Social Media

Digitale Eifersucht - was hilft?

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Wer folgt wem, wer kommentiert was - die sozialen Medien verraten so einiges. Das kann für eifersüchtige Menschen und ihre Partner zu einem großen Problem werden.

Nie war es so leicht, mitzubekommen, was die Partnerin oder der Partner so macht, als heutzutage mit Messenger-Diensten und in den sozialen Medien.

Warum sind gerade soziale Medien häufig der Anlass für Eifersucht?

Mann und Frau auf dem Sofa

Über Social Media erhalten wir viele Informationen über die Partnerin oder den Partner, die zudem missverständlich sein können oder einen großen Interpretations-Spielraum haben. Wem folgt sie oder er, wo ist die Partnerin oder der Partner und welche Likes verteilt sie oder er?

Immer wenn es Interpretationsspielraum gibt, ist das natürlich ein hervorragender Nährboden für digitale Eifersucht. Dazu gehören gerade auch Emojis, denn viele sind mehrdeutig oder werden häufig falsch verwendet. Schickt jemand der Partnerin oder dem Partner ein nett gemeintes Küsschen, kann das schnell falsch gedeutet werden. Da sollte man besonders vorsichtig sein und im Zweifel lieber etwas schreiben, bevor es zu Missverständnissen kommt.

Was kann ich als Betroffener tun, um meine digitale Eifersucht in den Griff zu bekommen?

Hilfreich gegen digitale Eifersucht ist, das eigene Verhalten in sozialen Netzwerken zu beobachten und eventuell die Aktivität zu reduzieren. Ggf. kann es auch helfen, Benachrichtigungen abzustellen, damit man nicht ständig sieht, wenn jemand etwas geliked hat.

Menschen, die sowieso zu Eifersucht neigen, sind für digitale Eifersucht anfälliger

So verlockend es sein kann: Im Handy der Partnerin oder des Partners zu schnüffeln, sollte grundsätzlich tabu sein. Jeder Mensch hat ein Recht auf Privatsphäre und auf Geheimnisse. Der Blick ins Handy ist eine Grenze, die nicht überschritten werden sollte.

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Autor/in
SWR Fernsehen