Gut für Ihren Körper

Diese Öle sind gesund

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Zum Braten, Marinieren oder für den Salat – Pflanzenöl wird in der Küche vielfältig eingesetzt. Mindestens genauso vielfältig ist die Auswahl der Öle.

Zusammensetzung und Inhaltsstoffe

Ob Oliven-, Lein- oder Walnussöl – neben dem Geschmack unterscheiden sich die Sorten durch die Zusammensetzung der Fettsäuren und sonstigen Inhaltsstoffe.

  • Olivenöl enthält zwar kaum essentielle Fettsäuren, ist aber trotzdem kein schlechtes Öl. Es ist vor allem reich an sekundären Pflanzenstoffen, unterstützt damit das Immunsystem und hat eine positive Wirkung auf das Kreislaufsystem.
  • Leinöl enthält besonders viele Omega-3-Fettsäuren (Linol- oder Linolensäure), die den Stoffwechsel unterstützen und dabei helfen, dass sich Zellen regenerieren und Hormone gebildet werden können.
  • Walnussöl ist ein Allrounder. Es enthält essenzielle Fettsäuren – und zwar in einem sehr guten Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Qualitätsstufen beim Olivenöl

Olivenöl (Foto: Getty Images, Thinkstock -)

Olivenöl kennen wir raffiniert, nativ und extra vergine.

Raffiniert bedeutet, dass das Öl mit Hilfsstoffen von Aroma-, Geschmacks- und Farbstoffen befreit wurde. Es dient in der Lebensmitteltechnologie für verarbeitete Fertigprodukte. Da hier die Eigenschaft des Öls grundsätzlich im Vordergrund steht und nicht sein Geschmack, das Aroma oder die Farbe, sollte auf den Gebrauch zu Hause verzichtet werden.

Bei nativem Olivenöl handelt es sich um die höchste Qualitätsstufe ohne Beimischung von anderen Ölen, allerdings mit leichten sensorischen Fehlern. Im Vordergrund steht hier der Anteil an freien Säuren, der etwas erhöht sein kann und in einigen Fällen gar nicht schmeckt.

Die höchste Qualitätsstufe heißt nativ extra oder extra vergine – ein kalt gepresstes Olivenöl, das höchsten Anforderungen entspricht. Dieses Olivenöl hat eine charakteristische Farbe, einen typischen Geschmack und natürlich ein besonderes Aroma.

Einkauf und Haltbarkeit

Beim Olivenöl lohnt es sich, aktuelle Testergebnisse beachten, denn hier kommt es immer wieder zu Verfälschungen. Vor kurzem hat Europol bei einer Untersuchung festgestellt, dass 23 Prozent der getesteten Olivenöle mit Fremdöl verfälscht waren. Dies ist gesundheitlich nicht bedenklich, aber ganz klar ein Betrug am Verbraucher.

Lein- und Walnussöl sollte in dunklen Flaschen gekauft werden, da beide lichtempfindlich sind. Öl sollte generell nach der Öffnung möglichst schnell verbraucht werden, da Licht und Wärme die hochwertigen Fettsäuren oxidieren lassen.

  • Olivenöl kann bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Es hält sich so mehrere Wochen.
  • Nussöle sollten im Kühlschrank gelagert werden. Dort halten sie sich mehrere Wochen, bei Zimmertemperatur nur ein bis zwei Wochen.
  • Leinöl ist besonders empfindlich und bei Zimmertemperatur einmal geöffnet bereits nach wenigen Tagen bitter. Es hält sich bei Tiefkühltemperaturen (-12 bis -20 Grad) besonders lange.

Unser Tipp: selbst gemischtes Öl

Mit selbst gemischten Ölen kann eine perfekte Kombination hergestellt werden. So kann zum Beispiel Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl mit hohem Vitamin E-Gehalt mit den hochwertigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren des Leinöls kombiniert werden: 2 Teile Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl und 1 Teil Leinöl sind ernährungsphysiologisch ein optimales Verhältnis.

Weitere Informationen:

Speiseöle – welche eignen sich für was? | Verbraucherzentrale.de

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SWR Fernsehen