Geschmacksprobe

Hummus aus dem Supermarkt

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Selbstgemachter Hummus ist als würziger Dip bekannt, der mit Gemüse oder Fladenbrot als Vorspeise serviert wird. Zudem gilt der Kichererbsen-Aufstrich aus dem Orient als gesunde Delikatesse. Gilt das auch für Hummus aus dem Supermarkt? Unseren Testern kamen bei unserer Geschmacksprobe Zweifel.

Testprodukte

  • Obela Hummus Classic, 175g/ca. 1,99 Euro (100g/ca. 1,14 Euro)
  • Alnatura, Hummus Classic, 150g/ca. 1,59 Euro (100g/ca. 1,06 Euro)
  • Wonnemeyer (Aldi), Hummus Natur, 200g/0,79 Euro (100g/ca. 0,40 Euro)
  • Feinkost Popp, Hummus Natur, 175g/ca. 1,89 Euro (100g/ca. 1,08 Euro)
  • Noa, Hummus Natur, 175g/ca. 2,29 Euro (100g/ca. 1,31 Euro)

Die Tester

  • Julian Wirtler, Gründer des Hummus-Restaurants „Mashery“ in Köln.
  • Benjamin Bartschies, Koch und Rezepte-Entwickler.
  • Stephanie und Nicholas Seiffert, zwei Veganer mit Vorliebe für Hummus.

Der Testaufbau

Bei unserer Geschmacksprobe handelt es sich um eine Blindverkostung.

Die Testergebnisse

Hummus Classic von Obela

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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Die Farbe vom Hummus überzeugt – weniger die Konsistenz. Die Masse erweist sich als zäh. Diese Stückigkeit erklärt Julian Wirtler mit dem hohen Kichererbsen-Anteil und dem geringeren Sesampasten-Anteil im Hummus. „Das wird gerne gemacht, um Kosten zu sparen. Tahini (Sesampaste) ist die teurere Zutat“, so der Gründer des Hummus-Restaurants „Mashery“.

„Sehr viel Säure, und mehlig schmeckt das“, beschreibt Stephanie Seiffert den Geschmack.

Hummus Classic von Alnatura

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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“Griesselig” und “keine homogene Masse“ – so der erste Eindruck unserer Tester von diesem Hummus. Auch beim Verkosten wird es nicht besser: ein „wabbeliges und schleimiges Mundgefühl“ beklagt der Hummus-Restaurant-Chef. „Es schmeckt einfach muffig und richtig bitter“, fügt Nicholas Seiffert hinzu.

Hummus Natur von Wonnemeyer (Aldi)

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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Gute Farbe, schöner Glanz, zudem eine sehr cremige, gleichmäßige Konsistenz - unsere Tester sind direkt begeistert.

„Fantastisches Mundgefühl, sehr schön cremig und da passiert ganz viel vom Geschmack“, freut sich der Veganer. „Eine tolle Säure, ein schöner Kichererbsen-Geschmack, die Sesampaste kommt richtig schön durch“, lobt Benjamin Bartschies. „Noch ein bisschen Öl drüber – ein gutes Produkt“, bilanziert Julian Wirtler.

Hummus Natur von Feinkost Popp

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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Die bislang kompakteste Masse mit hoher Stückigkeit – unsere Tester sind skeptisch. Auch geschmacklich kann dieser Humus nicht überzeugen. „Man hat eine Mayonnaise-Textur im Mund“, meint der Mashery-Chef. Auch Benjamin Bartschies empfiehlt zu diesem Hummus eher Pommes.

Hummus Natur von Noa

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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„Deutlich weicher und cremiger“ beschreibt der Wülfrather Koch die Konsistenz. „Der Hummus hat eine schöne angenehme Frische, die Säure sehr zurückhaltend, leicht im Geschmack und auch das Mundgefühl ist gut“, erläutert Julian Wirtler.

Im Gegensatz zu den anderen Testern, die sich zum Geschmack eher zurückhaltend äußern, preist der Restaurant-Chef den Noa-Hummus als ausgewogen und mild, er biete tolle Möglichkeiten, ihn anzurichten mit Gewürzen, Kräutern und dann habe man eine leckere Hummus-Mahlzeit.

Der Testsieger

Hummus (Foto: WDR, WDR -)
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Mit den Stimmen von Benjamin Bartschies sowie Stephanie und Nicholas Seiffert gewinnt der Hummus von Wonnemeyer (Aldi). Das vegane Paar lobt die cremige Konsistenz, das ausgewogene Verhältnis zwischen Süße und Säure und die mutige Würzung des Aldi-Produkts.

Für Julian Wirtler liegt der Hummus von Noa vorne. Er lobt besonders das milde Geschmacksprofil, das zu vielen Gerichten passe.

 

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen