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Das Gräfensteiner Land nahe Pirmasens wuchert vor allem mit einem Pfund: seiner Natur. Hier im Südwesten des Pfälzer Waldes gibt es Wälder so weit das Auge reicht, bizarre Buntsandsteinfelsen, schillernde Bäche und Seen und mittelalterliche Burgruinen.

Die filmische Reise ins Gräfensteiner Land beginnt hinter Rodalben. Hier, mitten im Wald, hat Bildhauer Stephan Müller sein grünes Atelier. Hier findet er das Material für seine ausdruckstarken Skulpturen.

Das Gräfensteiner Land entdeckt man am besten zu Fuß. Und zu einer Wanderung gehört auch die Einkehr in einer Hütte des Pfälzer Waldvereins. Im Hilschberghaus zum Beispiel, oberhalb von Rodalben, direkt am Felsenwanderweg, gibt es deftige Pfälzer Mahlzeiten und sogar Übernachtungsmöglichkeiten.  

Wandern ist eine Möglichkeit die Landschaft zu entdecken. Mountainbiken die andere. Fahr mal Hin begleitet Familie Stark auf einer sportlichen Rundtour: Von Rodalben fahren sie entlang des Felsenwanderweges zum Winschertkopf. Ein freistehender Felsenturm mit einer Stahltreppe zum Gipfel und einem tollen Ausblick über das Gräfensteiner Land.  Dann geht es über das Merzalbener Schloss zum denkmalgeschützten Wieslauterhof - ein verwunschener Ort, mitten in der Kernzone des Pfälzer Biosphärenreservats. Weiter entlang der Rodalb und zurück wieder über den Felsenwanderweg in die Bärenhöhle. Sie ist die größte natürliche Sandsteinhöhle der Pfalz und ein einzigartiges Naturdenkmal.   

Raus aus dem Wald, hin zu einer Ortschaft ganz im Westen des Gräfensteiner Landes: Münchweiler an der Rodalb. Früh morgens an der Hauptstrasse duftet es hier nach frischem Brot. Seit 60 Jahren backt dort Brigitta List. Die Bäckerei der alten Dame ist eine Institution im kleinen Ort, der früher einmal mehr als zehn Schuhfabriken beherbergte. Die Geschichte des Strukturwandels im Gräfensteiner Land und der Tradition der Schlappeflicker erzählt die Schuhstepperin Gabi Weis.

Die Kraft des Waldes beeinflusst auch Ayse Molla. Im Wald oberhalb von Rodalben hat sie sich einen alternativen Lebenstraum verwirklicht: ein Haus mit viel Grund und Boden, das offen für Besucher und Gäste ist. Wanderer können hier die vegetarische Küche und selbst gebackenes Brot genießen. Zur Übernachtung gibt es Baumzelte und einen kleinen Campingplatz.

Den Wald als Kulturlandschaft zu nutzen, darauf versteht sich Familie Weber. In der sechsten Generation bewirtschaften sie ein Tal unterhalb der Ortschaft Clausen. Streuobstwiesen und eine Herde Damwild mit 120 Tieren leben hier auf 12 Hektar Wald und Wiesen. Wer auf dem Felsenwanderweg an Clausen vorbei läuft und sich ruhig verhält, kann sie beobachten.    

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