Gut zu wissen

Altkleidersammlung - das gehört wirklich rein

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Jedes Jahr landen über eine Million Tonnen Altkleider in unseren Altkleidercontainern oder Altkleidersammlungen. Eine Lkw-Schlange von Flensburg bis Salzburg. Die Sammelstellen werden überschwemmt mit Altkleidern - und viele sind leider nicht brauchbar, weil Billig-Mode qualitativ eine Verwertung unwirtschaftlich macht.

Was gehört in den Altkleidercontainer?

Wenn man tatsächlich gemeinnützige Sammler unterstützen möchte, also eine Kleiderspende machen möchte, dann sollte man darauf achten, nur tragbare Textilien abzugeben. Denn nicht mehr tragbare, kaputte Kleidungsstücke sind nur eine Arbeitsbelastung für die Organisationen und verursachen bei der Entsorgung Kosten, die vom gemeinnützigen Ertrag abgehen.

Was mache ich also mit löchrigen Sachen?

Grundsätzlich gibt es Verfahren zum Downcycling, d.h. aus einer Jeans oder einem T-Shirt werden noch Putzlappen oder Autoinnenverkleidungen hergestellt. Wenn Sie aber ein völlig zerschlissenes Textil haben, das vielleicht nach einer Renovierung auch noch mit Farben verschmutzt ist, dann kann es auch ökologisch sinnvoller sein, es direkt in den Hausmüll zu geben. Ein großes Problem sind auch die wirklich minderwertigen Textilien aus verschiedensten Materialgemischen, die nur kurz genutzt werden können und selbst für die bekannten Verfahren ungeeignet sind. Diese müssen dann verbrannt werden – die Ressourcen, die in so einem Stück stecken, gehen also nach sehr kurzer Zeit einfach verloren.

Wie finde ich die richtige Abgabestelle für meine Kleidung?

Eine Orientierungshilfe ist das Zeichen FairWertung. Wenn Sie dieses auf einem Container finden oder im Schaufenster einer Einrichtung, dann können Sie sicher sein, dass es sich um eine verantwortungsvolle und vor allem gemeinnützige Sammlung handelt. Auf altkleiderspenden.de hat das Nachhaltigkeits-Siegel FairWertung eine Suchmaschine eingerichtet. Hier können Sie eine gemeinnützige Sammelstellen einer Organisation finden, die dem Dachverband FairWertung e.V. angeschlossen ist. 

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, sich bei Containersammlungen den Behälter sehr genau anzuschauen. Seriöse Sammler geben sich und den Sammlungsgrund immer zu erkennen. Also konkret: Ist ein Namen, eine Adresse und eine Telefonnummer angegeben? Ist mir der Sammler bekannt? Im Zweifel sollte man einfach einmal anrufen und sich erkundigen, wer dort sammelt und was mit den Textilien passiert.

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen