Pflegeleicht und farbenfroh

Eine Blumenwiese oder einen Kräuterrasen anlegen

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Wer keine Lust mehr auf aufwändige, teure und ökologisch fragwürdige Rasenpflege hat, kann seine englische Rasenfläche in eine Blumenwiese verwandeln oder als Kompromiss einen Kräuterrasen anlegen.

1. Variante: EINFACH

Rasenfläche nicht mehr düngen und selten mähen, dann vermehren sich standorttypische Blütenpflanzen von alleine, auch Löwenzahn und Disteln. Man kann auch bestimmte Kräutermischungen kaufen, aussäen und wachsen lassen.

  • Vorteil: Insektenfreundlich und sehr pflegeleicht.
  • Nachteil: Braucht sehr magere Erde und viel Sonne, wächst höher und ist somit nicht so gut als "Gebrauchsfläche für Gartenmöbel" benutzbar.

2. Variante: AUFWÄNDIGER

Mit einer Blühwiesen-/Kräuterrasenmischung ganz neu anlegen. Dazu die Grasnarbe abnehmen, den Boden mit Sand abmagern und auflockern, von Steinen und Unkraut befreien, die Samen aussäen und feucht halten. Das geht im Frühjahr und im Herbst.

Wenn der Rasen und die Kräuter angegangen sind, brauchen sie nicht mehr viel Wasser und Pflege. Nur 4-8x im Jahr mit einem normalen Mäher mähen, Schnitthöhe 4-5 cm, das Mähgut entfernen. Die Fläche braucht nicht vertikutiert, gewässert und gedüngt zu werden.

  • Vorteil: Enthält Grasarten, Wildblumen und verschiedene Kräuter. Gibt es als Rasensamenmischung mit niedrig wachsenden Wildkräutern. Ganz typische Vertreter sind Löwenzahn und Gänseblümchen, aber es wachsen auch Feldthymian, Mittlerer Wegerich oder Braunelle.
  • Nachteil: Kann gut auch betreten werden, allerdings ist es kein Spiel- und Sportrasen.

Je höher der Gräseranteil, umso trittfester ist der Kräuterrasen. Die dabei verwendeten Rasensamen wachsen etwas weniger aggressiv und weniger dicht als die für einen Nutzrasen. So bieten sie den beigemischten Kräutern Platz und Raum, um sich ebenfalls zu entwickeln und so die Wiese mit bunten Flecken zu durchsetzen.

Fazit:

Eine perfekte Alternative für diejenigen, die nicht mehr wöchentlich mähen, düngen und wässern wollen, die den Rasen nicht mehr zum Spielen mit den Kindern brauchen, aber trotzdem eine grüne Fläche im Garten wollen, auf der auch mal eine schöne Sonnenliege oder ein Gartentisch stehen kann.

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen