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(Le Comte de Monte-Cristo/Il Tesoro di Montecristo) Zweiteiliger Spielfilm Frankreich/Italien 1954

Im Februar 1815 segelt Kapitän Edmond Dantès zurück nach Marseille, wo er sich mit seiner Mercédès verloben will. Doch dazu kommt es nicht. Durch ein Komplott wird er ohne Urteil in den Kerker geworfen. Dort verbringt er 18 grauenvolle Jahre, die er nur dank des Abbé Faria überlebt. Kurz bevor dieser stirbt, enthüllt er Dantès sein Geheimnis vom Schatz auf der Insel Monte Christo. Dantès kann fliehen und nutzt das Gold, um die zu vernichten, die ihm die Braut, sein Schiff und die Freiheit gestohlen haben.

Februar 1815. Edmond Dantès (Jean Marais), seit wenigen Tagen der neue Kapitän der "Pharao", einem Segelschiff des Reeders Morel (André Brunot), ist auf dem Rückweg nach Marseille. Um noch einen letzten Wunsch seines verstorbenen Vorgängers zu erfüllen, macht Edmond unterwegs einen Abstecher auf die Insel Elba zu Napoléon (Julien Bertheau). In Marseille angekommen, wo er sich mit seiner geliebten Mercédès (Lia Amanda) verloben will, wird er von Caderousse (David Ivernel), seinem neidischen 2. Offizier, und von Fernand Mondego (Roger Pigaut), der Mercédès unbedingt heiraten will, als bonapartistischer Agent denunziert. Staatsanwalt Gérard de Villefort (Jacques Castelot), der selbst durch diese Anschuldigung kompromittiert werden könnte, lässt Dantès ohne Urteil lebenslänglich im berüchtigten Gefängnis Château d'If auf der Felseninsel vor Marseille einkerkern und ein Jahr später verkünden, Edmond sei gestorben. Nun willigt Mercédès in eine Heirat mit Fernand ein. Dantès, in strenger Einzelhaft lebendig begraben, wäre wahnsinnig geworden, hätte er nicht mit seinem Mitgefangenen Abbé Faria (Gualtiero Tumiati) Kontakt aufnehmen können. Als der Abbé spürt, dass er sterben wird, verrät er seinem Freund das Geheimnis eines riesigen, 200 Jahre alten römischen Schatzes, den er auf der unbewohnten Insel Monte Christo entdeckt hat. Nach dem Tod des Abbés gelingt Dantès die Flucht von der Gefängnisinsel. Er findet den Schatz, der ihm unermesslichen Reichtum bietet und schwört, ihn nur zu benutzen, um die drei Menschen zu vernichten, die ihn um seine Braut, sein Schiff und seine Freiheit brachten. Bevor er mit Caderousse beginnt, rettet er noch den treuen Reeder Morel vor der Zwangsversteigerung seines Hauses und schenkt ihm anonym ein neues Schiff namens "Pharao". Mit einem geschickten Plan bringt er Caderousse ins Gefängnis. Fortan nennt sich Edmond Dantès Graf von Monte Christo. Er eilt nach Paris, um die beiden anderen Männer zu vernichten.
"Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas der Ältere, ein Klassiker der Weltliteratur, wurde mehr als ein dutzend Mal verfilmt. Am eindringlichsten und am schönsten hat ihn aber Jean Marais verkörpert, der u. a. auch mit dieser Rolle zum "begehrtesten Junggesellen Frankreichs" avancierte.

Rollen und Darsteller:
Edmond DantèsJean Marais
Mercédès HerreraLia Amanda
Fernand MondegoRoger Pigaut
Monsieur NoirtierNoël Roquevert
Gérard de VillefortJacques Castelot
Gaspard CaderousseDaniel Ivernel
Reeder MorelAndré Brunot
Abbé FariaGualtiero Tumiati
Monsieur DantesLucien Blondeau
JacopoFolco Lulli
Wirtin CaderousseClaude Génia
König Louis XVIIIJean Témerson
Renée, Villeforts VerlobteFrance Asselin
NapoleonJulien Bertheau
Juwelier JoannèsLouis Seigner
und andere
Kamera:Robert Juillard
Musik:Jean Wiener
Buch:Georges Neveux und Robert Vernay

nach dem Roman "Der Graf von Monte Christo" von Alexandre Dumas der Ältere

Regie:Robert Vernay
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