Folge 939 XL Mit der Waldbahn in Russlands Vergangenheit

In Russland gibt es viele Städte und Regionen, in denen vor allem eins gilt: Moskau - und damit die Verwaltungs- und Finanzzentrale - ist weit - und die Menschen vor Ort auf sich selbst angewiesen.

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Folge 939 XL Mit der Waldbahn in Russlands Vergangenheit

Das Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg - auch so beliebt wegen seiner Statuen auf dem Platz vor dem Museum. (Foto: SWR, SWR - Udrius Armanis)
Das Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg - auch so beliebt wegen seiner Statuen auf dem Platz vor dem Museum. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Für viele Besucher das eigentliche Highlight des Eisenbahnmuseums von Jekaterinburg: Die Statuen auf dem Museums-Vorplatz. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Dampfveteranen aus der Weltkriegs II-Zeit im Militärmuseum von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Dampfveteranen der russischen Eisenbahn im Museum von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Eine Orenstein & Koppel-Dampflokomotive, die 1931 gebaut wurde und im Schmalspurmuseum von Jektaerinburg auf ihre Inbetriebnahme wartet. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Russische Dampflok der Baureihe WP 4. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Weltkriegs II-Dampfveteran im Militärmuseum von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Tscherepanow-Replica im Eisenbahnmuseum von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Nachtzug der Waldbahn Alapajewsk im Bahnhof von Sankino. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Eine TU7A-3367, 2014 für die Waldbahn Alapajewsk gebaut. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Motordraisine der Waldbahn Alapajewsk. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
TU7A-336 vor der Abfahrt nach Sankino SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Ein Nachbau der Tscherepanow-Lok, der ersten in Russland gebauten Dampflokomotive im Museum von Nishni Targil. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Ein Nahverkehrszug der Serie ET 2 auf der Grenze Europa-Asien. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Elektrolok EP2K; diese Elektrolok wird im Personenfernverkehr in Russland eingesetzt. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Elektrolokomotive der Baureihe EP2K im Bahnhof von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Elektrolokomotive EP2K im Bahnhof von Jekaterinburg vor der Transsib Wladiwostok-Moskau. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Fernzug auf der Grenze Europa-Asien. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Fernzug Jekaterinburg-Moskau mit einer EP2K Elektrolok und einem Lastochka (Schwalbe") Nahverkehrszug. 1.200 Triebwagen und Waggons werden in einem Joint-Venture von Siemens und der russischen Sinara-Group am Ural gebaut. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Güterzug auf der Grenze Europa-Asien. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Rangierlok TEM18DM im Bahnhof von Jekaterinburg. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Triebwagen der Baureihe Et2. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
Schmalspur-Dampfveteran WP 4 im Wald des Museums Sverdlovsk. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
TU 4 der Waldbahn Alapajewsk. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
TU 4 im Rangier-Einsatz der Waldbahn Alapajewsk in Muratkovo. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen
TU4 der Waldbahn mit Personenanhäger in Muratkowo. SWR - Udrius Armanis Bild in Detailansicht öffnen

In Jekaterinburg stört das niemanden, denn hier orientiert man sich ohnehin nicht an Moskau, sondern an westlichen Vorbildern wie Berlin oder Paris. Hier laufen alle wichtigen Verkehrsstränge zusammen, die Transsib auf dem Weg nach Wladiwostok oder Moskau macht hier Station, der internationale Flughafen bringt Manager aus aller Welt in das Zentrum der Stahl-, Eisenbahn- und Waffenproduktion.
Knapp 150 Kilometer weiter nördlich, in Alapajewsk, ist Beginn und Ende der Waldbahn. Das größte funktionierende Schmalspurnetz Russlands wurde schon zur Zarenzeit gebaut, versorgte die Stahlindustrie am Ural mit Holz - und alle Dörfer entlang der 250 Kilometer Streckennetz mit dem, was die Menschen zum Leben brauchten. Sie tut das bis heute, denn geteerte Straßen gibt es immer noch nicht und einige Dörfer sind in dem sumpfigen Gelände überhaupt nur über den Bahndamm erreichbar. Wer die Waldbahn bis zur Endstation benutzt, ist keine 200 Kilometer Luftlinie von Jekaterinburg im 19.Jahrhundert gelandet. Moskau ist sowohl in Jekaterinburg als auch im Elf-Seelen-Dorf Kalach am Ende der Schmalspurstrecke sehr weit weg. Nur leben die Menschen in der Metropole im 21., die in Kalach unter den Bedingungen des 19.Jahrhunderts.

(ESD: 15.03.2019)

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