Geldanlage

ETFs und Aktienfonds

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Null-Zinsen - steigende Preise. Wer jetzt sein Geld falsch anlegt, vernichtet das Ersparte. Wir zeigen Ihnen, wie Sie langfristig Ihr Geld vermehren können. Mit ETFs können auch Börsen-Laien Gewinne mit Aktien machen.

Was sind ETFs?

ETF (Foto: Colourbox.de -)
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ETF-Fonds bilden Aktienindizes nach. Die enthalten jeweils die größten Unternehmen eines Landes, beispielsweise Dax für die 40 größten Unternehmen Deutschlands oder Dow Jones für die USA. Es gibt aber auch Aktienindizes, die die Aktienmärkte weltweit repräsentieren, wie der MSCI World. ETFs, also Indexfonds, bilden die Zusammensetzung dieser Indizes nach. D.h. ganz viele Kleinanleger geben Geld in den Fonds, und der kauft damit genau die Aktien, die in dem Index enthalten sind, und auch genau in dem Verhältnis. Damit entwickelt sich das angelegte Geld genauso wie der Fonds. Das waren im langjährigen Durchschnitt der letzten 50 Jahre in der Regel 8-9 Prozent jährlich.

Wie sicher ist die Rendite von ETFs?

Eine Garantie gibt es an der Börse nicht. Man muss die Anlage immer langfristig sehen. Mindestens 10-20 Jahre. Ansonsten ist es Spekulation. Es kann zwischenzeitlich auch immer mal Kursrückgänge geben, die man aussitzen muss. Aber zumindest in der Vergangenheit war man immer auf der Gewinnerseite, wenn man lange genug dabei blieb.

Grafik Entwicklung des MSCI World Index (Foto: SWR, SWR -)
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Welche ETFs sollte ich kaufen?

Finanzexperten empfehlen, möglichst breit zu investieren. Beispielsweise in den MSCI World Index, weil da rund 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern drin sind. Also das Risiko möglichst breit gestreut. Über viele Länder und Branchen. Wer konkret in eine Branche investieren möchte, also beispielsweise in Unternehmen, die besonders ökologisch nachhaltig aktiv sind, findet aber auch hierfür spezielle ETFs.

Was sind die Vorteile gegenüber herkömmlichen Aktienfonds?

Die Gebühren von ETFs sind deutlich niedriger als von gemanagten Fonds. Bei gemanagten Aktienfonds sitzen Finanzexperten, die versuchen, die Zusammensetzung des Fonds immer wieder zu optimieren. Dafür verlangen die Fonds in der Regel 1-1,5% Gebühren jährlich. Die gehen dann von der Rendite des Anlegers ab. ETFs brauchen diese Manager nicht, und berechnen daher nur einen Bruchteil der Gebühren. Entsprechend mehr bleibt für den Anleger übrig.

Kann ein ETF eine höhere Rendite erwirtschaften als ein gemanagter Aktienfonds?

Das ist sogar häufig der Fall. Zum einen weil Fondsmanager auch nicht in die Glaskugel schauen können, wie die Kurse sich entwickeln. Zum anderen liegt es an den geringeren Gebühren der ETFs.

Für wen eignen sich ETFs

ETFs sind auch für Kleinanleger interessant, die wenig Kenntnisse über die Börse haben, wegen der geringeren Gebühren. Wenn man nur wenig Geld anlegen möchte, reduzieren die Bankgebühren enorm die Rendite. Wegen der geringen Gebühren der ETFs sind diese auch für Sparpläne interessant, bei denen man nur wenige Euro investiert.

Wie gehe ich vor, wenn ich ETFs erwerben möchte?

ETF (Foto: Colourbox.de -)
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Einfach die Hausbank ansprechen. Das kann auch eine Direktbank sein. Den gewünschten Index aussuchen und entsprechenden ETF wählen. Am besten als Sparplan. Jeden Monat einen festen Betrag auf Seite legen. Denn dadurch kauft man automatisch mehr Anteile, wenn die Kurse günstig sind, und weniger Anteile, wenn die Kurse hoch sind. Auch das steigert nochmal die Rendite.

Weiterführende Links:

Einfach und günstig in Aktien anlegen: mit Indexfonds (Finanztip)

Welche Vorteile und welche Nachteile haben ETFs? (Verbraucherzentrale)

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