STAND
AUTOR/IN
Susanne Mayer-Hagmann (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)

Borneo verheißt Dschungelabenteuer, Begegnung mit wilden Tieren, exotische Pflanzen und weiße Sandstrände. Nur wenige wissen, dass es auf der drittgrößten Insel der Welt auch eine Eisenbahn gibt.

Gebaut wurde sie Ende des vorletzten Jahrhunderts von der Handelsgesellschaft British North Borneo Company, um Bodenschätze und Tabak aus Nordborneo zu den Häfen zu transportieren.

Ein junger „Waldmensch“ im Sepilok Orangutan Rehabilitation Center. (Foto: SWR, SWR - Susanne Mayer-Hagmann)
Ein junger „Waldmensch“ im Sepilok Orangutan Rehabilitation Center. Er ist als Waise aufgenommen worden und wird hier auf seine Wieder-Auswilderung im Regenwald vorbereitet. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Grün über Grün auf allen Etagen: der Regenwald, Lebensraum für eine tropische Tier- und Pflanzenwelt. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Dampflok „Sir Ralph Hone“ und SWR-Kameramann Andreas Enderle stehen sich gegenüber im Sabah State Museum. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Direkt vor Sabahs Küste im südchinesischen Meer liegen sog. water villages, Stelzendörfer mit mehr als 10.000 Menschen. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Stelzendörfer – eine ehemals  traditionelle Lebensform von Fischern und ihren Familien. Heute wohnen hier eher die Randgruppen der malayisischen Gesellschaft. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Inselwelt des Meeres-Nationalparks Tunku Abdul Rahman vor Sabah‘s Küste. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Von Touristen aus Korea und Taiwan sehr gern besucht: Pulau Manukan im Meeres-Nationalpark. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Direkt an der Bahnstrecke: ein buddhistischer Tempel in Kinarut, erbaut von den chinesischen Bewohnern. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Das Dampflok-Personal der North Borneo Railway, Lokführer und Mechaniker. Auf dem Bild fehlen der Heizer und ein Hilfslokführer. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Liebenswürdig und immer zu Diensten: Das Service-Personal im Dampfzug der North Borneo Railway. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Ein spontanes Gong-Konzert auf dem Wochenmarkt in Donggondon. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Eine Dampflok der englischen Vulcan Foundry aus den 50er Jahren steht vor den restaurierten Reisezugwagen der North Borneo Railway. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Eine Dampflok der englischen Vulcan Foundry aus den 50er Jahren steht vor den restaurierten Reisezugwagen der North Borneo Railway. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Läßt den kolonialen Glanz wieder aufleben: die North Borneo Railway wurde 1898 eröffnet und bietet seit dem Jahr 2000 wieder Dampflokfahrten für Touristen an. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Handgemalt, aber funktionsfähig: Warnschild am unbeschrankten Bahnübergang. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die North Borneo Railway verabschiedet sich. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Im Bornean Sunbear Rehabilitation Centre werden Malaienbären aufgepäppelt und wieder ausgewildert … und so vor dem Aussterben gerettet. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Eine Herrenrunde von Nasenaffen beim Nachmittagsimbiss. Die geschützte Spezies lebt in den Mangrovenwäldern von Borneo. Ein Silbermakake hat sich dazu gesellt. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Sein Lebensraum sind die Mangrovenwälder auf Borneo: der Nasenbär ist stark vom Aussterben bedroht. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Im Kulturdorf Mari-Mari bringen junge Nachkömmlinge der Ureinwohner Borneos Besuchern ihre Sitten und Gebräuche nah. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Das Kulturdorf Mari-Mari stellt die 5 stärksten Stämme der Urbewohner Borneos vor. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Sonne taucht ab ins Südchinesische Meer – ein Spektakel, das man nicht vergißt. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Eine Diesellok aus China und ein Dieseltriebwagen aus Japan warten in der Werkstatt der Sabah State Railway darauf, repariert zu werden. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Auf dem Fahrzeugfriedhof der Sabah State Railway. Wagen aus der britischen Kolonialzeit auf Borneo nach dem 2.Weltkrieg. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
„Mädels-Ausflug ins Grüne“. Im Bahnhof von Beaufort warten diese jungen Frauen auf den Zug Richtung Tenom. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Verantwortlich für den Bahnverkehr im malaysischen Sabah: die staatliche Eisenbahngesellschaft JKNS. Sie betreibt den einzigen Schienenverkehr auf Borneo. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Unterwegs in den Dschungel von Sabah: der Regionalzug zwischen Beaufort und Tenom. 2011 erweiterte die Staatsbahn ihren Fuhrpark um einige neue chinesische Dieseltriebwagen. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Meterspur läuft immer Gefahr, vom Dschungel überwuchert zu werden. SWR - Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Eine abenteuerliche Fahrt auf wackeliger Meterspur: Oft muß der Fahrer das Tempo auf 20 km/h drosseln. Auf den meisten Gleisabschnitten liegen noch Holzschwellen. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Das Huhn in Tenom wartet auf den Zug aus Halogilat. Der hat fast eine Stunde Verspätung. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Wahrzeichen von Tenom: riesige Kaffeebohnen. Es gibt hier zahlreiche Röstereien. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Ebene von Tenom: besiedelt wurde sie in der Zeit des Eisenbahn-Baus. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Der Dieseltriebzug im Tal des Padas – ein Abenteuer auf wackeligen Schienen. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Der Dieseltriebzug im Tal des Padas – ein Abenteuer auf wackeligen Schienen. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Freundlicher Service im Fatt Choi Coffee Shop in Tenom. Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen

Wie vor über hundert Jahren verläuft die meterspurige Eisenbahnlinie auch heute noch entlang der Ost- Küste des malaysischen Bundesstaates Sabah. Im Süden schlängelt sie sich abenteuerlich durch das Flußtal des Padas ins Landesinnere. Für dieses Bahnabenteuer stehen je nach Etappe eine historische Dampflok, Dieselloks und Triebwagen zur Verfügung – Reisen im kolonialen Stil, im schaukelnden Regionalzug oder auf bloßen Planken im Güterwaggon.

Neben der Eisenbahn kann man in den Mangrovenwäldern Nordborneos noch auf große Gruppen von Nasenaffen treffen, in den Regenwäldern sind es die „Waldmenschen“, wie die Orangutans in der Landessprache heißen. Beides sind geschützte Spezies, deren ursprüngliche Lebensräume immer mehr von den profitversprechenden Ölpalm-Plantagen verdrängt werden. Musikalische Unterhaltung auf echt malaysische Art bieten ein traditioneller Instrumentenbauer und ein junges modernes Orchester mit ihren Bambusinstrumenten.


„Mit dem Zug durch Sabah auf Borneo“ ist eine Entdeckungsreise auf vielen Ebenen, faszinierend nicht nur für die Liebhaber der Schiene.

(ESD arte: 23.05.2019)

Musikliste als PDF-Download

Musikliste als PDF-Download  mehr...

STAND
AUTOR/IN
Susanne Mayer-Hagmann (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)