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Carsten Strähle, Tausendsassa in Sachen Verkehrsoptimierung, Stadtbahnfahrer, Aufsichtsrat der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, Vorstandsvorsitzender der Erms-Neckar-Bahn, Geschäftsführer der Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft und damit auch Geschäftsführer des Stuttgarter Hafens, um nur einige seiner Jobs zu nennen.

Strähle ist ein gut vernetzter Macher, dessen Leidenschaft der Verbesserung des ÖPNV genauso gilt, wie die Frage, wie mehr Güter auf Schiene und Schiff transportiert werden können. Strähles Leben dreht sich um die Schiene wie sich die Erde um die Sonne dreht, beruflich wie privat und dass eigentlich schon immer. Wir folgen Carsten Strähle in seine Geburtsstadt Karlsruhe. Hier hat er als Jugendlicher bereits das gut funktionierende Karlsruher Modell kennengelernt.

Ein Mann für alle Gleise - Der Verkehrsoptimierer aus dem Ländle

Carsten Strähle, Tausendsassa in Sachen Verkehrsoptimierung in einer alten Stadtbahn in Karlsruhe.  (Foto: SWR, Alexander Schweitzer)
Carsten Strähle, Tausendsassa in Sachen Verkehrsoptimierung in einer alten Stadtbahn in Karlsruhe. Vor Jahrzehnten hat er mitgeholfen, das Fahrzeug wieder in Schuss zu bringen. Strähles Leben dreht sich um die Schiene wie sich die Erde um die Sonne dreht, beruflich wie privat und dass eigentlich schon immer. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe – hier wird die Stadtbahngeschichte Karlsruhes konserviert. In Wagenhalle II des Betriebshofs Tullastraße sind die Schmuckstücke in adäquater Umgebung ausgestellt. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Systemwahlschalter auf dem Dach einer Karlsruher Stadtbahn in Nullstellung, links für 15 KV für DB-Strecken und rechts 750 Volt für die Stadtbahn. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Stadtbahn im Betriebshof West der Karlsruher Verkehrsbetriebe. Rund 500 Kilometer weit sind die Stadtbahnen aus Karlsruhe unterwegs. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Stadtbahnen am Karlsruher Europaplatz im Stadtzentrum. Mit 11 Jahren begann sich der in Karlsruhe geborene Carsten Strähle für den Betrieb von Stadtbahnen zu interessieren. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Oberirdisch bietet die Stadtbahn auf dem Bahnhofsvorplatz in Karlsruhe einen guten Anschluss sogar über Eberbach bis ins 120 Kilometer entfernte Mosbach. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Plötzlicher Wintereinbruch in Kleinengstingen auf der Schwäbischen Alb. Von hier fahren Züge bis Schelklingen mit Anschluss nach Ulm. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Bahnhof Schelklingen. Die nostalgischen Fahrzeuge der Baureihe NE81 gehören dem Bahnunternehmen Schwäbische Alb-Bahn, SAB. Die Erms-Necakr-Bahn, ENAG hat die 42 Kilometer lange Strecke seit 2004 in Gänze von der Deutschen Bahn gepachtet. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Schwäbische Alb-Bahn vor Schloss Grafeneck bei Gomadingen. Hier begannen die Nazis, Menschen industriell zu töten. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Betriebshof Heslach der Stuttgarter Straßenbahnen, SSB. Hier beginnt Carsten Strähle seinen Dienst als Stadtbahnfahrer. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Carsten Strähle in der Stadtbahn. Für Strähle ist es interessant, die Belastungen eines Stadtbahnfahrers am eigenen Leib zu erfahren und nicht nur am grünen Tisch, Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise am Ende nicht sinnvoll sind. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Ausfahrt der U 15 aus dem Betriebshof Heslach. Hier beginnt Carsten Strähle seinen Dienst als Stadtbahnfahrer. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Stadtbahn am Olgaeck. Hier beginnt die steilste Adhäsionsbahn Europas in Normalspur. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Stadtbahn als Panormabahn Richtung Fernsehturm – hier auf der Pischekstraße. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Zum Stuttgarter Hafen gehört auch eine Hafenbahn mit rund 33 Kilometer Länge. Strähle ist ihr stellv. Betriebsleiter. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Container-Terminal im Hafen Stuttgart. Immer mehr Waren werden mit Containern transportiert. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Insgesamt werden im Stuttgarter Hafen pro Jahr 3,6 Millionen Tonnen umgeschlagen, 2,4 Millionen auf die Eisenbahn und den Rest auf den LKW. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Hafen Stuttgart. Im Vordergrund der Sitz des Geschäftsführers des Stuttgarter Hafens Carsten Strähle. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Carsten Strähle unterwegs auf der ehemaligen Trasse der Zahnradbahn Honau nach Kleinengsteingen. Die Strecke soll für die Regionalstadtbahn Neckar-Alb reaktiviert werden. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Bahnhof Honau. Bis 1980 sind hier noch Züge aus Reutlingen hergefahren. Aber schon im Jahre 1969 wurde der Zahnradbahnverkehr nach Kleinengstingen eingestellt und die Strecke auch gleich abgebaut. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Regionalbahn Tübingen – Reutlingen. Hier soll bis 2022 die Regionalstadtbahn Neckar-Alb mit neuen 2-System-Triebfahrzeugen fahren. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen

Ein Studentenjob als Stadtbahnfahrer und später nach dem Studium als Controller direkt unter dem Stadtbahnpapst Dieter Ludwig, einem der Erfinder des Karlsruher Modells, haben Strähle zu einem Mann für alle Gleise gemacht. Strähle zeigt uns seine Arbeit als Stuttgarter Hafenchef, wo er auch stellvertretender Betriebsleiter der Hafenbahn ist. Ganz in der Nähe setzt er sich außerdem dafür ein, dass die Regionalstadtbahn Neckar-Alb zwischen Herrenberg, Tübingen, Metzingen und Bad Urach auf die Schiene kommt, ein Projekt, dessen erster Abschnitt 2022 abgeschlossen sein soll.

Bei all seinen unterschiedlichen Jobs, von denen wir nur einige aufzeigen können, kann Carsten Strähle sonntags am besten bei seinem Nebenjob entspannen - als Stadtbahnfahrer in Stuttgart.

(ESD: 02.10.2020)

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