Folge 685 Expedition Sandträsk

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Ein Hauch Abenteuer und Eisenbahnpionierzeit liegt in der Luft. Wenn Dampfloks im hohen Norden Schwedens von Eisenbahn-Enthusiasten geborgen werden, sind sie bei ihrer generalstabsmäßig geplanten Rettungsaktion auf sich allein gestellt. Alles muss gut vorbereitet sein, denn die Lok wurde inmitten der Natur "versteckt".

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Schwedens Armee hat in den 50er-Jahren fünfzig Dampf- und ebenso viele Dieselloks in verschiedenen Gegenden des Landes als Reserveloks "eingemottet". 2008 bestand allein noch das Depot in Sandträsk in Nordschweden, an der Erzbahn etwa sechzig Kilometer südlich des Polarkreises. In einem Wellblechschuppen sind dort seit einem halben Jahrhundert drei Dampflokomotiven eingemottet. Sie wurden zum symbolischen Preis von jeweils 1.000 Kronen, das entspricht etwa 100 Euro, an drei schwedische Eisenbahnmuseen verkauft. Einzige Bedingung ist die Erhaltung der Lokomotiven und der Abtransport in eigener Regie.

Die Bergung der schwarzen, stählernen Riesen aus ihrem Dornröschenschlaf ist eines der letzten großen Bahnabenteuer der Neuzeit. Knapp dreißig Eisenbahnfreunde aus zwei Vereinen haben sich bereit gemacht für die Expedition Sandträsk. Jedes Mitglied hat seinen Aufgabenbereich, aber man arbeitet natürlich Hand in Hand, immer das große Ziel, die Rückholung der drei alten Dampflokomotiven vor Augen. Schön ist Schwedens Norden - schön und ziemlich einsam. Die Tag ist lang, im Sommer will er überhaupt nicht enden. Um Mitternacht scheint immer noch die Sonne. In der Kombüse zaubert Göran Hansson einfache aber wunderbar wohlschmeckende Gerichte nach Landesart.

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