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Folge 848 XL Mit dem Zug durch Kamerun

VM 505 Dieseltriebwagen (Foto: SWR, Alexander Schweitzer)
VM 505 Dieseltriebwagen. « Afrika en miniature » wird Kamerun gerne aufgrund seiner vielfältigen Kulturen genannt. Ideal also, um auf Entdeckungsreise zu gehen. Wir beginnen diese in Douala, der ehemaligen Hauptstadt und erkennen schnell, wie stark der europäische Einfluss noch ist. Alexander Schweitzer
Am 8. März geben die Frauen den Ton an. Den Internationalen Frauentag begehen sie als Festtag und tragen Kleider mit eigens entworfenem Stoffdesign. Obwohl in Kamerun die Frauen den Männern rechtlich gleichgestellt sind, sind sie häufig Diskriminierungen ausgesetzt. Alexander Schweitzer
VM 505 - 3-teiliger Dieseltriebwagen. Auf 1.000 mm schmaler Spur machen wir unsere Entdeckungsfahrt. Von Douala aus führt unsere Reise durch die küstennahe Littoralregion, eine von zehn Provinzen des Landes, über Edéa und Eséka 262 Kilometer hinauf nach Yaoundé, der heutigen Hauptstadt. Alexander Schweitzer
Ausfahrt in der Hafenstadt Douala. „Die Eisenbahnlinie von Douala nach Yaoundé ist Teil eines großen Projekts, der sogenannten deutschen Kolonialeisenbahn. Das Projekt wurde zweigeteilt, in die Nordlinie, die von Douala bis in den Tschad führen sollte und die Zentrallinie, die über Moloundou bis ins ehemalige Tanzania gehen sollte.“ Alexander Schweitzer
Das wohl beeindruckendste Überbleibsel deutscher Kolonialgeschichte in Kamerun ist eine Brücke. Sie wird zwar von der Eisenbahn nicht mehr genutzt, zur Zeit ihrer Inbetriebnahme aber war sie mit einer Spannweite von 160 Metern die längste Stahlbogenbrücke Afrikas. Heute ist sie mehr als nur ein Überweg für Mopeds und Fußgänger. Die Brücke ist linear, man weiß, wo sie anfängt und endet. Es heißt, sie stehe damit im Gegensatz zu den Menschen in Kamerun, die orientierungslos wie Fußgänger nach ihr… Alexander Schweitzer
Auf über 700 Meter; Die auch Mittellandbahn genannte Strecke bildet noch heute das Rückgrat des Bahnverkehrs in Kamerun. Chaotische Straßenverhältnisse und viele Unfälle sorgen für die Attraktivität der Bahn. Alexander Schweitzer
Am Sanaga beobachten wir den, nach Fußball, zweiten Lieblingssport der Kameruner - Pirogenrennen. Einst war die Piroge, ein Einbaum, ein gängiges Fortbewegungsmittel in Kamerun. Mehrere Kilometer legen die Männer in diesem Tempo auf dem Sanaga zurück. Mit fast 1.000 Kilometern ist er der längste Fluss Kameruns. Alexander Schweitzer
„Während des Krieges bauten die Franzosen das Projekt weiter. Die Deutschen haben ja Yaoundé nicht erreicht. Bis zum Krieg bauten sie den größten Streckenabschnitt. Sie haben die Nordlinie gebaut und die Mittellandbahn, also die zentrale Eisenbahnlinie.“ Die Mittellandbahn gehörte nun zur Chemins de fer de Cameroun, die den Bahnbau fortführte. Da Frankreich allerdings den Sitz der Kolonialverwaltung ins klimatisch angenehmere Yaoundé verlegte, wurde die Bahnstrecke dorthin umgeleitet. Alexander Schweitzer
Pygmäen leben mit und von der Natur und ernähren sich von der Jagd oder sammeln Produkte des Waldes. Hier haben sie einen Baum entdeckt, indem sie Honig vermuten. Mit dem Buschmesser wird ein Loch in den Stamm geschlagen. Und danach werden die Bienen ausgeräuchert. SWR - Alexander Schweitzer
Wir sind nun unterwegs auf den letzten Kilometern vor Yaoundé. Alexander Schweitzer
70 Prozent der Kameruner sind Christen. Der pallottinische Glaube, der kein Gelübde gegenüber Gott kennt, wurde von dem Deutschen Heinrich Vieter nach Kamerun gebracht. Der „Vater des Glaubens“ baute hier 1906 die erste Kirche Kameruns. Die heutige Basilika stammt aus den 80er Jahren. Die Basilika „Maria, Königin der Apostel“ bietet Platz für 4.000 Menschen. Alexander Schweitzer
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