Plakat der Polizei (Foto: IMAGO, Tim Oelbermann via www.imago-images.de)

Ob am Telefon oder per Whatsapp

Enkeltrick: So können Sie sich vor Betrug schützen

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Besonders ältere Menschen werden häufig Opfer von Betrügern - sowohl über das Telefon als auch im Netz. Den Tätern fallen ständig neue Betrugsmaschen ein. Wir geben Tipps und Hinweise, wie Sie sich schützen können.

Ob Enkeltrick, falsche Handwerker oder Teppichhändler bis zu falschen Polizeibeamten: Die Bandbreite der Betrugsversuche, um vor allem ältere Menschen um Bargeld oder Schmuck zu berauben, ist groß.

Was ist der Enkeltrick?

Die Betrüger geben sich am Telefon als Enkel, Neffe oder Nichte aus oder als deren Freunde, täuschen meist eine Notsituation vor, um so an Geld oder Wertsachen zu kommen. Die Methoden sind eigentlich jedem bekannt, dennoch gelingt es den Verbrechern mit einer Mischung aus schauspielerischem Talent, Unverfrorenheit und Beharrlichkeit immer wieder, neue Opfer zu finden.

Statt per Anruf wird der Enkeltrick inzwischen häufig auch mit Messengerdiensten wie Whatsapp versucht:

Eltern oder Großeltern betrogen Whatsapp-Betrug: Enkeltrick via Messengerdienst

Für den Enkeltrick nutzen Betrüger auch Messengerdienste: Man erhält Nachrichten auf Whatsapp, angeblich von der neuen Handynummer des Kindes, das vermeintlich in Geldnot ist.  mehr...

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Falsche Handwerker oder Polizeibeamten

Kriminelle kommen auch gerne an die Wohnungstür älterer Menschen, die sie vielleicht vorher ausspioniert oder einfach nach älter klingenden Namen ausgesucht haben. Dort geben sich die Betrüger als Handwerker oder gar Polizisten aus.

Die Polizei rät, nur die Menschen in die Wohnung zu lassen, die Sie kennen beziehungsweise die Sie erwartet haben. Wenn Sie keinen Handwerker bestellt haben oder die Stadtwerke einen Mitarbeiter zum Ablesen schicken wollen, dann kommt normalerweise keiner ungefragt. Seien Sie in so einem Fall auf der Hut!

Dienstausweis zeigen lassen

Auch Polizeibeamten in Uniform müssen Sie nicht in Ihre Wohnung lassen, es sei denn sie haben einen Durchsuchungsbeschluss oder es ist Gefahr in Verzug. Lassen Sie sich auf jeden Fall den Dienstausweis zeigen. Wenn Sie Zweifel haben, rufen Sie bei der Polizei an und fragen nach. So lange der Sachverhalt nicht geklärt ist, lassen Sie niemanden in Ihre Wohnung.

Polizist klopft an Tür (Foto: Colourbox)
Vorsicht vor falschen Polizeibeamten!

Grundsätzlich gilt, ob am Telefon oder an der Haustür:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Die Polizei ruft niemals unter 110 an.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

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