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U-Bahn-Station (Foto: SWR, Hagen v. Ortloff)
Formosa U-Bahn-Station in Kaohsiung mit beeindruckenden Glasmalereien. Sie ist lt. einer Homepage über den 15 schönsten U-Bahn-Statoionen der Welt, die Zweitschönste. Es handelt sich um ein öffentliches Kunstwerk. Die Lichtkuppel wurde von dem italienischen Künstler Narcissus Quagliata entworfen. Bis zur Fertigstellung hat es 4-5 Jahre gebraucht. Jedes einzelne Teil wurde ausschließlich aus Glas hergestellt. Hagen v. Ortloff
Dreißig Shinkansen, die hier die Bezeichnung 700T erhielten, sind im Einsatz - mit einem Fassungsvermögen von jeweils knapp tausend Personen. Andreas Stirl & Frank Rinnelt
Seit 2007 sind japanische Shinkansen auch in Taiwan unterwegs. Hier heißen sie allerdings TSHR (Taiwan High Speed Rail). Eine Fahrt zwischen den Metropolen Taipeh und Kaohsiung dauert etwa anderthalb Stunden. Hagen v. Ortloff
762-mm-Schmalspur Zucker-Museumsbahn in Xihi mit der 1948 in Belgien gebauten Dampflok 346. Hagen v. Ortloff
Der Zugbetrieb unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in Europa. Hier wie dort sind im Einsatz Vorort- und Regionalzüge, lokbespannte Personenzüge und Triebwagen, mal schnelle, mal langsame. Vorne am Zug: eine Lokomotive vom Typ E, gebaut in Korea. 64 Maschinen dieses Typs sind auf der Insel stationiert und hauptsächlich im elektrifizierten Nordosten im Einsatz vor Personen-  und Güterzügen. Ursprünglich waren die Bahnen der Ost- und Westküste unabhängige Gesellschaften mit unterschiedlichen Spurweiten. 1989 wurde die Spur  auf 1067 Millimeter vereinheitlicht und der Ring um die Insel geschlossen.
Wir machen Station in Jiufen. Taiwans Nordküste zieren zerklüftete und ausgeschwemmte Felsen, eine wildromantische Gegend am Ostchinesischen Meer.
Von Xihu geht es nur dreißig Kilometer weiter Richtung Osten, zu einer weiteren Touristikbahn, die ebenfalls ursprünglich Güter transportierte, diesmal Holz und Getreide. Es ist die 30 Kilometer lange „Chii-Chii Line“. In Jiji steigen wir zu und begleiten die vielen Wochenendtouristen Richtung Checheng und dem Sonne-Mond-See.
In Checheng ist ein kleiner Eisenbahnpark entstanden mit historischen Fahrzeugen und einem neuen Bahngebäude. Der alte Bahnhof fiel vor einigen Jahren einem Erdbeben zum Opfer. Auf dem Gelände wird den zahlreichen Besuchern nicht nur ein Blick in die Bahnvergangenheit, sondern auch in die Geschichte der Holzverarbeitung auf Taiwan geboten – ein lohnendes Ausflugsziel, die „Chi-chi-Line“.
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