Folge 509

Dampfwolken über dem Semmering

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Die Reise-Reportage zeigt ein wohl einmaliges Dampf-Abenteuer im herbstlichen Österreich:

Dampf aller Orten (Foto: SWR)
Parallelfahrten und Überholungen, ganz nach dem Herzen der Dampfroß-Liebhaber

Gleich zwei Sonderzüge standen in Wien bereit. Der Eisenbahn-Romantik-Express, gezogen von der 01 509 der Ulmer Eisenbahnfreunde, und ein Sonderzug der Brenner & Brenner-Dampflokbetriebs-Gesellschaft, die 2003 ihr 20-jähriges Bestehen feierte. Diese Fahrt geht wohl in die Bahngeschichte ein: Zwei dampfbespannte Züge jagten die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Semmeringstrecke hinauf – gezogen von insgesamt vier Dampflokomotiven. Eine Dampfdelikatesse der besonderen Art.

UEF Lok 01 509 (Foto: SWR)
Zuerst wollen wir die Dampflokomotive vorstellen, die unseren Sonderzug auf der ganzen Sonderfahrt gezogen hat: Die Schnellzuglok 01 509 mit Doppeltender der Ulmer Eisenbahnfreunde. Achsfolge 2'C'1, Baujahr 1935, Hersteller Krupp, Länge über Puffer 24,33 m, Dienstgewicht 171 t, Leistung 2500 PS, Geschwindigkeit 130 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Vorspannlok von St. Pölten bis Wien: Dampflok 50.1171. Achsfolge 1'E, Baujahr 1942, Hersteller Skoda, Länge über Puffer 22,9 m, Dienstgewicht 145,6 t, Leistung 1625 PS, Geschwindigkeit 80 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Zuglok im Gesamtlauf Wien–Puchberg am Schneeberg und zurück: Dampflok 77.250. Achsfolge 2C'1, Baujahr 1927, Hersteller Krauss, Länge über Puffer 13,32 m, Dienstgewicht 83,8 t, Leistung 985 PS, Geschwindigkeit 90 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Vorspannlok von Wiener Neustadt bis Puchberg am Schneeberg und zurück bis Wien: Dampflok 93.1420. Achsfolge 1D'1, Baujahr 1928, Hersteller Florisdorf, Länge über Puffer 11,96 m, Dienstgewicht 66,5 t, Leistung 783 PS, Geschwindigkeit 60 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Schneebergbahn Dampflok999.02 "Klosterwappen". Die NÖSBB hat sechs solcher Lokomotiven. Bauart B1n2zt, Baujahr 1896–1900, Hersteller Krauss, Gesamtlänge 5,5 m, Dienstgewicht 18 t, Zylinderdurchmesser 320 mm, Kolbenhub 600 mm, Dampfspannung 14 bar, Gesamtheizfläche 39,8 qm, Wasservorrat 1.200 kg, Kühlwasservorrat 300 kg, Anzahl der Siederohre 150, Höchstgeschwindigkeit 12 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Wir begegnen auch dem modernen "Salamander"-Triebwagen. Davon gibt es bei der Schneebergbahn drei Garnituren. Bauart Dieselhydraulik, Baujahr 1999, Hersteller Waagner-Biro, Hunslet-Barclay, Swoboda, Gesamtlänge 30,42 m, Gesamtgewicht 41,25 t, Gewicht des Triebkopfes 15,25 t, Motorleistung 544 kw, Höchstdrehzahl 1.800 U/min, Höchstgeschwindigkeit 15 km/h, Sitzplatzkapazität 115 Personen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Semmering-Strecke befahren wir mit zwei Sonderzügen. Zug I wird gezogen von der Zuglok 01 509 mit Vorspannlok 919.138. Achsfolge 1D'1, Baujahr 1949, Hersteller Cegielski, Länge über Puffer 24,6 m, Dienstgewicht 174,6 t, Leistung 1800 PS, Geschwindigkeit 110 km/h. Bild in Detailansicht öffnen

Am Tag davor sind wir mit der historischen Schneebergbahn eine Stunde und 20 Minuten auf den 1.795 m hohen Hochschneeberg gefahren. Franz Grillparzer hat ihn ehrfurchtsvoll "König der norischen Alpen" genannt. Auch wir haben uns von seiner natürlichen Schönheit faszinieren lassen.

509 In der Wagen der historischen Schneebergbahn (Foto: SWR)
In der Wagen der historischen Schneebergbahn: Dicht aneinander gedrückt ruckeln und zuckeln wir bergan. Manch einem fallen die Augen zu. Bild in Detailansicht öffnen
Beim Zwischenhalt an der Jausenstation Baumgartner sind alle wieder munter. Gibt es hier doch frischgebackene Buchteln. Ganz oben auf dem Berg sieht man als kleines weißes Pünktchen, die Kapelle. Dahinauf wollen wir. Bild in Detailansicht öffnen
NÖSBB Lok Maxriegel: Weiter gehts. Im Bild die Lok "Maxriegel". Bild in Detailansicht öffnen
Nach einer maximalen Steigung vom 20 %, einer Höhendifferenz von 1.218 Metern, einer Streckenlänge vom 9.800 Metern und einer Fahrzeit von 1,5 Stunden erklimmen wir den Gipfel des Hochschneeberges. Bild in Detailansicht öffnen
Hochschneeberg mit Berghaus: Ganz hinten sehen wir das Berghaus-Hotel. Bild in Detailansicht öffnen
Hinter dem Berghaus kann man die Niederösterreichischen Kalkalpen genauer betrachten. Bild in Detailansicht öffnen
Doch zurück zu dem kleinen weißen Pünktchen, das man von der Jausenstation sehen konnte. Die Kaiserin Elisabeth Gedächtniskirche. Bild in Detailansicht öffnen
In der Sisi-Kapelle: 1902 betete Kaiser Franz Josef an diesem Ort. Bild in Detailansicht öffnen
Das Kuppeldach der Kapelle. Bild in Detailansicht öffnen
Blick hinunter zur Kapelle: Wer wollte, konnte noch einen Rundweg um den Gipfel erklimmen. Bild in Detailansicht öffnen
Das Berghaus vom Rundweg aus betrachtet. Bild in Detailansicht öffnen
An der Bergstation begegnet uns noch ein moderner "Salamander". Bild in Detailansicht öffnen
Rückfahrt nach Puchberg: Das Wetter hat sich eingetrübt. Wir fahren wieder zurück zur Talstation. Bild in Detailansicht öffnen

Parallelfahrten und Überholungen, ganz nach dem Herzen der Dampfroß-Liebhaber

HINWEIS:
Keine Rechte / Onlinerechte vorhanden – daher ist hier kein Film abrufbar!

(ESD: 30.11.2003)

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