Geschmacksprobe

Welche Aufback-Brezeln schmecken am besten?

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Wer Oktoberfeststimmung haben möchte, ohne nach München zu reisen, der veranstaltet sein eigenes blau-weißes Fest im Garten oder Party-Keller. Wichtig dabei neben Dirndl, Lederhosen und Bier: ofenwarme Laugenbrezeln. Das Gebäck gibt es mittlerweile tiefgekühlt im Supermarkt und Discunter zu kaufen. Doch schmeckt die Aufbackware wirklich und zaubert sie Oktoberfeststimmung auch in den Rest der Republik? Zwei Testteams machten für uns die Probe.

Testprodukte:

  • Gut & Günstig (Edeka), 10 Laugen-Brezeln, 868g/ca. 1,49 Euro
  • Grafschafter (Lidl), 10 Laugen-Brezeln, 870g/ca. 1,39 Euro
  • Ditsch, 6 Laugenbrezeln, 620g/ca. 2,45 Euro
  • Rewe Beste Wahl, 8 Laugenbrezeln, 770g/ca. 1,49 Euro
  • Goldähren (Aldi), 10 Laugenbrezeln, 868g/ca. 1,49 Euro

Die Tester

  • Matthias Ludwigs, Patissier der Spitzenklasse und Chef des Kölner Cafés „Törtchen Törtchen“. Er testet zusammen mit seiner Produktionsleiterin, der Konditorin Laura Ryll.
  • Zweite Testgruppe: die Bayerinnen Monika Neuhausen (Chiemgau) und Stephanie Lück (Rosenheim) mit langer Brezeln-Erfahrung.

Die Testmethode

Bei unserer Geschmacksprobe handelt es sich um eine Blindverkostung.

Die Testergebnisse

Laugenbrezeln von Gut & Günstig (Edeka)

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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Schöne Form mit aufgebrochener Kruste - optisch kommt diese Brezel gut bei unseren Testern an. Auch der Geruch stimmt. Aber die Konsistenz passt nicht: zu trocken. „Sie schmeckt ein bisschen wie eine Salzstange“, beschwert sich Stephanie Lück. Der Geschmack sei „recht laff und nichtssagend“, ergänzt Matthias Ludwigs.

 

Laugenbrezeln von Grafschafter (Lidl)

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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Goldbraune Farbe und ein schöner Glanz – das ist das erste, was unsere Tester feststellen. Diesmal sind unsere Tester auch mit der Konsistenz einverstanden: „Die gefällt mir vom Knack-Effekt besser“, freut sich Monika Neuhausen. „man merkt, dass der obere Teil krosser gebacken ist“, erklärt Konditorin Laura Ryll. „Farbe schön, Struktur schön, Geschmack wirklich fein, nichts stört, nichts ist zu wenig, also die ist sehr gut“, fasst der Spitzenpatissier zusammen.

 

Laugenbrezeln von Ditsch

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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Optisch die schönste – da sind sich unsere Tester schnell einig. Form, Farbe und Glanz stimmen, aber schon der schwache Knack-Effekt lässt die Bayerinnen leicht zweifeln.

„Ein bisschen langweilig“ findet Monika Neuhausen den Geschmack. „Eher eine Dekorations-Brezel“ fasst Stephanie Lück zusammen.

„Vom Mundgefühl gut, vom Geschmack her fein, ich finde es könnte noch einen Ticken mehr laugig sein“, analysiert Matthias Ludwigs sein Probier-Erlebnis.

 

Laugenbrezeln von Rewe Beste Wahl

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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Unsere Tester entdecken auf den Brezeln eine eigenartige Musterung: „Sieht aus, als hätte die Leberflecken“, beschreibt die Rosenheimerin die Optik der Brezel.

Immerhin, die Konsistenz stimmt: „Sie ist außen knusprig, innen weich“ erläutert Monika Neuhausen. „Geschmacklich passts“, ergänzt sie.

Anderer Meinung ist der Spitzenpatissier: Er vermisst den Laugengeschmack.

 

Brezeln von Goldähren (Aldi)

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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Farbe und Knack-Effekt überzeugen, allerdings entwickelt sich die Brezeln zur Gummi-Masse im Mund, meinen unsere Tester. „Die ist weich, die ist soft, man muss ein bisschen länger drauf rumkauen“ erklärt der Chef von „Törtchen Törtchen“. Für die Bayerinnen fällt diese Brezel geschmacklich durch.

 

Der Testsieger

Klarer Favorit unserer Tester sind die Brezeln von Grafschafter (Lidl). „Es hat alles gestimmt: Die Farbe, die Form, der Geschmack – das war einfach eine richtige Brezel“, bilanziert der Spitzenpatissier.

Aufback-Brezeln (Foto: WDR, WDR -)
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SWR Fernsehen