Wie erkenne ich guten Fisch?

5 Tipps für den Fischkauf

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Fisch ist lecker und gesund. Aber die Auswahl ist groß und nicht jeder Fisch ist aus gesundheitlicher und ökologischer Sicht die beste Wahl. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie beim Fischkauf achten können!

1. Frischen Fisch erkennen

Wenn Sie Fisch von der Frischetheke kaufen, achten Sie darauf, dass er klare, glänzende Augen und Schuppen hat. Das Fischfleisch bei frischen Fischen ist weiß bis rosa und hat einen angenehmen Geruch. An der Frischetheke oder auf dem Markt ist die Chance am höchsten, dass der Fisch auch wirklich frisch ist.
Fisch aus dem Discounter ist hingegen oft nicht fangfrisch. Das erkennen Sie daran, dass auf der Verpackung „aufgetaut“ steht.

2. Labels beachten – und zwar die richtigen

Fischtheke (Foto: colourbox.de -)
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Tiefkühlfisch sollten Sie, wenn möglich, in Bioqualität kaufen. Das hat den Vorteil, dass hier strengere Regeln, z.B. für das Futter gelten. In vielen Fischen, die KEIN Bio-Siegel haben, wird Ethoxyquin, ein Antioxidationsmittel, verwendet, damit das Futter sich bei Hitze nicht entzündet – im Fisch selbst will man es beim Essen aber nicht unbedingt.

Außerdem sollten Sie auf zwei Siegel achten: Bei Wildfisch MSC („Marine Stewardship Council“) und bei Fischen aus Aquakultur ASC („Aquaculture Stewardship Council“). Diese Siegel zeigen, dass der Fisch möglichst umweltschonend gefangen wurde. Aber: Auch wenn dies für Verbraucher ein guter Anhaltspunkt ist, gibt es daran Kritik:

Extra-Tipp Fischstäbchen: Hier können Sie darauf achten, dass der Fisch in den Stäbchen aus dem Fanggebiet FAO 67 kommt – denn hier wird der Fisch meist gleich auf dem Schiff verarbeitet.

3. Fischratgeber nutzen

Welchen Fisch Sie ohne schlechtes Gewissen essen können? Gute Frage! Hier helfen Fischratgeber der Verbraucherzentrale oder des WWF weiter. Hier findet man leicht heraus, welche Fische überfischt sind und welche ohne viele Bedenken auf dem Teller landen können. Hier spielt auch die Fangmethode (zu den eher nachhaltigen gehören etwa pelargische Schleppnetze sowie Hand- und Kurzleinen) eine Rolle. Außerdem können Sie darauf achten, wo der Fisch herkommt (Stichwort: Regionalität)  

  • Fischratgeber Verbraucherzentrale (PDF)
  • Fischratgeber WWF

4. Eher zu Friedfischen – z.B. Karpfen – greifen

Sogenannte Friedfische brauchen im Gegensatz zu Raubfischen (wie Seebarsch oder Dorade) kein Fischmehl aus Wildbeständen in ihrem Futter – das schützt die Fischwelt.

5. Auch mal auf Fisch verzichten

Ja, Fisch ist gesund (Stichwort Omega 3-Fettsäuren, Jod oder viele Proteine) aber er muss nicht super oft auf dem Teller landen. Omega-3-Fettsäuren stecken auch in Leinöl, Jod können wir über Jodiertes Speisesalz zu uns nehmen (Achtung: Darauf achten, dass keine Trennmittel wie Siliciumdioxid verwendet werden) und die Proteine liefert auch eine gute Portion Linsen oder Bohnen.

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SWR Fernsehen