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In Deutschland leiden je nach Schätzung zwischen 5 und 8 % der Menschen an Asthma. Gibt es eine Möglichkeit der Vorbeugung oder ist es Schicksal, ob man Asthma bekommt? Hier die Fakten:

Allergisches Asthma

Asthma wird bei mindestens 50 % der Betroffenen durch eine Allergie ausgelöst – und Allergien werden vererbt. Wer also die Allergie-Neigung durch die Gene der Eltern mitbekommen hat, sollte besonders aufpassen, dass kein Asthma entsteht. Dazu sollten sich Allergiker*innen unbedingt ärztlich beraten lassen und schwere Allergien behandeln. Der beste Schutz vor allergischem Asthma ist, die Allergene, auf die man reagiert, so gut wie möglich zu meiden. Aber natürlich ist das im Alltag nicht immer leicht.

Berufsbedingtes Asthma

Da in einigen Berufen viel Kontakt zu Allergenen besteht, kann es bei Menschen, die auf die Allergene reagieren, zu Asthma kommen. Besonders betroffen sind Menschen, die in Bäckereien, Friseurläden, Schreinereien und Druckereien arbeiten. Deshalb sollte, wer zu Allergien tendiert, diese Berufe besser meiden. Es gibt allerdings auch Arbeitsplätze, bei denen der Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen (z.B. Chlorgas) unabhängig von einer allergischen Reaktion zu Asthma führen kann, weil die Bronchien dauerhaft gereizt werden.

Grafik mit Lunge, Skelett und gekennzeichneten Bronchien (Foto: SWR)
Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege

Nicht-allergisches Asthma

Bei einem Teil der Asthmatiker*innen treten die typischen Symptome wie Atemnot und Hustenanfälle nach einer Virusinfektion auf. Dies ist in der Regel bei Menschen ab dem 30. Lebensjahr der Fall. Um diese Form des Asthmas zu verhindern, ist es wichtig, bei lang anhaltendem Husten und/oder lang anhaltenden Nebenhöhlenentzündungen einen Arzt aufzusuchen, um abzuklären, ob eine Behandlung notwendig ist.

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