Hühnerhaltung im Garten

Das frische Ei vom eigenen Huhn

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Jeden Tag ein frisches Ei vom eigenen Huhn? Das ist auch für Städter möglich, vorausgesetzt sie verfügen über einen eigenen Garten mit genügend Platz fürs Federvieh. Wir sagen Ihnen, was Sie beachten müssen.

Wer ein eigenes Haus mit Garten besitzt, darf dort auch Hühner halten. So bestätigt es das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft auf seiner Homepage.

Wer zur Miete wohnt, braucht die Erlaubnis des Vermieters. Auch in Kleingartenanlagen ist es meist schwierig, die Geflügelhaltung ist selten erlaubt. Aber vielleicht macht Ihr Kleingartenverein ja eine Ausnahme.

Mindestens acht Quadratmeter Freilauf pro Huhn

Sind diese Hürden gemeistert, kann es losgehen. ARD-Buffet-Expertin Heike Boomgaarden empfiehlt maximal sechs Tiere pro Quadratmeter Stallfläche. Und zudem sollte jedes Huhn mindestens acht Quadratmeter Freilauffläche haben. Einen Hahn braucht es nicht unbedingt, es sei denn, man möchte züchten.

Der Hühnerstall: Großes Fenster, viel Stroh

Hühnereier (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Eier können auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verzehrt werden - allerdings durcherhitzt Thinkstock -

Den Hühnerstall kann man gut selbst bauen. Ob dafür eine Genehmigung nötig ist, hängt neben der Größe des Stalls und dem Abstand zum Nachbargrundstück auch von den kommunalen Vorschriften ab. Das müssen Sie mit den Behörden abklären. Kleine, mobile Ställe sind meist genehmigungsfrei. Auf jeden Fall braucht der Stall ein großes Fenster für viel Licht und eine Menge Stroh, um ihn im Winter vor der Kälte zu isolieren.

Sträucher als Versteck und "Snack"

Um den Auslauf zu umzäunen, reicht normalerweise ein 120 cm hoher mobiler Hühnerzaun, meint die Gartenexpertin. Zum Schutz gegen Raubvögel muss er aber mit einem robusten Geflügelnetz überspannt werden.

Damit es den Hühnern gut geht, ist ein Sandbad für die Geflügelpflege praktisch. Und als Rückzugsort und "Snackbar" empfiehlt Heike Boomgaarden folgende Pflanzen: Nadelbäume, Ebereschen, Schlehen, Brombeer-, Himbeer-, Holunder- und Johannisbeersträucher.

Viel frisches Grün verfüttern

Hühnerfutter kann man fertig kaufen oder selbst herstellen - einfach Reis, Hirse, Getreide und Gemüseabfälle aufkochen und verfüttern. Hauptsache, es kommt neben den Körnern das ganze Jahr viel frisches Grün auf den Tisch. Dann fühlen sich die Hühner wohl und das eigene Frühstücksei schmeckt bestimmt am besten.

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen