Folge 605 Lebendige Bahngeschichte

Vor 30 Jahren dampften die letzten Dampfloks im Bw Ottbergen und vor 75 Jahren begann der Schienen-Schnellverkehr in Deutschland mit Weltrekord 230 km/h.

Dauer

Schienenzeppelin

75 Jahre ist es nun her, seit der Schienenzeppelin zwischen Hamburg und Berlin einen Geschwindigkeits-Weltrekord aufgestellt hat. 230,2 km/h, ein Rekord, der 20 Jahre lang Bestand haben sollte. Sein Erfinder Franz Kruckenberg verkaufte anschließend den silbernen Renner an die Deutsche Reichsbahn, die ihn aber nie planmäßig einsetzte. Ende der 30er Jahre wurde das Unikat dann verschrottet.

Bw Ottbergen im Maßstab 1:87

Im zweiten Teil unserer Sendung zeigen wir eine Art Wiederauferstehung: Vor 30 Jahren wurde im Betriebswerk Ottbergen das Feuer im Kessel der letzten Dampflok gelöscht. Aber im nahen Bad Driburg ist das Betriebswerk neu entstanden, und zwar im Maßstab 1:87. Die 70er Jahre sind hier so lebendig wie schon lange nicht mehr.

Neuer E-Lok-Weltrekord

Vorweg: Der absolute Rekord für Schienen-Fahrzeuge von 515,3 km/h wurde am 18. Mai 1990 zwischen Paris und Tours von einem französischen TGV Triebwagenzug gefahren.

Nach 51 Jahren wurde am

2. September 2006 ein neuer Geschwindigkeits-Weltrekord für elektrische Lokomotiven aufgestellt. Im ersten Versuch wurden 344 km/h erreicht und im zweiten sogar 357 km/h. - Die bisherige Bestmarke von 331 km/h stammt aus dem Jahr 1955 und wurde von den französischen Loks BB 9004 und CC 7107 gehalten. Beide Lokomotiven waren zum großen Ereignis nach Kinding gekommen.

Bei der Weltrekordlok handelt es sich um einen EuroSprinter, eine von Siemens für die ÖBB serienmäßig hergestellte Mehrzwecklokomotive Typ ES64U4, genannt "Taurus".
Gefahren wurde der Rekord auf der neuen Schnellfahr-Strecke Bayerns zwischen München und Nürnberg in Höhe des Autohofs Hilpoltstein. Der neue Weltrekord ist das Ergebnis einer konstruktiven und unbürokratischen Zusammenarbeit von 21 kompetenten und erfahrenen Projektpartnern.

(ESD: 18.06.2006)

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