Folge 779 

Mit dem Zug zum letzten Winkel der Welt

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Die Chilenen sind sehr stolz auf ihre Eisenbahn. Unsere Reise führt durch die Ebene zwischen Küstenkordillere und Anden.

"Ultimo rincón del mundo", letzter Winkel der Welt, so nennen die Chilenen ihr Land. Sie sind sehr stolz auf ihre Eisenbahn, auch, weil ihr berühmter Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda Sohn eines Eisenbahners war.

Mit dem Zug durch Chile (Foto: SWR)
Der alte Bahnhof von Santiago de Chile. Heute ist er stillgelegt. Bis in die 80er Jahre fuhren hier noch die Züge ein und aus. Er ist aber immer noch sehr bekannt, vor allem durch den Literaturpreisträger Pablo Neruda. Er widmete dem Bahnhof sogar ein Gedicht. Bild in Detailansicht öffnen
Von dem Berg San Cristóbal aus hat man einen schönen Blick auf Santiago de Chile. Bild in Detailansicht öffnen
In Santiago gibt es das Freiluft-Eisenbahn-Museum im Parque Quinta Normal. Es erinnert an die früheren Zeiten. In der Metropole vermittelt der Park eine überaus entspannende Ruhe. Bild in Detailansicht öffnen
Unser Team beim Dreh vor der imposanten Kulisse. Bild in Detailansicht öffnen
Das Freilicht-Museum lädt zum Staunen und Verweilen ein. Hier eine alte 709, liebevoll gepflegt. Bild in Detailansicht öffnen
Der Eingang zum heutigen Bahnhof "Estacion Central", der einzige funktionsfähige Hauptbahnhof der Hauptstadt. Bild in Detailansicht öffnen
Der Hauptbahnhof ist ein beliebter Treffpunkt der Einwohner. Hier kann Mann oder Frau Dinge erledigen, die in einem europäischen Bahnhof eher unüblich sind. Bild in Detailansicht öffnen
Hier in Temuco begann der ‘Provinzler von Welt’”, wie sich Pablo Neruda selbst nannte, seine “große dichterische und physische Fahrt.” Bild in Detailansicht öffnen
Für Neruda war der Eisenbahner ein “Seemann an Land”. Bild in Detailansicht öffnen
Mit dem Zug 602 fahren wir pünktlich los. Die Fahrt geht von Santiago 250 km bis nach Talca. Bild in Detailansicht öffnen
Die Chilenen nennen ihr Land „Ultimo rincón del mundo“, letzter Winkel der Welt. Bild in Detailansicht öffnen
Beinahe 140 Jahre schon fahren Züge durch diese herrliche Landschaft. Bild in Detailansicht öffnen
Mit Tempo 140 fährt der Zug durch dicht besiedeltes Gebiet. Bild in Detailansicht öffnen
Im wohl klimatisierten Zug führt die Strecke durch das wichtigste Anbaugebiet Chiles. Bild in Detailansicht öffnen
Für viele ist der Ramal, die Nebenbahn, die schönste Strecke Chiles überhaupt. Bild in Detailansicht öffnen
Der Bahnhof von Talca. Immer entlang der Panamericana erreichen wir bald Talca, den Endpunkt unserer Reise im Schnellzug etwa 250 Kilometer südlich von Santiago. Der Bahnhof von Talca wurde beim Erdbeben im Februar 2010 stark beschädigt. Unklar ist, ob er abgerissen oder als Kulturerbe belassen werden soll. Bild in Detailansicht öffnen

Sogar ein Eisenbahnmuseum ist nach ihm benannt. Von Santiago de Chiles mit einem sagenhaften Blick vom Hausberg der Metropole, Santiago aus führt die Reise durch die Ebene zwischen Küstenkordillere und Anden.

In Rancagua, neunzig Kilometer von der Hauptstadt entfernt, zweigte einst eine Bahn zur Bergarbeiterstadt Sewell ab. Hoch in den Bergen lebten bis in die 70er Jahre 15.000 Menschen. Wegen der schwierigen Versorgung wurden sie später umgesiedelt. Sewell wurde zur Geisterstadt, die man 2006 zum UNESCO-Welterbe ernannt hat.

(ESD: 19.01.2013)

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