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SENDETERMIN So, 22.4.2018 | 19:40 Uhr | 3sat

Australien: Australien Fraser Island

Die schlafende Göttin

Was die Götter erschufen war so schön, dass K`gari für immer auf Erden verweilen wollte.

Was die Götter erschufen war so schön, dass K`gari für immer auf Erden verweilen wollte.

Einer Legende des Butchulla Stammes von Fraser Island zufolge schuf Beeral, der mächtige Gott der Traumzeit, die Menschen, doch es gab keinen Ort, an dem sie leben konnten. So schickte Beeral seinen Boten Yendingie und die Göttin K'gari vom Himmel herunter, um die Erde zu schaffen. Als sie ihr Werk vollendet hatten war es so schön, dass K'gari für immer auf der Erden bleiben wollte. Doch dazu musste sie ihre Erscheinung ändern und Yendingie verwandelte sie in eine wunderschöne Insel.
Fraser Island wurde 1992 zum Weltnaturerbe ernannt. Sie ist mit über 120 Kilometer Länge und einer Fläche von 184.000 Hektar die größte Sandinsel der Welt. Die Dünen von Fraser ragen über 240 Meter aus dem Meer und sind mit einer erstaunlich vielseitigen Vegetation bewachsen. Von der Heidelandschaft an der Küste bis zum subtropischen Regenwald in Zentrum, alles wird von über 40 Dünenseen gespeist.
Die glasklaren Seen können sich nur deshalb im Sand bilden, weil sich darunter eine undurchlässige Schicht aus Überresten einer vergangener Vegetation gebildet hat. Ihr Wasser, durch Sand gefiltert, ist so rein und ohne Nährsstoffe, dass kaum etwas in ihnen leben kann.

Damit sich K`gari nie einsam fühlt, schuf Yendingie Seen, in deren Spiegel K`gari ihn im Himmel sehen konnte.

Damit sich K`gari nie einsam fühlt, schuf Yendingie Seen, in deren Spiegel K`gari ihn im Himmel sehen konnte.

Über 350 verschiedene Arten von Vögeln sind auf Fraser sind zu Hause.Viele Wandervögel benutzen die Insel als Raststätte zwischen Südaustralien und ihren Brutplätzen in Sibirien.
In 1836 lief die "Stirling Castle" auf Grund vor der Insel. Die Besatzung lebte sechs Wochen auf der Insel bevor sie gerettet wurde. In dieser Zeit kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit den Aboriginals. Viele der Aboriginals der Insel wurden in einem blutigen Massaker hingerichtet. Die Frau des Kapitäns, Eliza Fraser, gehörte zu den Überlebenden - nach ihr wurde die Insel benannt. Für die Aboriginals des Butchulla Stammes blieb es immer K'gari.





Naturdenkmal: größte Sandinsel der Welt (123 km lang, 5 bis 25 km breit), höchste Düne 230 m; 40 Frischwasserseen wie Lake Boomanjin, darunter einige, die bis zu 300000 Jahre alt sind

Unesco-Ernennung: 1992

Flora und Fauna:
Kaurifichten, Araukarien, Palmfarne, »Satinay« und »Piccabeen Palmes«, Mangroven- und verschiedene Eukalyptusarten, u. a. mit Eucalyptus, pilularis; über 300 Vogelarten, u. a. Erdsittich, hier rastender Mongolenregenpfeifer und Australischer Habicht; Säuger wie der Dingo und Reptilien wie der Fraser-Island-Skink

40000-30000 v. Chr.
erste Besiedlung durch Aborigines (australische Ureinwohner)

1802
Besuch des Forschungsreisenden Matthew Flinders

1863
Beginn des Holzeinschlags

1870-73
erste Missionsstation für die Ureinwohner

1908
Einrichtung eines Staatsforstes

1935
Untergang der »Maheno« nördlich von Happy Valley

1971-76
Mineralsandabbau

seit 1971
Nordteil der Insel Nationalpark Great Sandy (749 qkm)

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