Mit dem Zug durchs Weserland (ESD: arte 11.07.2008)

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Deutschlands erste Museumsbahn wurde 1964 im niedersächsischen Bruchhausen-Vilsen gegründet, auf Teilen des ehemaligen Schienennetzes der Kleinbahn Hoya-Syke-Asendorf südlich von Bremen.

Auf rund acht Kilometer Strecke durch die idyllische Landschaft der Wildeshauser Geest zwischen Bruchhausen-Vilsen und Asendorf zeigen die Mitglieder des Deutschen Eisenbahn-Vereins ihren Besuchern, wie es früher einmal auf einer Kleinbahn im ländlichen Raum zugegangen ist.

Triebwagen (Foto: SWR, SWR - Susanne Mayer-Hagmann)
Triebwagen SWR - Susanne Mayer-Hagmann

Der Verein hat es geschafft, Original-Fahrzeuge und Wagen aus den Kleinbahn-Zeiten zusammen zu tragen, zu restaurieren und einen perfekt funktionierenden Bahnbetrieb zu führen – mit Dampf- und Dieselloks und Triebwagen.

Auf ihrer Reise zurück in die Vergangenheit lernen die Passagiere nicht nur die Bahnlinie und ihre Umgebung kennen, sie machen auch Bekanntschaft mit den Museums-Eisenbahnern in den Zügen, in den einzelnen Bahnstationen, im Lokschuppen und in der Werkstatt: eine engagierte Gruppe, die teilweise schon von Beginn an hier ihre Freizeit verbringen.

Von Mai bis Oktober herrscht hier Wochenend- und Feiertagsverkehr nach allen Regeln der Kunst. Um Pfingsten herum gibt es jedoch eine besondere Attraktion. In den Birkenwäldchen um Bruchhausen-Vilsen singen nicht nur die Vögel, auch der Männer-Gesangsverein "Orpheus" ist per Dampfzug unterwegs.

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