STAND
AUTOR/IN

Im ehemaligen Stellwerk III des Bahnhofs Donaueschingen hat der Verein „Eisenbahnfreunde Donaueschingen“ (EFD) sein Domizil. In den Stellwerksräumen mit einer alten Hebelbank befindet sich die Klubanlage nach Motiven des Donautals.

Hier treffen sich auch die Mitglieder zu ihren Vereinsabenden. Gemeinsam bauen sie im Untergeschoss, dem ehemaligen Spannwerksraum, eine neue Anlage. Sie hat kein konkretes Vorbild, sondern ist nach monatelanger Planung als Fantasieprodukt entstanden. Zu sehen ist bereits der Rohbau. Auf 80 % der Strecke kann aber schon gefahren werden.

Die Eisenbahnfreunde Donaueschingen haben ihren Vereinssitz im ehemaligen Stellwerk Donaueschingen 3 (Foto: SWR, Anna Neumann)
Die Eisenbahnfreunde Donaueschingen haben ihren Vereinssitz im ehemaligen Stellwerk Donaueschingen 3. Neben dem Bau und Betrieb der Modellbahnanlagen steht auch die Beschäftigung mit der Geschichte des Bahnhofs Donaueschingen auf der „Tagesordnung“ der regelmäßigen Treffen. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Im Obergeschoss des Stellwerks steht eine Hebelbank, die zwar aus einem anderen Stellwerk stammt, aber von der gleichen Bauart ist wie die originale. Auf dem Bild ist ein Teil des Verschlusskastens zu sehen. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Andreas Trappe von den Eisenbahnfreunden Donaueschingen erklärt uns an der Hebelbank, wie früher Weichen und Signale gestellt und die Fahrstraßen dann gesichert wurden. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Die Modellbahnanlage im Stellwerk Donaueschingen ist nach Motiven des Donautals gestaltet. Hier treffen auch Züge unterschiedlicher Epochen aufeinander. Es fährt, was gefällt. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Der Zug der Schwarzwaldbahn wartet im Bahnhof Hausen im Tal auf die Abfahrt. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Viele gut beobachtete Szenen und Details bereichern die Modelllandschaft. Anregungen finden die Eisenbahnfreunde auf gemeinsamen Ausflügen in die Umgebung. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Die Abstellgleise sind für die Besucher einsehbar. Neben einem großen Schattenbahnhof gibt es noch einen kleinen, viergleisigen. In ihm werden Züge, die im rechten Anlagenteil in den Tunnel fahren, geparkt. Ein anderer Zug startet und kommt kurze Zeit später aus dem Tunnel heraus. So entsteht Abwechslung beim Fahrbetrieb. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen erledigen die Modellbahnfreunde in Eigenregie. In der kleinen Lokwerkstatt kümmert sich Robert Widowitsch um eine Märklin-Dampflok. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Das Fahrzeug ist viele Stunden auf der Donautal-Anlage gefahren und bekommt nun eine gründliche Wartung. Dazu wird die Lok komplett zerlegt. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Alle Teile werden mit Reinigungsbenzin gesäubert. Hier entfernt Robert Widowitsch Staub, den das Hauptantriebsrad auf der Anlage „eingesammelt“ hat. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Wenn alle Teile gereinigt und die Motorkohlen gewechselt sind, wird das Lok-Modell wieder zusammengebaut. Da ist viel Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Auch viele Mädchen und Jungen sind bei den Eisenbahnfreunden Donaueschingen aktiv – in einer eigenen Jugendgruppe. Leila Bienert und Kalle Unterstab bauen an einem der Module, die auf Ausstellungen präsentiert werden. Von den „Großen“ ist dieses Mal Bernhard Ahrens mit dabei. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
An der Bw-Anlage kümmern sich Jonas Greitmann, Andreas Trautmann und Felix Schmidt um die Betriebsstoffe einer Dampflok, die nach getaner Arbeit in den Lokschuppen fahren soll. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Wasser, Kohl und Sand sind aufgefüllt. Die Lok fährt auf die Drehscheibe und zur wohlverdienten Nachtruhe in den Ringlokschuppen. Die jungen Vereinsmitglieder lernen an dieser Anlage alle typischen Begriffe und Arbeitsschritte in einem Bw der Dampflokzeit. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Im ehemaligen Spannwerksraum des Stellwerks Donaueschingen 3 entsteht die neue Vereins-Anlage. In Kurven wurde das Märklin-Gleis mit einer Überhöhung verlegt. Wie beim Vorbild. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Große Teile der Anlage werden im Verborgenen liegen. So ist ein sehr abwechslungsreicher Zugbetrieb möglich, da Züge verschwinden und andere wieder auftauchen. Die Spanten sind besonders stabil ausgeführt. Auf ihnen kann während der Bauphase gelaufen werden. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Zurück im Obergeschoss bei der Donautal-Anlage. Der Hintergrund wurde nach Originalfotos aus dem Donautal bei Hausen im Tal gestaltet. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen
Dieser Triebwagen fährt als Original regelmäßig am Stellwerk in Donaueschingen vorbei. „Der 3er Ringzug“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von 3 Landkreisen der Region, die hier einen S-Bahn-Verkehr eingerichtet haben. Dazu wurden auch viele ehemalige Haltepunkte wieder reaktiviert und neue geschaffen. Anna Neumann Bild in Detailansicht öffnen

In Interviews geben mehrere Protagonisten Einblicke in das Vereinsleben. Vor allem kommen auch Jugendliche zu Wort, die in einer Jugendgruppe im Verein aktiv sind. Sie bauen eigene Module und üben sich im Steuern der Modellbahn an einem Diorama eines Betriebswerkes mit Drehscheibe und Lokschuppen.

Den Modellbauern wird bei einigen Arbeiten über die Schulter geschaut und ein Mitglied des Vereins wird zu Hause besucht, wo er eine große private Modellbahnanlage hat.

Besonders interessant ist die Lage der Vereinsräume direkt an den Bahngleisen. Vom Vereinsraum im Obergeschoss können die Modellbahner den Zugverkehr rund um den Bahnhof Donaueschingen beobachten. Ihn passieren die Züge der Schwarzwaldbahn zwischen Karlsruhe und Konstanz. In Donaueschingen beginnen die Höllentalbahn nach Freiburg im Breisgau und die Bregtalbahn nach Bräunlingen. Insgesamt vier Bahnstrecken treffen und verzweigen sich hier.

(ESD: 12.02.2021)

STAND
AUTOR/IN