Folge 1023

Bahnknoten Kyoto

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Es ist der wohl futuristischste Bahnhof der Welt, Kyoto Station.

Der monumentale Bau des Architekten Hiroshi Hara setzte in den neunziger Jahren Maßstäbe, nicht nur wegen seiner Größe, sondern weil hier das Konzept Bahnhof neu gedacht wurde - Hotels, Gaststätten ein Nobelkaufhaus alles wurde hier untergebracht und zu einem urbanen Zentrum gestaltet.

Kyoto Station - der futuristische Bau von Hiroshi Hara setzte in den neunziger Jahren Maßstäbe in der Bahnhofsarchitektur (Foto: SWR, Harald Kirchner)
Kyoto Station - der futuristische Bau von Hiroshi Hara setzte in den neunziger Jahren Maßstäbe in der Bahnhofsarchitektur Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Siebzig Meter hoch und 470 Meter lang ist die Glas- und Stahlkonstruktion. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Im Bahnhof verkehren nicht nur Züge, ein Hotel, ein Kaufhaus, unzählige Läden und Restaurants finden sich im Gebäudekomplex. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Bahnsteigüberdachungen sind teilweise noch aus Holz und sind viel älter als das moderne Empfangsgebäude. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Grade verlässt ein Nahverkehrszug den Bahnsteig, doch er ist schon wieder voller Menschen. In nur wenigen Minuten kommt der nächste Zug. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Haruka Flughafenexpress. Der Führerstand ist erhöht - darunter ist eine Tür, so dass zwei Einheiten aneinander gehängt werden können. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Auch Güterzüge brausen durch den Personenbahnhof. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Immer ein Ereignis: der Luxuszug „Twighlight Express“ mit seinen markanten Endbalkonen wird Fähnchen schwingend verabschiedet. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Blank poliert ist der „Twighlight Express“ - kein Stäubchen darf sich finden, darauf legt man hier wert. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Dreharbeiten am Bahnsteig - der Haruka Airport-Express fährt ein. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Fahrpläne sind eng, alles ist fast im Minutenrhythmus durchgetaktet, doch ein für ein ganz kleines Schwätzchen bleibt Zeit, wenn auch nur ein paar Sekunden... Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Aufgeständerte Bahntrassen finden sich mitten im Stadtbild. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die hohen Betontrassen des Shinkansen ziehen sich mitten durchs Häusermeer. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Nur noch eine Straßenbahnlinie gibt es in Kyoto. Das einst dichte Straßenbahnnetz wurde von einer U-Bahn abgelöst. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Shinkansen „Zero“ - die legendäre erste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges, der 1964 ihren Betrieb aufnahm. Heute steht er im Eisenbahnmuseum von Kyoto. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Führerstand des Shinkansen „Zero“ Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Auch der Shinkansen Baureihe 500 steht schon im Museum. Er war der erste Shinkansen, der in den neunziger Jahren planmäßig Geschwindigkeiten von 300 Kilometern pro Stunde gefahren ist. Die anderen Fahrzeuge der Reihe sind noch im Einsatz. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Eine Güterzuglok Baureihe EF 66 findet sich ebenfalls im Museum - die Ausstellung soll auch den modernen Schienenverkehr zeigen. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Eine große Modellbahnanlage simuliert den Betrieb in Kyoto von Sonnenaufgang bis Untergang. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Anlage wirkt ebenso futuristisch wie das Bahnhofsgebäude von Kyoto. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Blick von der Aussichtsterrasse des Museums. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Das Eisenbahnmuseum ist ganz in der Nähe des Bahnhofs. Auf der Aussichtsterrasse gibt es einen Monitor, der den Gleisplan und die aktuelle Gleisbelegung anzeigt. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen

Eisenbahn-Romantik zeigt aber nicht nur die Architektur, Kyoto Station hat einen faszinierenden Bahnbetrieb mit täglich rund 1300 Zügen. Moderne Shinkansen Hochgeschwindigkeitszüge und unzählige Nahverkehrszüge verkehren hier.

Kyoto ist zwar in erster Linie berühmt für seine unzähligen Tempel und Schreine, doch auch Eisenbahnfans haben hier ihren Tempel - das neue Eisenbahnmuseum rund um das ehemalige Bahnbetriebswerk bringt den Besuchern nicht nur das Dampfzeitalter näher, es geht auch um die Geschichte des ersten Hochgeschwindigkeitszuges der Welt, des Shinkansen. In „Bahnknoten Kyoto“ treffen Tradition und Moderne aufeinander.

(ESD: 26.11.2021)

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