Regentropfen auf Blatt (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)

Rhabarberblättersud, Muschelkalk und Co.

Was hilft gegen Braunfäule und Schnecken?

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Die vergangenen Wochen waren in vielen Teilen Deutschlands sehr nass. Regen und Gewitter sorgten für Schäden - auch im Garten. Die Schnecken freuts, die Pflanzen weniger. Wir sagen Ihnen, was Sie jetzt tun können.

Regen, Wind und Hagel haben vielen Pflanzen und Bäumen zugesetzt. Sträucher wurden umgeknickt, Äste abgebrochen, Obst angeschlagen. Sie sind dadurch besonders anfällig für Pilzerkrankungen wie Braunfäule bei Tomaten und Kartoffeln, Rosenrost bei den Rosen und Schorfpilz bei den Äpfeln.

Hilfe gegen Feuchtigkeit und Braunfäule

Gegen die Feuchtigkeit auf den Blättern hilft bei den Obstbäumen ein Sommerschnitt, der dafür sorgt, dass Wind zwischendurch fegt und die Blätter so abtrocknet.

Auch bei Tomaten sollte man darauf achten, dass sie Luft bekommen und so besser trocknen können.

Vorbeugend gegen die Braunfäule kann man einmal pro Woche einen Rhabarberblättersud auf die Blätter spritzen, aber höchstens sieben Wochen lang.

Das Rezept für den Rhabarberblättersud:

Wie werde ich Schnecken los?

Spanische Wegschnecke oder Nacktschnecke (Foto: dpa Bildfunk, dpa Bildfunk -)
Unliebsame Gartengäste: Spanische Wegschnecken oder auch Nacktschnecken genannt. dpa Bildfunk -

Der viele Regen war natürlich ideal für Schnecken, vor allem für die spanische Wegschnecke, die normalerweise für den Großteil der Fressschäden im Garten verantwortlich zeichnet.

Gegen die Schnecken hilft vor allem Absammeln: Ein paar Gurkenscheiben abseits hinlegen, daneben ein angefeuchtetes Holzbrettchen, dann kann man am Morgen die Schnecken unter dem Holzbrettchen absammeln und wegbringen in den Wald.

Mit Wurmfarnblättern, Muschelkalk und Sand Schnecken fernhalten

Zusätzlich sollte man Wurmfarnblätter zwischen die Salate legen, das mögen die Schnecken nicht. Auch ausgestreuter Muschelkalk oder scharfkantiger Sand hilft, da die Schnecken da nicht gerne drüber kriechen wollen..

Und die Schnecken haben auch natürliche Feinde: Tigerschnegel, die geschützte Weinbergschnecke sowie Igel, Kröte und Blindschleiche:

Weinbergschnecke (Foto: SWR, SWR  - Nick Schader)
SWR - Nick Schader Bild in Detailansicht öffnen
Der Tigerschnegel oder auch Tigernacktschnecke mag vor allem die Eier der Nacktschnecke, aber auch anderer Schneckenarten, die Hobbygärtnern ein Ärgernis sind. Der 10 bis 20 Zentimeter langer Tigerschnegel sollte deshalb in Gemüsegärten ein gern gesehener Gast sein. Andreas Eichler, Wikipedia Commons - Bild in Detailansicht öffnen
Foto: Colourbox.de - Bild in Detailansicht öffnen

Experte im Studio: Gärtnermeister René Wadas

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SWR Fernsehen