Handarbeit

Körnerkissen aus Stoffresten

STAND

Der Berg an Stoffresten wächst ja immer weiter an - wir helfen ihn in Schach zu halten. Lisa Vöhringer hat eine tolle Upcycling-Idee passend zu Ostern.

Material:

  • Baumwoll-Stoffreste (auch alte Handtücher oder Bettwäsche eignet sich)
  • Nähmaschine und Garn
  • Füllung (z.B. Kirschsteine, Traubenkerne, Dinkel oder Buchweizen)
  • OPTIONAL: Füllwatte (Spiegelei)

Welche Füllung?

Fazit: Füllungen aus Kernen bieten mehr Vorteile, Traubenkerne sind ideal für jeden Anwendungszweck.

Anwendung:

Erwärmen Sie das Kissen bei 60° im Backofen oder für eine Minute bei 600 Watt in der Mikrowelle. ACHTUNG: Kissen mit Getreidefüllung dürfen nicht unbeaufsichtigt erwärmt werden – Brandgefahr. Stellen Sie hier beim Erwärmen ein Glas Wasser mit dazu und bleiben Sie beim Erwärmen anwesend. Anschließend das Kissen schütteln und die Temperatur vor der Anwendung testen. Eventuell noch ein Handtuch darum wickeln, wenn die Wärme zu Beginn als zu warm empfunden wird.

Soll das Kissen zur Kühlung dienen legt man es für mehrere Stunden in einer Plastiktüte (damit keine Essensgerüche übertreten) ins Eisfach. Anschließend wie ein Kühlakku durchkneten auf die betreffende Stelle kühlen.

So geht's:

  1. Drucken Sie sich das gewünschte Schnittmuster (PDF) aus und schneiden Sie es anschließend aus.
  2. Wählen Sie nun passende Stoffreste für die benötigten Schnittmusterteile aus: Verwenden Sie nur Stoffe aus 100% Baumwolle die hitzefest sind. Neben Stoffresten vergangener Näharbeiten eignen sich hier z.B. auch alte Handtücher (siehe Motiv Spiegelei) oder Bettwäsche. Sie können auch mehrere kleine Stücke zu einem Patchwork Stoff zusammennähen und diesen dann weiterverwenden oder auch Vorder- und Rückseite aus unterschiedlichen Stoffen kombinieren und zusammensetzen.
  3. Zeichnen Sie nun das Schnittmuster auf dem Stoff auf. TIPP: Wenn Sie Vorder- und Rückseite aufeinanderlegen und feststecken müssen Sie weniger aufzeichnen und können beide Stoffe zusammenzuschneiden.
  4. Schneiden Sie nun die Formen aus. Achten Sie dabei ca. 5mm Abstand zu Ihrer Markierung als Nahtzugabe zu lassen.

OSTEREI:

OSTEREI halbiert:

  1. Übernehmen Sie Schritt 1-4 von oben.
  2. Sie benötigen vier Stoffteile. Legen Sie die beiden Unterteile mit der bedruckten Seite nach innen aufeinander und nähen Sie die gerade Seite mit ca. 5mm Abstand zum Rand ab. Machen Sie dasselbe mit dem Oberteil des Eis.
  3. Bügeln Sie nun die beiden Teile des Eis (Vorder- und Rückseite) und legen Sie anschließend wieder mit der bedruckten Seite nach innen aufeinander.
  4. Nähen Sie die Form auf der Markierung herum ab und lassen Sie unten eine ca. 5cm große Wendeöffnung. Drehen Sie das Ei durch diese Öffnung und bringen Sie es in Form.
  5. Befüllen Sie das Kissen zu ¾ mit der gewünschten Füllung und schließen Sie die Wendeöffnung mit einer farblich passenden, randnahen Naht.

HASE:

  1. Übernehmen Sie Schritt 1-4 von oben.
  2. Für den Hasen sollten Sie nun zwei Kreise und 4 Ohren ausgeschnitten haben. Legen Sie nun immer zwei Ohrenstoffe aufeinander, die hübsche bedruckte Seite liegt innen und nähen Sie die Ohren auf der Markierung herum ab. Den unteren geraden Teil lassen Sie dabei offen, dieser dient als Wendeöffnung.
  3. Schneiden Sie überschüssige Stoffreste ab und drehen Sie die Ohren über die Wendeöffnung nach außen.
  4. Zeichnen Sie (wenn gewünscht) ein Gesicht für den Hasen auf. Wenn Sie es nähen möchten, zeichnen Sie mit Bleistift vor, wer einen Textilstift hat und nicht nähen möchte kann das Gesicht auch direkt aufmalen. Stellen Sie zum Nähen einen engen Zickzackstich ein und prüfen Sie das Ergebnis auf einem Stoffrest, bis Sie mit Enge und Breite der Naht zufrieden sind. Nähen Sie anschließend langsam das Gesicht ihres Hasens nach.
  5. Legen Sie nun den Hasen mit dem Gesicht nach unten auf den zweiten Kreis (auch hier die hübsche Seite nach innen) und legen Sie die Ohren mit der Öffnung nach oben und über den Kreis leicht hinausragend hinein. Achten Sie vor dem Feststecken darauf das die Ohren nicht versehentlich unten im Kreis mit eingenäht werden können.
  6. Nun Nähen Sie auf der Markierung im Kreis herum und lassen dabei an der Seite eine ca. 5cm lange Öffnung als Wendeöffnung frei. Schneiden Sie überstehende Stoffteile (Ohrbereich) ab.
  7. Drehen Sie den Hasen durch die Wendeöffnung nach außen und befüllen Sie das Kissen mit der Füllung ihrer Wahl. Das Kissen sollte zu ¾ gefüllt sein.
  8. Schließen Sie nun die Wendeöffnung mit einer randnahen farblich passenden Naht.

SPIEGELEI:

  1. Übernehmen Sie Schritt 1-4 von oben.
  2. Beim Spiegelei benötigen Sie zwei weiße Teile und einmal das Eigelb also insgesamt drei Stoffzuschnitte.
  3. Legen Sie das Eigelb an die gewünschte Stelle und fixieren Sie es. Stellen Sie an der Nähmaschine einen breiten, aber engen Zickzackstich ein (immer vorher an einen Stoffrest testen) und legen Sie ein farblich passendes Garn ein. Nun nähen Sie einmal rund herum bis nur noch eine 3cm große Öffnung bleibt. Lassen Sie das Stück auf der Maschine, befüllen Sie das Eigelb mit Füllwatte oder kleinen Stoffresten und nähen Sie den Kreis zu ende.
  4. Legen Sie nun das zweite weiße Stoffstück mit der hübschen Seite zum Eigelb passend auf und fixieren Sie die Ränder. Nähen Sie auch hier auf der Markierung die Form ab, bis auf eine ca. 5cm große Wendeöffnung.
  5. Drehen Sie das Spiegelei durch die Wendeöffnung nach draußen und zupfen Sie die Form zurecht. Nun Befüllen Sie das Kissen mit der gewünschten Füllung zu ¾ und schließen die Wendeöffnung mit einer randnahen, farblich passenden Naht.


TIPPS:
Mit einem Trichter lässt sich das Kissen am einfachsten befüllen. Wenn Sie keinen passenden haben können Sie auch ein Blatt Papier zu einem Trichter drehen.

Alle drei Motive sind für Anfänger geeignet. Am einfachsten und schnellsten geht das Osterei gefolgt vom Spiegelei. Der Hase ist das aufwendigste der drei Motive.

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen