Geschmacksprobe

Pflaumenmus

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Pflaumenmus bringt Abwechslung auf den Frühstückstisch und ist mal eine Alternative zu Marmelade, Honig und Co. Doch welches Mus aus dem Supermarkt schmeckt am besten? Unsere Tester haben sich durchprobiert.

Pflaumenmus in der Geschmacksprobe

  • Mühlhäuser, Thüringer Pflaumenmus, 450g/ca. 1,79 Euro
  • Grashoff, Pflaumenmus, 250g/ca. 3,99 Euro
  • Alnatura, Pflaumenmus, 450g/2,99 Euro
  • Schwartau, Holsteiner Pflaumenmus, 330g/2,09 Euro
  • Zentis, Aachener Pflümli, 350g/ca. 1,99 Euro

Die Tester

Das Profi-Testteam bilden Patissier Matthias Ludwigs und Backstubenleiterin Birgit Knauß vom Café Törtchen Törtchen

Das Hobby-Testteam sind die Freundinnen Gina und Lisa

Der Testaufbau

Bei unserer Geschmacksprobe handelt es sich um eine Blindverkostung.

Die Bewertungen

Thüringer Pflaumenmus von Mühlhäuser

Das Thüringer Mus ist dunkler, was dafür spricht, dass die Pflaumen angeröstet wurden. Für Birgit Knauß und Matthias Ludwigs ein gutes Zeichen. Das Mus sei stark eingekocht worden – es sei dickflüssig und „enthält nicht mehr so viel Wasser“, erklärt Patissier Matthias Ludwigs. „Fruchtig, cremig, nicht zu süß“ – das Urteil der Profis fällt positiv aus. Auch die Freundinnen loben das Mus: Sehr fruchtig, die Pflaume schmecke man auf jeden Fall durch, freut sich Gina.

Zutaten: Pflaumen*, Zucker, Gewürze. (*Hergestellt aus 220g Früchten je 100g.)

Pflaumenmus von Grashoff

Dieses Mus ist nicht komplett püriert, man erkennt die Pflaumenstücke. „Ich finde das gut, da weiß ich, da ist auch Frucht drin“, findet Backstubenleiterin Birgit Knauß. „Im Mund ist es ein frischerer Pflaumengeschmack, das ist lecker, aber ich erwarte was anderes: Ich will dieses länger Gekochte, Intensive, Geröstete und das fehlt mir hier“, beschreibt Patissier Matthias Ludwigs. Die Freundinnen hingegen schätzen den frischen Geschmack.

Zutaten: Pflaumen*, Zucker, Glukose-Fruktose-Sirup, Geliermittel: Pektin, Farbstoff: Ammoniak-Zuckerkulör, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Gewürze. (*Hergestellt aus 140g Früchten je 100g.)
Kann Kerne und Teile von Kernen enthalten.

Pflaumenmus von Alnatura

Dieses Mus stellt unsere Tester vor ein Rätsel: Alle sind sich einig, dass es fruchtig schmecke, aber wonach genau? Die Antworten reichen von „Erdbeermarmelade“ über „Pfirsich“ bis zu „Apfel“. „Schmeckt halt nach Zucker und irgendeiner Frucht“, erläutert Gina achselzuckend. „Als Pflaumenmus geht das nicht durch“, fasst Patissier Matthias Ludwigs zusammen.

Zutaten: Pflaumen*, Rohrrohzucker, Zitronensaftkonzentrat (alles aus biologischer Landwirtschaft). (*Hergestellt aus 200g Früchten je 100g.)
Kann vereinzelt Kernbestandteile enthalten.

Holsteiner Pflaumenmus von Schwartau
Das Holsteiner Mus „ist enorm stückig“, fällt Patissier Matthias Ludwigs sofort auf. „Ich schmecke die Pflaume, die Stückchen vor allem – super“, freut sich Gina. Den Profis kommt hier ein Vanillegeschmack zu sehr durch. Die beiden Freundinnen jedoch loben das Mus durchweg: „Angenehmer Pflaumengeschmack, nicht zu zuckrig, nicht zu süß, echt lecker.“

Zutaten: Pflaumen*, Zucker, Farbstoff einfaches Zuckerkulör, Zitronensaftkonzentrat, Geliermittel Pektin (aus Früchten), Gewürzmischung, Vanille. (*Hergestellt aus 140g Früchten je 100g.)
Trotz größter Sorgfalt können vereinzelt Obststeine enthalten sein.

Aachener Pflümli von Zentis
„Fruchtig ist es und auch säuerlich“, eröffnen die Profis. „Wahrscheinlich das klebrigste von allen“, meint Lisa und Gina ergänzt: „Zuckrig. Sehr zuckrig“. „Ich finde das total lecker, es hat nur mit Pflaumenmus nichts zu tun“, bilanziert Patissier Matthias Ludwigs schmunzelnd.

Zutaten: Pflaumen*, Zucker, Karamellzuckersirup, Geliermittel Pektin, Säuerungsmittel Citronensäure, Gewürze.
(*Hergestellt aus 140g Früchten je 100g.)

Der Testsieger

Bei den Profis liegt das Pflaumenmus von Mühlhäuser vorne: „Da stimmt alles“, erklärt Patissier Matthias Ludwigs. Auf der einen Seite die „schön sämige Konsistenz“, auf der anderen Seite durch das lange Einkochen der intensive Geschmack nach Pflaume. Favorit der Freundinnen ist das Mus von Schwartau: „Das ist superfruchtig, nicht zu süß und schmeckt für mich wie von Oma gekocht“, fasst Gina zusammen.

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SWR Fernsehen