Folge 499 Schienenkreuz im Glaspalast

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Eine Momentaufnahme über die Bauarbeiten am Lehrter Bahnhof. Von der mit Grundwasser gefüllten Baugrube bis zum fertigen Dach begleitet der Film die Arbeiten an der noch unfertigen Station.

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Mehr als 1.000 Züge sollen hier täglich halt machen, fast eine viertel Million Menschen dabei ein-, aus- und umsteigen. So das Konzept für den einzigen ICE-Kreuzungsbahnhof Deutschlands.

Der Lehrter Bahnhof, eine Station der Zukunft mit Vergangenheit: Ende des 19. Jahrhunderts am Spreebogen als einer der großen Sackbahnhöfe der Stadt erbaut, benannt nach dem niedersächsischen Ort Lehrte. Von hier aus fuhren die Berliner an die Strände von Nord- und Ostsee.

Das ursprüngliche Gebäude wurde im Krieg beschädigt und in den 50er Jahren gesprengt. Seit 1995 sind Ingenieure und Bauarbeiter damit beschäftigt, den neuen Lehrter Bahnhof zu bauen – einen Glaspalast mit 53 Rolltreppen und sechs gläsernen Aufzügen. Riesige Betonbrücken wurden über den Humboldthafen errichtet. Sie bilden den oberen Teil der Station.

Die untere Bahnhofshalle ist Anfangs- und Endpunkt des neuen über drei Kilometer langen Nord-Südtunnels. Das alles sind technische Meisterleistungen, die es in der Form noch nicht gab. 15 Meter hohe Stahlstützen mussten eigens entwickelt werden, damit auch die untere Bahnsteig-Halle durch Tageslicht beleuchtet wird. 65 Meter breit ist die obere Halle, frei tragend, gehalten nur durch mächtige Stahlseile.

Von der mit Grundwasser gefüllten Baugrube bis zum fertigen Dach begleitet der Film die Arbeiten an der Station. Bauarbeiter und Messingenieure werden beobachtet, die das Gebäude mit der komplizierten Statik überwachen. Die Entstehung des Glasdaches und die Belastungsprüfung der Brücken werden dokumentiert.
Schließlich rollen die ersten Züge durch den Bahnhof.

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