Last-Minute-Ideen

Selbst gemachte Geschenke für Gartenliebhaber

STAND

Weihnachten kommt mal wieder schneller als gedacht? Keine Panik - wir haben Ideen, die günstig und leicht umzusetzen sind und jeden Gartenfreund erfreuen!

Inhalt:

Einfach Freude schenken: Stecklinge und Ableger

Von vielen Zimmerpflanzen lassen sich sehr einfach Stecklinge und Ableger machen, die man dann als kleines Geschenk oder Mitbringsel an andere Gartenfreunde verschenken kann.

Wir haben zwei absolute Trendpflanzen ausgewählt- die Forellenbegonie (Begonia maculata)...

Begonia maculata wightii (Foto: The Botanical Room - Hanni Schermaul)
Begonia maculata The Botanical Room - Hanni Schermaul

... und die Bauchnabelpflanze (Pilea peperomioides).

Pilea peperomioides (Foto: The Botanical Room  - Hanni Schermaul)
Pilea peperomioides The Botanical Room - Hanni Schermaul

Oft bilden sich schon im Topf der Mutterpflanze kleine Ableger, die man vorsichtig von der Mutterpflanze trennen kann und in eigene Töpfe umpflanzt. Nach etwa 2 Wochen haben sich genügend Wurzeln gebildet. Als Erde empfiehlt sich torffreie humose Zimmerpflanzenerde. 

Alternativ schneidet man einen Trieb mit mehreren Blättern unterhalb eines Blattknotens oder direkt am Wurzelstock ab und stellt sie 2-3 Wochen in ein Wasserglas auf die helle Fensterbank. Es bilden sich leicht Wasserwurzeln. Diese bewurzelten Stecklinge dann vorsichtig einpflanzen, da die Wasserwurzeln leichter brechen.

4 Varianten Zimmerpflanzen vermehren

Neue Zimmerpflanzen ohne Geld auszugeben? Nichts leichter als das. Es gibt mehrere Methoden der Vermehrung, alle sind einfach und zaubern neue Pflanzen - für Sie selbst oder für Freunde und Verwandte.

ARD-Buffet Das Erste

Funktioniert super: Saatbänder selber machen 

Frau setzt Saatbänder ein (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner Europa)
IMAGO / Eibner Europa

Saatbänder haben den Vorteil, dass die Samen schon im richtigen Abstand liegen. Nachteil: Sie sind teurer als normales Saatgut. Man kann sie aber ganz einfach selbst herstellen und das macht auch noch Spaß.

Man braucht:

2 Esslöffel Mehl + ein wenig Wasser, Toilettenpapier, Samen, z.B. Möhren und Radieschen

So geht´s:

Als Erstes den Leim aus Mehl und Wasser anrühren - wie früher und biologisch abbaubar. So lange rühren, bis die Konsistenz stimmt. 

Dann braucht man einfaches dünnes Toilettenpapier. Zum Beispiel einen Meter lang, das ist gut für den Balkonkasten. 

Mit der Schere in 4 schmale Saatbänder schneiden. Durch die Perforation lässt sich die Länge nachher passend machen. 

Leimtropfen im richtigen Abstand (steht auf der Tüte) aufbringen, zum Beispiel brauchen die Radieschen einen Saatabstand von 5 cm. Darauf die Samen geben.

Zwischen die Radieschen kommen jetzt die Möhrensamen - so haben wir praktisch eine Fruchtfolge eingebaut. Die Möhren brauchen viel länger zum Keimen, da können wir die Radieschen zwischendurch schon mal ernten.  Papier mittig umklappen und die Samen damit bedecken.

Ganz wichtig ist: trocknen lassen und gut beschriften. Trocken, kühl und dunkel bis zum Frühjahr lagern.

Ganz schön schlau: Ollas für die Gartenbewässerung

Mit dem unterirdischen Wasserreservoir, der Olla, braucht man weniger Wasser als beim Gießen der kompletten Oberfläche. (Foto: SWR)
Mit dem unterirdischen Wasserreservoir, der Olla, braucht man weniger Wasser als beim Gießen der kompletten Oberfläche.

Für Hochbeete gibt es eine sehr einfache, aber raffinierte Bewässerungsmethode mit sogenannten Ollas. Das sind im Boden versenkte, nach unten verschlossene und mit Wasser gefüllte Tontöpfe. Die können Sie kaufen, man kann sie aber auch selbst bauen.

“Olla” ist das lateinische Wort für Topf oder Tontopf. Und genau darum geht es – wir nehmen unglasierte einfach gebrannte Tontöpfe. Die haben den Vorteil, dass Wasser hindurch diffundieren kann und die Erde so feucht bleibt.

Gerade heutzutage, wo wir durch den Klimawandel immer wieder mit Phasen längerer Trockenheit zu kämpfen haben, ist das eine spannende Lösung um unsere Pflanzen über ein paar Tage gleichmäßig zu bewässern.

Für den Eigenbau sind beliebige Größen denkbar. Wir würden aber empfehlen mehrere kleine im Beet zu verteilen, als eine große zu bauen.

Man braucht:

Zwei unbehandelte Tontöpfe 15 cm Durchmesser, einen unbehandelten Tontopf 9 cm Durchmesser + einen passenden Untersetzer, eine Stück Fliese, Silikonfugenkleber, Schale mit Wasser und zwei Tropfen Spüli

So geht’s:

Bei einem der größeren Töpfe das Loch mit dem Stück Fliese zukleben, damit das Wasser nicht unten gleich wieder rausfließen kann. Dann klebt man die beiden größeren Töpfe Rand auf Rand mit dem Silikon aufeinander, so dass ein bauchiges Gefäß entsteht.

Es ist hilfreich eine Schale mit Wasser und einigen Tropfen Spülmittel bereitzustellen, um das Silikon besser verstreichen zu können und somit abzudichten. Wer schon einmal Fugen im Badezimmer mit Silikon verfugt hat, kennt diesen Trick. Erst eine Wurst Silikon in die Kante und dann mit dem „Spülifinger“ glatt streichen. 

Als Einfüllhilfe für das Wasser klebt man nun den kleineren dritten Topf umgekehrt auf das obere Loch. So lässt sich das Gefäß leicht befüllen.

Damit bei großer Hitze das Wasser nicht zu schnell verdunstet, ist es sinnvoll, die Olla mit einem kleinen passenden Untersetzer abzudecken.

Die gesamte Olla wird eingegraben, so dass nur noch der kleine Topf herausragt und wird dann befüllt. Eine Olla dieser Größe bewässert bis zu 3 Pflanzen drum rum. Um ein größeres Hochbeet zu bewässern, sollte man mehrere Ollas eingraben.

Ich denke für unser Hochbeet kann man mit vier Ollas eine gute Grundversorgung herstellen, die einige Tage hält. Natürlich muss jeder vor Ort selber testen, wie sich das System Pflanze/ Bewässerungstopf einspielt, bevor man ein paar Tage weg fährt. 

Auch ist es sinnvoll die Olla mit einem kleinen passenden Untersetzer gegen Verdunstung abzudecken und damit nichts hineinfällt. 

Die gesamte Olla wird eingegraben, so dass nur noch der kleine Topf herausragt, und dann befüllt. Übrigens lohnt es sich Rund um die Pflanzen zu Mulchen. Der Mulch hält den Boden länger feucht. Zum Beispiel mit Stroh oder Heu. 

Hübsch und sinnvoll: Vogelfutter-Gugelhupfe

Rezept Vogelfutter selbermachen

Da viele Gärten nicht mehr wild wachsen, Laubhaufen entsorgt werden und Unkraut gejätet wird, gibt es auch immer weniger Insekten. Fallen diese in der Nahrungskette weg, reduziert sich das Ernährungsspektrum für Vögel immens. 

Für Genießer Geschenke aus der Küche

Es soll etwas selbstgemachtes als Weihnachtsgeschenk sein? Wie wäre es mit ein paar Leckereien aus der Küche?

DIY Geschenkideen Selbst gemachte Weihnachtsgeschenke

Schenken Sie Ihren Lieben dieses Jahr etwas ganz Besonderes - wir haben die Anleitungen dafür!

STAND
AUTOR/IN
SWR Fernsehen