betrifft Können Tiere Menschen heilen?

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Es gibt Hunde, die Menschen vor Herzattacken, epileptischen Anfällen oder Unterzuckerung warnen und im Krisenfall Leben retten können. Auch als Co-Therapeuten kommen Tiere als emotionale Türöffner, natürliches Anti-Stress-Mittel oder als Lehrer für soziale Kompetenzen zum Einsatz. Die Dokumentation zeigt Betroffene und ihre tierischen Assistenten. Sie thematisiert auch die Schattenseiten des Booms: Bundesweit gibt es keine gesetzlichen Qualitätsstandards für die Ausbildung tiergestützter Arbeit.

"Können Tiere Menschen heilen? Tierische Assistenten stehen zur Seite

Die kleine Bulldogge Barney wird an der Seite seines Besitzers Mathis Dorn zum Diabetiker-Warnhund ausgebildet. Rechts im Bild: Nicole Dorn. (Foto: © SWR/docstation -)
Die kleine Bulldogge Barney wird an der Seite seines Besitzers Mathis Dorn zum Diabetiker-Warnhund ausgebildet. Rechts im Bild: Nicole Dorn. © SWR/docstation - Bild in Detailansicht öffnen
Der Bahnhof ist ein wunderbares Trainingsgelände für die junge Assistenzhündin Fidelia. © SWR/docstation - Bild in Detailansicht öffnen
Die Bergamasker Hirtenhündin Fidelia soll nach ihrer zweijährigen Ausbildung die an Morbus Menière erkrankte Caissa Fidelia vor starken Schwindelattacken rechtzeitig warnen. © SWR/docstation - Bild in Detailansicht öffnen
Über 80 Haus- und Nutztiere leben auf dem Hof des Instituts für Soziales Lernen mit Tieren" in Lindwedel. © SWR/docstation - Bild in Detailansicht öffnen
Barney wird nach seiner abgeschlossenen Ausbildung als Diabetiker-Warnhund nicht die technischen Hilfsmittel ersetzen, aber sinnvoll ergänzen können. © SWR/docstation - Bild in Detailansicht öffnen


Barneys Stupsen warnt vor Über- und Unterzucker
Die kleine Bulldogge Barney, gerade mal ein halbes Jahr alt, wird an der Seite ihres Besitzers Mathis D. zum Diabetiker-Warnhund ausgebildet. Der 38-jährige Hamburger leidet seit einigen Jahren an Diabetes Typ 1. Barney soll lernen, eine Über- und Unterzuckerung zu riechen und rechtzeitig durch beharrliches Stupsen anzuzeigen. Neun Monate lang begleitet "betrifft" Barney und sein Herrchen bei der Ausbildung. Trainiert werden Mensch und Hund von Michaela Ristau, die sich mit dem Verein "Dogs with Jobs" auch für einheitliche Prüfungskriterien und Qualitätsstandards bei der Ausbildung von Assistenzhunden einsetzt.
In Marbach am Neckar, nördlich von Stuttgart, leben Caissa E. und ihre Hündin Fidelia. Caissa E. leidet an Morbus Menière, einer seltenen Erkrankung, die mit heftigen Schwindelattacken und Übelkeit einhergeht. Gemeinsam mit einer Hundetrainerin hat die 57-Jährige vor vielen Jahren den bundesweit ersten Assistenzhund für Morbus Menière ausgebildet. Ihre neue Bergamasker-Hirtenhündin Fidelia soll lernen, die Attacken anzuzeigen, Medikamente zu bringen, den Notfallknopf zu drücken und Caissa E. bei Schwindelanfällen zu stützen. Viel Training, Geduld und gute Anleitung sind die Voraussetzungen dafür.

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