Fleischfressende Pflanze (Foto: SWR)

5 Fakten

Fleischfressende Pflanzen

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Die "gefährlichste" Pflanze, die es gibt: die fleischfressende Pflanze oder auch Karnivoren genannt. Das kommt aus dem Lateinischen von "carne" gleich Fleisch und "vorare" gleich fressen.

1. Warum fressen die Pflanzen Fleisch?

Fleischfressende Pflanzen sind hoch spezialisierte Pflanzen, von denen die meisten in extrem nährstoffarmen Böden angesiedelt sind. Hier können sie von ihrer Fähigkeit profitieren, sich durch den Fang von Tieren zusätzliche Nährstoffe anzueignen. Es handelt sich um Stickstoff, Phosphor und Schwefel, die der Beute entzogen werden, also typische Pflanzen-Nährstoffe.

2. Also muss ich die Pflänzchen - wie andere Haustiere - regelmäßig füttern?

Nein der Insektenfang ist nicht lebensnotwendig, sie überleben auch ohne die animalische Zusatznahrung, da sie auch Photosynthese betreiben. Man hat aber herausgefunden, dass die Pflanzen durch die zusätzlichen Nährstoffe besser wachsen und blühen.

3. Was passiert, wenn man mit dem Finger über die Venusfliegenfalle streift?

Das sollten Sie nicht zu oft machen. Für die Pflanze ist das Schließen der Fallen richtig Arbeit, jede Falle kann nur ca. acht Mal schließen. Danach stirbt sie ab und macht einem frischen Blatt Platz. Bekommt sie immer nur Streicheleinheiten und kein Futter, hungert sie sichtlich.

Venusfliegenfalle (Foto: SWR)
Venusfliegenfalle

4. Womit füttere ich sie am besten?

Niemals dürfen tote Insekten verfüttert werden, da die Fallen diese Nahrung nicht annehmen. Am besten gedeiht die Pflanze in einer Spezialerde und an einem sonnigen Platz, z.B. einem Südfenster, die meisten Karnivoren lieben es nämlich sonnig, hier brummen ja auch die meisten Fliegen rum.

5. Sollte ich bei der Pflege der Pflanze noch was Besonderes beachten?

Ja, fleischfressende Pflanzen wachsen in der Natur vorwiegend in Mooren und Feuchtgebieten mit sauren pH-Werten. Das bedeutet für die Kultur, dass die Fleischfresser immer feucht gehalten werden müssen. Am besten gelingt das in einem ausgedienten Aquarium oder einer großen Glasvase. Zum Gießen kommt nur weiches Wasser wie Regenwasser in Frage. Wer kein Regenwasser hat, kann destilliertem Wasser nehmen, in der Mischung 1/1 mit Leitungswasser.

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