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Eine Fahrt auf einer der beiden noch funktionierenden Eisenbahnlinien Madagaskars von Fianarantsoa im Hochland  hinab nach Manakara an die Ostküste, in den betagten Waggons des  "Dschungelexpress" bedeutet "Madagaskar pur"...

Die Strecke führt auf einer der beiden noch funktionierenden Eisenbahnlinien Madagaskars von Fianarantsoa im Hochland  hinab nach Manakara an die Ostküste. Unzählige Male sind die Gleise von Zyklonen verwüstet und danach wieder mühevoll hergerichtet worden. Für viele Einheimische ist die Bahn die einzige Möglichkeit, von den Bergen in eine Stadt zu kommen. Deshalb ist die zweite Klasse regelmäßig überfüllt, wenn sich die alte Diesellok auf den rund 14 Stunden langen Weg macht, dreimal die Woche an die Küste hinab, dreimal die Woche ins Hochland hinauf.

Folge 822 XL Mit dem Zug durch Madagaskar

Lokbesetzung in Madagaskar (Foto: SWR, Susanne Mayer-Hagmann)
Lokbesetzung“ in Madagaskar Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Der FCE-Zug auf seinem Weg vom Hochland zur Ostküste Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Jeder auf seiner Spur: die Zebus und die Micheline in Madagaskar Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Bestaunt und bewundert: die Micheline auf Tour Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Die Micheline der FCE in Fiaranatsoa Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Ein grüner Lindwurm schlängelt sich durch den Dschungel Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Herausgeputzt, aber ohne Gleise: die weisse Micheline der Madarail Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen
Auf Gummireifen unterwegs: die Micheline Susanne Mayer-Hagmann Bild in Detailansicht öffnen

Eine Fahrt in den betagten Waggons des "Dschungelexpress" bedeutet "Madagaskar pur". Es geht vorbei an den einzigen Teeplantagen der Insel, am See Sahambavy, einem Wochenendziel der reicheren Bergbewohner, vorbei an unzähligen Reisterrassen und Wasserfällen. Der Zug fährt entlang des Flusses Faraony und ermöglicht faszinierende Panoramablicke auf den Regenwald.

Die Bahnlinie wurde während der französischen Kolonialzeit erbaut und gilt aufgrund ihrer schwierigen Trassenführung als bautechnische Meisterleistung. 10 Jahre dauerte der Bau der  163 km langen Strecke mit unzähligen Tunneln und Brücken. Er forderte das Leben von über 1000 Arbeitern.

Auf dem filmischen Reiseplan steht auch eine Fahrt mit der Micheline, einem historischen Triebwagen, der noch mit Gummireifen auf den Schienen fährt.

(ESD arte: 08.01.2014)

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