Folge 575 Ein Triebkopf kommt selten allein

Ein ungewöhnlicher Titel für eine Magazinsendung, die die Welt der Bahn in unterschiedlichen Größen und Facetten abbildet. Ein Dieseltriebwagen spielt darin eine tragende Rolle.

Dauer

TEE-Gasturbinen-Triebkopf im DB Museum Nürnberg

Der TEE-Triebkopf, der in der Fahrzeughalle II des DB Museums in Nürnberg präsentiert wird, ist sehr außergewöhnlich. Er wurde durch eine Hubschrauber-Gasturbine mit 2.200 PS angetrieben. Er war nur kurz im Einsatz, da er beim Anfahren einen riesigen Krach machte und viel zu viel Treibstoff verbrauchte. Seine drei Brüder wurden verschrottet. Als "Museumstriebkopf" ist er erhalten geblieben.

Der Gläserne Zug im Bahnpark Augsburg

185 Gläserner Zug (Foto: SWR, SWR -)
Der Gläserne Zug SWR -

Die Triebwagenlegende Gläserner Zug feiert in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag. Sechs Jahrzehnte lang war dieser Ausflugstriebwagen mit der traumhaften Rundumsicht auf Alpenstrecken unterwegs. Zehntausende von Fahrgästen haben die Fahrt im Gläsernen Zug mehr als genossen. Das abrupte Ende des Gläsernen Zuges kam im Dezember 1995, als er in Garmisch Partenkirchen mit einem Regionalzug zusammenstieß. Eine Aufarbeitung wurde zwar angedacht, von der DB aber leider nie realisiert. Seit kurzem hat der Gläserne Zug ein neues Zuhause. Er steht im Bahnpark Augsburg und wird auch museal erhalten bleiben.

Rangierbahnhof Mannheim Seckenheim

In Mannheim liegt der hinter Maschen zweitgrößte Rangierbahnhof Deutschlands. Im Durchschnitt werden täglich 4.000 Güterwagen über die beiden Ablaufberge verteilt und neu zusammengestellt. Im Jahr summiert sich dies auf eine Million Güterwagen und vierzigtausend Züge.
Und noch eine Kleinigkeit am Rande: Eisenbahn-Romantik-Moderator Hagen v. Ortloff war während seiner Militär-Dienstzeit in Mannheim in den Jahren 1971 und 72 auch aushilfsweise auf dem Güterbahnhof tätig.

Pollo – Prignitz

Es gibt eine Eisenbahnlinie, die ist im wahrsten Sinne des Wortes "auf den Hund gekommen". Sie liegt in der Prignitz und es handelt sich dabei um eine Schmalspur-Bahn, die zwischen 1897 und 1912 erbaut wurde. Sie war etwas mehr als 100 Kilometer lang und 750 mm breit. Und wurde im Volksmund "Pollo" genannt, nach dem Hund eines Oberförsters in der Prignitz.
Am 1. Juni 1969 trafen sich letztmalig in Lindenberg drei Sonderzüge zu ihrer offiziellen letzten Fahrt.
Mehr als drei Jahrzehnte später dampfte der Pollo wieder. Zuerst auf dem Teilstück von Mesendorf bis Brünkendorf, das wurde im Jahre 2002 eröffnet. Zwei Jahre später konnte die Strecke bis Vettin verlängert werden. Hier finden regelmäßig Fahrten mit original restaurierten Fahrzeugen statt.

(ESD: 16.10.2005)

REDAKTION
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