Folge 1018

Mauretanien – mit dem Eisenerzzug durch die Wüste

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AUTOR/IN
Daniel Andreas Sager

Mauretaniens "Wüstenexpress": das sind 700 km Gleis, die seit 1963 mitten durch die Sahara führen, um Eisenerz zu transportieren - und Wüstenbewohner.

Jede Fahrt auf dem "Wüstenexpress" ist eine echte Herausforderung für Mensch und Material - zum Beispiel durch plötzliche Sandverwehungen oder auch freilaufende Kamele. Als Transportmittel ist der Zug inzwischen für viele Wüstenbewohner absolut unverzichtbar geworden.

Der Wüstenexpress auf dem Weg von der Wüstenstadt Zouérat an die Atlantikküste. (Foto: MedienKontor / Daniel Sager)
Der Wüstenexpress auf dem Weg von der Wüstenstadt Zouérat an die Atlantikküste. MedienKontor / Daniel Sager Bild in Detailansicht öffnen
Zugführer Sidi fährt den Wüstenexpress durch die Sahara. MedienKontor / Daniel Sager Bild in Detailansicht öffnen
Ziegenhändler Saedne ist auf dem Weg in das Wüstendorf Choum, wo er seine Ziegen auf dem Markt verkaufen möchte. MedienKontor / Daniel Sager Bild in Detailansicht öffnen
Ein Sandräum-Team schippt Sand von den Schienen, damit der Zug nicht entgleist. MedienKontor / Daniel Sager Bild in Detailansicht öffnen
Der Wüstenexpress auf dem Weg von der Wüstenstadt Zouérat an die Atlantikküste. MedienKontor / Daniel Sager Bild in Detailansicht öffnen

Die zwanzigstündige Reise ist immer wieder aufs Neue ein Abenteuer. Der Abfahrtsort Zouérat war früher ein kleines, verschlafenes Dorf. Inzwischen leben hier etwa 50.000 Menschen, viele vom Abbau des wertvollen Bodenschatzes. Hier wird Eisenerz gefördert, vor allem für europäische Stahlproduzenten. Millionen Tonnen sind es pro Jahr. Auch Sidi Mohamed lebt in Zouérat, er ist seit 28 Jahren Zugführer. Den Zug, seine Ladung und seine Passagiere sicher durch die Sahara zu steuern, liegt in seiner Verantwortung. Sonne, Sand und das schiere Gewicht der über 100 Erzwaggons sind eine enorme Belastung für die Technik.

(ESD: 22.10.2021)

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Daniel Andreas Sager