Bauerngarten in Stockheim bei Bad Wörishofen (Foto: IMAGO, imago images)

Schön angelegt

Der Bauerngarten - Ein Genuss für alle Sinne

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Ein Bauerngarten bietet duftende Kräuter, blühende Pflanzen und leckeres Gemüse. Der Juni ist ein guter Zeitpunkt, um einen Bauerngarten anzulegen oder in Kleinformat in den Garten zu holen.

Traditionell wird ein Bauerngarten von einem Wegekreuz in verschiedene Bereiche geteilt, in denen klar getrennt voneinander vor allem Gemüse und Zierpflanzen wachsen.

In heutigen modernen Gärten, die den Bauerngarten-Gedanken aufgreifen, wird dieses Zusammenspiel gerne etwas freier gestaltet. So sind zwar die einzelnen Bereiche mit ihren Schwerpunkten weiterhin erkennbar, insgesamt darf jedoch alles ein wenig durchmischt sein. So dürfen sich beispielsweise zum Gemüsebeet Zierpflanzen gesellen und zu den Stauden Kräuter oder auch Obstgehölze.

Bauerngarten (Foto: Getty Images, iStockphoto)
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Optisch entsteht dadurch ein gleichzeitig bunter und lebendiger, aber auch strukturierter und geordneter Eindruck, was viele Menschen als angenehm und wohltuend empfinden.

Aus Platzgründen ist es heutzutage oft schwierig, einen kompletten Bauerngarten anzulegen. Mit der richtigen Pflanzenauswahl lässt sich jedoch das typische Bauerngarten-Feeling auch im kleineren Stil in den eigenen Garten holen.

Bauerngarten (Foto: Getty Images, iStockphoto)
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Hier ein paar Vorschläge für gängige Bauerngarten-Pflanzen:

  • alle heimischen Gemüsesorten wie zum Beispiel Salat, Tomaten, Bohnen, Radieschen oder Kohl
  • alle Kräuter, zum Beispiel Schnittlauch, Rosmarin, Oregano, Liebstöckel Tipp: Lavendel bringt südliches Flair in den Garten und macht sich nicht nur im Kräuter- oder Staudenbeet, sondern auch als Weg-Einfassung sehr gut

  • Heidelbeeren, Erdbeeren, Beeren-Hochstämmchen, zum Beispiel Stachelbeere oder Johannisbeere
  • Pfingstrosen
  • Strauch- und Stammrosen
  • Dahlien
  • Sonnenhut
  • Margeriten
  • Akelei
  • Tränendes Herz
  • Weiße Lupine oder Lupine
  • Schleifenblume
  • Schafgarbe
  • Sonnenblume
  • Kapuzinerkresse

Grundsätzlich gilt die Faustregel: Die typische Bauerngarten-Pflanze sollte heimisch sein und eine romantische Note haben.

Hier noch ein paar Tipps

Bauerngarten im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen (Foto: IMAGO, imago images)
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1. Wählen Sie Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten, so dass der Garten zu jeder Zeit üppig und farbenprächtig ist.

2. Achten Sie bei der Gestaltung auf die zu erwartende Wuchshöhe der Pflanzen – sie sollte innerhalb der Beete entweder ungefähr gleich oder aber gestaffelt sein, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig verdecken.

Bei der Farbgestaltung haben Sie alle Freiheiten:

Bauerngarten im Freilichtmuseum Markus Wasmeier am Schliersee (Foto: IMAGO, imago images)
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Der klassische Bauerngarten ist bunt durchmischt, denn gerade das Nebeneinander verschiedenster Formen und Farben macht seinen besonderen Charme aus. Jedoch können einzelne Farbschwerpunkte, beispielsweise durch bewusst gesetzte Farbverläufe, durchaus reizvoll wirken.

Tipp: Ein Naturzaun, zum Beispiel ein Staketenzaun, passt perfekt zum Bauerngarten!

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SWR Fernsehen