Folge 377 Der Bummelzug von Abreschviller

Wir besuchen einen Museumsbahnverein in den nördlichen Vogesen

Dauer

Ca. 15 km südlich von Saarebourg liegt der kleine Ort Abreschviller am Fuße des Donon-Massivs. Hier gibt es mehr zu entdecken als eine wildromantische Landschaft:

Hauptattraktion der Gegend ist die Museumsbahn der Association du Chemin de Fer Forestier d´Abreschviller. Sie fährt auf der sechs Kilometer langen Schmalspur-Strecke von Abreschviller bis zu dem kleinen Weiler "Grand Soldat" – und das unter Dampf!

Folge 377 Der Bummerzug von Abreschviller

Das Schild über der Rauchkammertür verrät uns, das die Mallet-Dampflok-Nr. 476 schon 100 Jahre alt ist. Sie stammt aus Heilbronn aus dem Jahr 1906. (Foto: SWR, Wolfgang Drichelt -)
Das Schild über der Rauchkammertür verrät uns, das die Mallet-Dampflok-Nr. 476 schon 100 Jahre alt ist. Sie stammt aus Heilbronn aus dem Jahr 1906. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Noch etwas Kohle nachlegen, den Wasserschlauch abnehmen und die Fahrt kann losgehen. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Die Mallet fährt über die Rangierweiche. Gleich werden die Wagen angekuppelt. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Das Ankuppeln der Lok an die historischen Wagen. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Wir steigen in den ersten Wagen hinter der Lok. Die anderen Wagen sind alle offen. Es gibt keine Verbindung zwischen den einzelnen Wagen. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Hier kann man dem Lokführer über die Schulter schauen. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
... oder nach hinten. Der Rest des Zuges ist auch interessant. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Eine Besonderheit dieser Bahnstrecke: Sie hat keine beschrankten Bahnübergänge. Ein Freiwilliger im Auto fährt voraus und sichert die Bahnübergänge. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Von Hinten nach Vorne durch den Zug fotografiert Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Endpunkt der Strecke "Grand-Soldat". Zeit den Zug, die Gegend und das kleine Museumssägewerk zu fotografieren. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Prächtig steht der Zug in seiner ganzen Länge da. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen
Eine alte Sägewerks-Dampflok 020 T von Orenstein & Koppel, Nordhausen von 1911. Wolfgang Drichelt - Bild in Detailansicht öffnen

Ursprünglich war die Strecke Teil einer fast 100 km langen Waldbahn, die 1884 für die Holz- und Forstwirtschaft der Umgebung eröffnet wurde. Bis 1964 wurde hier das abgeschlagene Holz zu den umliegenden Sägewerken transportiert. Dann übernahmen LKWs diese Arbeit.

1968 gründeten Eisenbahn-Freunde den Verein "Waldbahn von Abreschviller", und seitdem entzückt der Bummelzug jedes Sommerwochenende zahlreiche Besucher aus nah und fern.

(ESD: 25.06.2000)

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