Lindburgs Fall

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Spielfilm Deutschland 2011

Als "Kommissar Kämpfer" in der Krimiserie "Blaulicht" spielte Peter Lindburg jahrzehntelang seine Paraderolle. Die soll Serie abgesetzt werden, was den vom Erfolg verwöhnten hart trifft. Gekränkt kehrt er in seine Heimatstadt in Thüringen zurück, die er einst aus Karrieregründen verließ. Doch das Verbrechen lässt den eingefleischten Fernsehermittler auch hier nicht los: Als er eines Abends einen Mord zu beobachten glaubt und den hochangesehenen Staatsanwalt Dr. Eugen von Wangenheim des dringenden Tatverdachts bezichtigt, sorgt Lindburg für allerlei Aufregung bei den örtlichen Behörden. Auch die Presse bekommt Wind von der Sache. Alle fragen sich: Haben den ehemaligen TV-Kommissar tatsächlich alle guten Geister verlassen oder ist was dran an der Sache?

Jahrzehntelang, genau 280 Folgen lang, hat er Verbrechen aufgeklärt. Doch damit soll endgültig Schluss sein: Der erfolgreiche TV-Star Peter Lindburg (Fritz Wepper) war als "Kommissar Kämpfer" in der Krimiserie "Blaulicht" ein preisgekrönter Publikumsliebling, doch die Sendereihe wird aufgrund sinkender Quoten aus dem Programm genommen. Zutiefst enttäuscht zieht sich Lindburg, der eigentlich Schmidt heißt, in seine thüringische Heimatstadt zurück, die ihm seinen Künstlernamen gab. Hier in Lindburg, wo auch seine ehemalige Jugendliebe Sabine Arnhold (Saskia Vester) zu Hause ist, will er sich selbst ein Drehbuch auf den Leib schreiben, denn die Hoffnung auf ein Comeback hat der alternde Fernsehprofi längst noch nicht aufgegeben. Dieses kommt allerdings anders als erwartet: Eines Abends wird Lindburg bei einem folgenschweren Parkspaziergang Zeuge eines verräterischen Schattenspiels, das sich im Fenster eines nahegelegenen Wohnhauses abspielt. Für den Mann vom Fach ist klar: Hier fand ein brutaler Mord statt. Nach kurzer Ermittlung hat er den Hauptverdächtigen ausgemacht: Der einflussreiche Staatsanwalt Dr. Eugen von Wangenheim (Francis Fulton-Smith) ist in Lindburgs Augen zweifelsfrei der Täter. Die zuständige Kommissarin Biehl (Elisabeth Lanz) kann diese Ansicht jedoch nicht teilen, zumal der hochangesehene Wangenheim seine Unschuld beteuert und Biehl in ihrem übereifrigen Fernseh-Kollegen vor allem einen weltfremden Spinner sieht, der sich in seine Drehbuch-Fantasien verrannt hat. Für die Klatschpresse ist diese Angelegenheit ein gefundenes Fressen und so macht sich die Boulevard-Reporterin Caroline Bächle (Barbara Schöneberger) nach Lindburg auf, um Näheres über den TV-Kommissar zu erfahren. Der hat sich mittlerweile die Unterstützung seines labilen "Blaulicht"-Assistenten Conny alias Mike Häusl (Bernd Michael Lade) gesichert und gemeinsam macht man sich daran, den mutmaßlichen Mörder zur Strecke zu bringen. Denn eines weiß Peter Lindburg: "Conny, hier stimmt was nicht!"
Von 1974 bis 1998 war Fritz Wepper als Harry Klein, Assistent des von Horst Tappert gespielten Oberinspektors in der Polizeiserie "Derrick" zu sehen, musste öfter mal "den Wagen holen" und schrieb damit Fernsehgeschichte. Der beliebte Schauspielstar wird in dieser augenzwinkernden Kriminalkomödie nun in den Rang des Kommissars gehoben. Eine gelungene Hommage - Ähnlichkeiten mit real existierenden TV-Ermittlern durchaus beabsichtigt. Mit großer Spielfreude und erfrischender Selbstironie nimmt Wepper diese Herausforderung an, tatkräftig unterstützt von prominenten Kolleginnen und Kollegen, zu denen der ebenfalls Krimi-erprobte Bernd Michael Lade, Francis Fulton-Smith, Elisabeth Lanz und - in einer schillernden Gastrolle - die populäre Entertainerin und "NDR Talk Show"-Moderatorin Barbara Schöneberger gehören.

Rollen und Darsteller:
LindburgFritz Wepper
Mike HäuslBernd Michael Lade
Staatsanwalt von WangenheimFrancis Fulton-Smith
Cäcilie WangenheimKatharina Matz
Caroline BächleBarbara Schöneberger
Sabine ArnholdSaskia Vester
Thomas ArnholdAdrian Topol
Kommissarin BiehlElisabeth Lanz
KlopstockKai Lentrodt
Frau KampmannRenate Blume
und andere
Musik:Moritz Denis, Eike Hosenfeld und Tim Stanzel
Kamera:Theo Müller
Regie:Franziska Meyer Price
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