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Versteckte Kosten bei Reisebuchungen

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Flugsuchmaschinen und Flugportale bieten anscheinend gute Angebote - auch für Mietwagen. Doch das vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich oft als teure Mogelpackung. Wir zeigen Ihnen, auf welche versteckten Kosten Sie bei der Buchung achten sollten.

Versteckte Kosten bei Flugbuchungen

Auf einer Laptop-Tastatur liegen Flugtickets. Auf de Enter-Taste ist ein Icon eines FLugzeuges. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Flugportale und Flugsuchmaschinen arbeiten häufig ähnlich wie Reisebüros. Sie verdienen an jeder Buchung mit - und sind daher am Abschluss von teuren Extras interessiert. Zwar sind mittlerweile versteckte Gebühren oder Kosten verboten, aber die Anbieter haben ein Hintertürchen gefunden. Denn optionale Zusatzleistungen dürfen auch erst im Nachhinein berechnet werden. So verlangen viele Anbieter für Gepäck, Sitzplatz-Reservierungen oder bevorzugten Check-In saftige Gebühren. Die Angebote sind daher auf den ersten Blick meist schwer vergleichbar.

Auf keinen Fall sollte man sich bei der Buchung unter Druck setzen lassen - Aussagen wie "nur noch wenige Restplätze verfügbar" versuchen, den Kunden zu einer schnellen Buchung zu verleiten. In jedem Fall sollte man sich die Zeit nehmen, die Preise in Ruhe zu vergleichen.

Häufig werden auch zusätzliche Versicherungsleistungen angeboten. Hier sollte man besonders darauf achten, ob man diese tatsächlich braucht. Oftmals hat man ja bereits eine Reiserücktrittversicherung oder Reisekrankenversicherung, sodass die zusätzliche Versicherung überflüssig ist.

Versteckte Kosten bei Mietwagen-Buchungen

Auch bei Mietwagen explodieren derzeit die Preise. Wer sparen will, sollte hier möglichst frühzeitig buchen. Wer sich erst vor Ort für einen Mietwagen entscheidet, zahlt häufig deutlich drauf.

Mann übergibt Autoschlüssel (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Auch bei den Mietwagen bieten die Verleihfirmen zahlreiche Extras - natürlich gegen Aufpreis. Einige davon können durchaus sinnvoll sein. Will man mit dem Fahrzeug längere Strecken zurücklegen, macht die Option "unbegrenzte Kilometer" häufig Sinn. Auch die Reduzierung der Selbstbeteiligung bei der Kaskoversicherung kann sich durchaus rechnen. In Ländern mit schlechten Straßen kann auch der Abschluss eines Scheibenschutzes oder Reifenschutzes sinnvoll sein. Bei allen anderen angebotenen Versicherungen sollte man aber gut überlegen, ob diese wirklich nötig sind.

Außerdem sollte man checken, ob man nicht bereits einen zusätzlichen Versicherungsschutz für das Fahrzeug hat. Viele deutsche Kfz-Versicherungen beinhalten eine sogenannte "Mallorca-Police" und schließen damit Mietwagen in den Versicherungsschutz ein. Auch wer seinen Mietwagen mit Kreditkarte bezahlt hat, besitzt eventuell schon einen Versicherungsschutz.

Dass man zusätzliche Fahrer angeben sollte, versteht sich von selbst, auch wenn dafür ebenfalls in der Regel Gebühren erhoben werden. Ob es sich lohnt, für ein Navigationsgerät am Urlaubsort zu zahlen, sollte man sich hingegen gut überlegen. Oftmals hilft auch die Navi-App im Handy (natürlich nicht während der Fahrt bedienen!) oder aber man hat ein mobiles Navigationsgerät, das man mitnehmen kann. Und im Winter sollte das Fahrzeug natürlich über Winterreifen verfügen. Leider verlangen einige Anbieter auch hierfür Geld.

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SWR Fernsehen