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Jetzt kommt die Zeit für die eigenen Weihnachtsbäckerei. Wir verraten, was alles zu einer Basisaustattung für die Weihnachtsbäckerei gehört an und geben Tipps und Anregungen!

Backunterlagen

Ein herkömmliches Backbrett aus Holz ist eine langlebige Anschaffung. Holz hat die Eigenschaft, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Teig beim ausrollen aufzunehmen und erlaubt so ein geschmeidigeres Arbeiten. Es muss nach seinem Einsatz nur in warmem Wasser und mit einer Bürste gereinigt werden. Anschließend lassen Sie das Brett einfach langsam trocknen, und räumen es erst ein, wenn es ganz abgetrocknet ist. So können sich keine Keime ansiedeln und Rissbildung im Holz wird vermieden.

Backunterlage aus Silikon mit Plätzchen und Nudelholz (Foto: Colourbox)

Ausroll- und Backmatten aus Silikon haben meist Abmessungen von 40 mal 60 Zentimeter und vorgezeichnete Durchmesser. So kann der Teig einfach und schnell auf Maß ausgerollt werden. Dabei garantiert die Matte aus 100% Silikon maximale Antihaftwirkung, die aber meist ohne einmehlen auch nicht ganz zu haben ist. Die Matte ist hitzebeständig bis 260° C, kältebeständig bis -40° C, mikrowellengeeignet, spülmaschinenfest und lebensmittelecht. Sie ist beständig gegen Obstsäure, geruchsneutral, zink- und nickelfrei und somit auch für Allergiker geeignet. Backmatten sind im Vergleich zu einem Backbrett aus Holz platzsparender aufzubewahren.

Teigrollen

Hände mit Nudelholz rollen Teig aus (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Immer noch ist „Omas Nudelholz“ eine bewährte Teigrolle. Das Holz nimmt beim ausrollen Feuchtigkeit des Teiges auf und sorgt durch die sparsame Bemehlung für ein leichtes Arbeiten mit gutem Ergebnis. Achten Sie aber auch hier darauf, dass die Teigrolle leicht läuft und nach dem Benützen nur mit warmem Wasser abgebürstet und gut getrocknet wird. Es werden Rollen aus Edelstahl und Marmor angeboten, die vor dem ausrollen des Teiges gekühlt werden können, um ein schnelles erwärmen des Teiges zu verhindern. In der Handhabung macht sich bei längerem Arbeiten aber das Gewicht bemerkbar. Bei Teigrollen mit Silikonbeschichtung sollten Sie auf eine leichte Gängigkeit der Rolle achten. Die Beschichtung spart auch hier nicht das leichte Bemehlen sowohl der Unterlage wie der Rolle. Teigrollen mit Winkelgriffen erleichtern das Arbeiten besonders dann, wenn Sie Probleme mit dem abknicken der Handgelenke haben.

Ausstechformen

Weihnachtlicher Backspaß (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Nach wie vor sind Ausstechformen aus Weißblech fast nicht zu überbieten. Sie sind einfach in der Handhabung, lassen sich leicht bemehlen und sorgen für ein flottes ausstechen. Tipp: Kühlen Sie die Teigplatte nach dem ausrollen noch einmal. Für ein reibungsloses und zügiges Arbeiten ist das ganz wichtig, denn so klebt der Teig nicht an den Ausstechformen und besonders kleine und diffizile Formen lassen sich besser ausstechen. Bei all zu kleinen Formen hilft auch evtl. das durchstechen, das bedeutet, dass die Teile nacheinander übereinander ausgestochen und nach oben aus der Form heraus genommen werden. Ausstechformen sind unverwüstlich, wenn sie nach Gebrauch in einer milden Spülmittellösung gründlich von Hand gereinigt und anschließend völlig getrocknet werden. Die Spülmaschine fördert auf Dauer die Rostbildung durch die Spülmitteldämpfe.

Tipp: Nutzen Sie die Restwärme des Backofens zur gründlichen Trocknung!

Backformen aus Silikon:

Silikonformen zum Backen (Foto: Colourbox)

Kleine Materialkunde

Silikon für Backformen und Küchengeräte besteht aus so genanntem Silikonkautschuk. Zu dessen Herstellung wird der Grundstoff Silizium, der übrigens zu 25 % in unserer Erdkruste als natürliches Material vorkommt, mit Sauerstoff und verschiedenen Acryl- und Alkylgruppen zu einem Kunststoffmakromolekül verkettet. Durch dieses Verfahren entsteht Silikonkautschuk, der mit Hilfe von anorganischen Pigmenten gefärbt werden kann. So erhalten wir Backformen und Backhelfer in vielen verschiedenen Farben und Formen.

Materialeigenschaften

Bis circa 240° C hitzebeständig bis – 60°C kältebeständig säurebeständig geschmacksneutral, unzerbrechlich überaus flexibel und biegsam geeignet für die Spülmaschine Silikon ist ein hydrophobes, also Wasser abstoßendes und lipophiles, gleich fettliebendes Material. So fühlen sich die Formen immer leicht „fettig“ an und brauchen im Einsatz auch nur ab und zu ganz leicht mit flüssiger Butter oder Sprühfett eingefettet werden. Leider verliert das Material im Laufe seiner Lebensdauer diese Wasser abstoßende Eigenschaft nach und nach. So sollten Sie sich angewöhnen, immer ganz sparsam einzufetten. Außerdem ziehen die Formen bei längerem Liegen im Schrank den Staub ihrer Umgebung an und müssen vor neuem Einsatz ausgespült werden.

Einsatzmöglichkeiten

Silikonformen zum Backen (Foto: Colourbox)

Elastische Silikonbackformen sind seit mehreren Jahren auf dem Markt und haben sich langsam auch in der Weihnachtsbäckerei durchgesetzt. Ihr Vorteil liegt in der Beweglichkeit, sodass fertiges Gebäck durch umstülpen der Form leicht gelöst werden kann. Gerade bei kniffligen Backwerken wie zum Beispiel den Häuserwänden für ein Knusperhaus oder zur Herstellung von Baumbehang mit Loch ist das von großem Vorteil. Sie können im Backofen, aber genauso gut in der Mikrowelle und im Gefrierschrank eingesetzt werden und dienen ebenfalls als Sturzform für Geleespeisen oder Pasteten. Tipp: Setzen Sie Ihre Formen vor dem Befüllen bereits auf das Kuchengitter, so fällt der Transport in den Backofen in der doch unstabilen Form leichter.

Reinigung und Pflege

Silikonformen zum Backen (Foto: Colourbox)

Silikonbackformen können bedenkenlos in der Spülmaschine gereinigt werden. Nach der Spülmaschine sollten sie aber mit klarem Wasser ausgespült werden, da Reste des Klarspülers die Wasser abstoßende und abperlende Eigenschaft herab setzen und das Gebäck in der Form hängen bleiben kann. Beim Handspülen verwenden Sie bitte ein mildes Spülmittel und keine scheuernden Spülschwämme. Bei längerem Einsatz dunkelt das Material besonders an den Rändern nach und es entstehen auch Backspuren, die sich nicht mehr entfernen lassen. So lange Ihr Gebäck problemlos aus der Form zu nehmen ist, ist dies lediglich eine „optische“ Beeinträchtigung.

Verpacken und Lagern des Gebäcks

Keksdose mit Plätzchen (Foto: Colourbox)

Lagerung:
Es können mehrere Sorten Gebäck gleicher Art in einer Dose aufbewahrt werden, zweckmäßigerweise jeweils durch eine Lage Butterbrotpapier voneinander getrennt. Dabei ist zu beachten, dass stark gewürzte Plätzchen gesondert verpackt werden sollten, damit sich das Aroma nicht auf andere Plätzchen überträgt. Lebkuchen auf einem Kuchenrost völlig erkalten lassen. Damit er weich wird, den Lebkuchen zuerst solange in einer Dose mit lose aufgelegtem Deckel aufbewahren, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat (etwa 1 Woche). Die Dose anschließend fest verschließen. Lagerung: Lebkuchen und Honigkuchen immer getrennt von anderen Sorten lagern. Durch die Gewürze könnten andere Plätzchen das Aroma aufnehmen. Eiweißgebäck bleibt knusprig, wenn es in gut schließenden Dosen gelagert wird. Es ist jedoch nicht gefriergeeignet.

Tipp für Keksgeschenke im Zellglasbeutel:
Verpacken Sie das Gebäck erst kurz vor dem verschenken in Zellglasbeutel. Es trocknet hier rasch aus und verliert bei längerer Lagerung an Geschmack

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