Praxistest

Waffeleisen für belgische Waffeln

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Innen weich, außen knusprig mit goldbrauner Kruste – so soll die belgische Waffel aussehen. Wer nicht bis zum nächsten Weihnachtsmarkt warten möchte, kann die rechteckigen, dicken Waffeln auch selber backen. Wir haben die passenden Waffeleisen getestet und festgestellt, dass das nicht mit jedem klappt.

Waffeleisen belgischer Art im Test

  • Steba, WE 20 Volcano Waffeleisen, ca. 42 Euro
  • Clatronic, WA 3606 Waffelautomat, ca. 29 Euro
  • Domo, DO9043W Waffeleisen, ca. 98 Euro
  • Cloer, 1445 Brüsseler Waffelautomat, ca. 79 Euro

Die Tester

  • Bäckermeister Lars Wickenburg
  • Restaurantkritiker Carsten Henn
  • Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas

Die Testergebnisse

WE 20 Volcano Waffeleisen von Steba

Waffeleisen (Foto: WDR, WDR -)
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Dieses Waffeleisen wartet nicht nur mit einem Trichteraufsatz zum Einfüllen des Teigs auf, es macht obendrein noch seinem Namen „Volcano“ alle Ehren. Die Eisenplatten sind nicht eben, sondern laufen wie ein Vulkan spitz nach oben zusammen. Durch dieses Gefälle soll sich der von oben durch den Trichter kommende Teig gleichmäßig im Waffeleisen verteilen. Doch in unserem Praxistest funktioniert das nicht. Abgesehen vom Loch in der Mitte sieht die Waffel eher wie eine Kraterlandschaft aus. Bäckermeister Lars Wickenburg: „Hier sind Löcher, die werden total trocken und dunkel und hier ist es dick, da fällt es zusammen. Ganz ehrlich, das ist eine Fehlkonstruktion.“

WA 3606 Waffelautomat von Clatronic

Waffeleisen (Foto: WDR, WDR -)
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Der Waffelautomat von Clatronic hat zwei ebene Platten. Allerdings lässt die Bedienungsanleitung unsere Tester im Stich. Weder Backtemperatur noch Teigmenge werden angegeben. Noch schlimmer: das Gerät steht instabil. Als Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas das Gerät an den Griffen vorne zudrückt -  wie es die Anleitung empfiehlt – kommt das heiße Eisen hinten hoch. „Verletzungsgefahr“, warnt Tanas. Weitere Gefahrenquelle: „Genau an der Stelle, wo man es öffnen muss, kommt der heiße Dampf raus“, beschwert sich Restaurantkritiker Carsten Henn. Auch das Ergebnis überzeugt unsere Tester nicht: Die Waffeln seien sehr ungleichmäßig gebacken.

DO9043W Waffeleisen von Domo

Waffeleisen (Foto: WDR, WDR -)
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Der belgische Hersteller hat den Ruf die „Nummer 1 in Belgien“ zu sein. Auf den ersten Blick wirkt das Eisen hochwertig und scheint voller Technik zu stecken -

die Platten rotieren automatisch, damit die Waffeln besonders locker werden und eine gleichmäßige Bräune erreichen. Doch ausgerechnet diese Technik versagt in unserem Praxistest: nach Abschluss des Backvorgangs sollen die Platten eigentlich wieder in die Ausgangsposition rotieren – hierbei bleiben sie aber öfters stecken. Das Waffelergebnis sei zwar „ganz gut“, erklärt Bäckermeister Wickenburg, „aber das bringt alles nichts, wenn das Ding nicht einwandfrei funktioniert.“

Brüsseler Waffelautomat 1445 von Cloer

Waffeleisen (Foto: WDR, WDR -)
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Dieses Waffeleisen hat eine Backampel, die von rot auf grün springt, wenn die Waffeln fertig sind. Zudem erklärt die Bedienungsanleitung die Bräunungsgrade der Waffeln bei den verschiedenen Einstellstufen. Davon sind unsere Tester begeistert und auch das Ergebnis überzeugt sie. Die Waffeln sind gleichmäßig gebräunt und haben „außen eine schöne Kruste und sind innen super fluffig“, so Ernährungswissenschaftlerin Anja Tanas.

Der Testsieger

Eindeutiger Favorit unserer Tester ist das Brüsseler Waffeleisen von Cloer. Es sei robust und solide gebaut, einfach zu bedienen und mit Hilfe der Backampel gelingen leckere, goldbraune Waffeln, so unsere Tester. 

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SWR Fernsehen