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Die hügelige Pellenz in der Osteifel - Archäologie zum Anfassen

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Die Pellenz, eine Landschaft im Nordosten von Rheinland-Pfalz, erstreckt sich zwischen Andernach und Mayen und wird im Süden vom Flüsschen Nette begrenzt. Auf den ersten Blick ist sie nicht gefällig: Steinbrüche, Basalt- und Lavaabbau haben sich tief in das Landschaftsbild hineingegraben. Gestein, erschaffen von Vulkanen. Gerade mal 10.000 Jahre ist es her, dass in der Pellenz der letzte Vulkan ausbrach. Er spuckte Lava und Asche, begrub das ganze Land unter sich. Und schuf so ein steinernes Meer. Menschen bauten den Stein ab und formten eine neue Landschaft.

Archäo-Techniker Kuno Menchen taucht ab in die Zeit vor rund 2.000 Jahren, in das Römerbergwerk Meurin und dessen hochentwickelte Technik. Der Steinbildhauer Guido Krämer beweist uns, dass in jedem Stein Kunst steckt. Und wir treffen die Kottenheimer Familie Behrendt, die aus einem alten Raiffeisen-Kassenlager ein Treffpunkt für Musiker, Maler und einen Ort für die Post geschaffen hat. Und wer glaubt, dass ein Meer aus Stein zu schwer ist für Spiritualität, der war noch nicht in Fraukirch, einem verwunschenen Ort mit uralter Kirche und einem Biergarten - ganz bodenständig geführt von Familie Sesterhenn.

Manche Zungen sagen, dass sich Basalt und Menschen hier in der Osteifel irgendwie angenähert haben - wenn, dann aber nur im besten Sinne - schnörkellos und geradlinig mit unbeirrbarer Liebe zur Pellenz.

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