Saisonal einkaufen

So können Sie jetzt sparen!

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Der August hat angefangen und in der Küche heißt das: Auswahl pur! Jetzt haben viele Obst- und Gemüsesorten Saison. Die sind nicht nur gesund, sondern auch oft günstiger als Ware, die schon ewig unterwegs ist bis sie im Laden landet. Bei welchen Lebensmitteln Sie jetzt zugreifen sollten, was diese so gesund macht und wie viel Sie sparen können weiß unsere Kollegin Sabine Schütze.

Das hat jetzt unter anderem Saison:

Grafik mit Obst und Gemüse (Foto: SWR, SWR -)
SWR -

Wer es ganz genau wissen will, sollte sich am besten einen Saisonkalender zulegen. Den gibt es unter anderem vom Bundeszentrum für Ernährung (BfZE) oder einfach im Internet nach dem Stichwort „Saisonkalender“ suchen.

Vitamine und Co - Was kann das saisonale Obst und Gemüse?

  • Tomaten: schmecken frisch und vollreif geerntet am besten, randvoll mit tollen Inhaltsstoffen. Unser Tipp: Je kleiner, desto süßer.
  • Gurken: Salatgurken sind auch derzeit mitunter Importware, die etwas dickeren Gartengurken mit den Knubbeln auf der Schale sind dagegen meist einheimisch. Unser Tipp: Die Gartengurken schmecken aromatischer.
  • Kohlrabi: reich an den Vitaminen Niacin und Folsäure, hat viel Vitamin C sowie sekundäre Pflanzenstoffe (entzündungshemmende Glucosinulate). Außerdem enthält er viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen Unser Tipp: Junge Kohlrabi-Blätter mit in einem Salat verarbeiten.
  • Bohnen: Enthalten sehr, sehr viel Ballaststoffe, Eiweiß, Antioxidantien und Folsäure (eine Portion deckt unseren Tagesbedarf), gut für Darmgesundheit und Cholsterinspiegel. Vorsicht sollten Gichtpatient*innen haben, da Bohnen Purin enthalten. Und: NIEMALS roh essen! Unser Tipp: Bohnenkraut unterstützt die Verdauung.
  • Fenchel: sehr viele tolle Nährstoffe, auch Folsäure, mehr Vitamin C als Orangen, nervenstärkende B-Vitamine, gut für unseren Bau. Das Grün kann mitgenutzt werden. Unser Tipp: frischer Sommergeschmack durch Anis-Note, kurz gegart ist Fenchel milder.
  • Zucchini: ein kalorisches Leichtgewicht, das roh oder gegart gegessen werden kann und zu allem passt. Unser Tipp: kleine Exemplare von etwa 20 cm schmecken am besten und haben eine empfindliche Schale, die beim Kauf unbeschädigt sein sollte.
  • Aprikosen: reich an Betakarotin, Magnesium und nervenstärkenden B-Vitaminen, verdauungsanregend. Außerdem gut bekömmlich, weil sie wenig Fruchtsäure enthalten. Unser Tipp: vollreif schmecken Aprikosen zum Niederknieen, im Chutney immer eine Empfehlung.
  • Brombeeren: enthalten das meiste Betacarotin aller Beeren, reich an Mineralstoffen wie Eisen, Ca, Mangan, sekundäre Pflanzenstoffe (Anthocyane), Ballaststoffe Unser Tipp: Brombeeren kosten nichts, wenn wir sie wild sammeln. Denn sie wuchern oft wie Unkraut an Wegrändern.

Was darf ich gratis aus der Natur mitnehmen?

Kirschen in der Hand (Foto: colourbox.de -)
colourbox.de -

Natürlich darf man nicht einfach in den Garten des Nachbarn gehen und dessen Beeren pflücken. Aber: Öffentliche Wege mit Grünstreifen und Parks in Städten und Gemeinden dürfen beerntet werden, wenn dort Äpfel oder Nüsse etwa wachsen. Viele Städte bauen auch bewusst öffentlich Lebensmittel an, die sich jede*r nehmen darf. Stichwort: Essbare Stadt. Dieses Konzept gibt es bereits in Troisdorf (NRW), Andernach (Rheinland-Pfalz), Kassel (Hessen)…

Tipp: Ob man etwas von einer Wiese pflücken/mitnehmen darf oder nicht, zeigt die Plattform mundraub.org
Bei Kräutern und sonstigem Essen aus der Natur gilt die Handstraußregen. Heißt:

  • Kirschen von einem herrenlosen Kirschbaum so viel, wie in einem normalen Haushalt verarbeitet werden kann
  • Kräuter, Beeren so viel wie in eine Hand passt

Wichtig: Bei Wildkräutern nicht die ganze Pflanze samt Wurzel mitnehmen, sondern immer nur einen Teil.

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