Einfach kreativ

Bermudashorts nähen

STAND

In Ihrem Schrank schlummern Jeans, Anzug- oder Chinohosen im Dornröschenschlaf? Sie bekommen jetzt ein zweites Leben als Bermudas, die sind nämlich absolut en vogue. Schnittdirektrice Karen Nolte gibt uns Tipps.

Variante 1: Ausgefranster Jeans-Saum

Material:

  • Nähmaschine
  • Garn
  • Stecknadeln
  • Stoffschere
  • Schneiderkreide
  • Lineal
  • Optional: Nahttrenner/ Feile/ Käsereibe zum Ausfransen der Jeans

So gehts:

1. Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Vorsicht: durch das Ausfransen wird die Hose tendenziell noch ein wenig kürzer.

2. Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen.

3. Länge auch auf der Rückseite der Hose einzeichnen.

4. Hosenbein an der Markierung abschneiden.

5. Hosenbeine übereinanderlegen, um die Länge auf die andere Seite zu übertragen.

6. Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht.

7. Am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen.

8. Innenbeinnaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Üblicherweise ist das bei Jeans eine Kappnaht. Diese riegeln wir von außen mit ein paar Stichen parallel zum Saumende.

9. Saum ausfransen mithilfe eines Nahttrenners oder einer Nadel: Weiße Schussfäden rausziehen.

10. Saum ausfransen mithilfe einer Feile/ Käsereibe: Gesamten Saum bündeln, diesen feilen/ aufreiben. Übrigens: Das Ausfransen funktioniert am besten, wenn die Jeans aus 100% Baumwolle besteht.

11. Für noch mehr Used-Look: Parallel zum Saum einschneiden.

12. Blauen Kettfaden rausziehen, sodass nur noch die weißen Schussfäden stehen bleiben.

Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. (Foto: Privat - Karen Nolte)
Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Vorsicht: durch das Ausfransen wird die Hose tendenziell noch ein wenig kürzer. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Länge auch auf der Rückseite der Hose einzeichnen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Hosenbein an der Markierung abschneiden. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Hosenbeine übereinanderlegen, um die Länge auf die andere Seite zu übertragen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Innenbeinnaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Üblicherweise ist das bei Jeans eine Kappnaht. Diese riegeln wir von außen mit ein paar Stichen parallel zum Saumende. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Innenbeinnaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum ausfransen mithilfe eines Nahttrenners oder einer Nadel: Weiße Schussfäden rausziehen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum ausfransen mithilfe eines Nahttrenners oder einer Nadel: Weiße Schussfäden rausziehen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum ausfransen mithilfe eines Nahttrenners oder einer Nadel: Weiße Schussfäden rausziehen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum ausfransen mithilfe einer Feile/ Käsereibe: Gesamten Saum bündeln, diesen feilen/ aufreiben. Übrigens: Das Ausfransen funktioniert am besten, wenn die Jeans aus 100% Baumwolle besteht. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Für noch mehr Used-Look: Parallel zum Saum einschneiden. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Blauen Kettfaden rausziehen, sodass nur noch die weißen Schussfäden stehen bleiben. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Fertig ist der ausgefranste Jeans-Saum Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen


 

Variante 2: Gesteppter Umschlag-Saum

Material:

  • Nähmaschine
  • Garn
  • Stecknadeln
  • Stoffschere
  • Schneiderkreide
  • Lineal

So gehts:

1. Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen. Parallel dazu gewünschte Stepp-Breite + 1 cm Nahtzugabe einzeichnen. (Hier: 3 cm + 1 cm). Diese Markierung auch auf die Rückseite übertragen.

2. Hosenbein an der Nahtzugabe abschneiden.

3. Innenbeinnaht und Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgehen.

4. Am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen.

5. Saum bügeln: finale Saumkante und 0,7 cm nach innen umbügeln.

6. Saum mit Stecknadeln feststecken.

7. Saum bei gewünschten Saumbreite (0,3 cm neben der Kante) steppen. Kurz vor der Innenbeinnaht beginnen, so fällt der Nahtanfang bzw. das Nahtende am wenigsten auf. Achtung: Bei elastischen Stoffen eine Zwillingsnadel oder einen Zick-Zack-Stich verwenden.

Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. (Foto: Privat - Karen Nolte)
Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen. Parallel dazu gewünschte Stepp-Breite + 1 cm Nahtzugabe einzeichnen. (Hier: 3 cm + 1 cm). Diese Markierung auch auf die Rückseite übertragen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Hosenbein an der Nahtzugabe abschneiden. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Innenbeinnaht und Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgehen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Innenbeinnaht und Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgehen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum bügeln: finale Saumkante und 0,7 cm nach innen umbügeln. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum bügeln: finale Saumkante und 0,7 cm nach innen umbügeln. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum mit Stecknadeln feststecken. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum bei gewünschten Saumbreite (0,3 cm neben der Kante) steppen. Kurz vor der Innenbeinnaht beginnen, so fällt der Nahtanfang bzw. das Nahtende am wenigsten auf. Achtung: Bei elastischen Stoffen eine Zwillingsnadel oder einen Zick-Zack-Stich verwenden. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Fertig ist der Umschlag-Saum Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen

Variante 3: Saumaufschlag

Material:

  • Nähmaschine
  • Garn
  • Stecknadeln
  • Stoffschere
  • Schneiderkreide
  • Lineal
  • Overlock-Maschine (oder mit Zick-Zack-Stich versäubern)

So gehts:

1. Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen. Parallel dazu 2x gewünschte Aufschlag-Breite + 1,5 cm Nahtzugabe einzeichnen. ((Hier: 3 cm + 3 cm + 1,5 cm). Diese Markierung auch auf die Rückseite übertragen.

2. Hosenbein an der Nahtzugabe abschneiden.

3. Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Dazu am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen.

4. Innenbeinnaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Hier ist das eine von außen abgesteppte Naht. Diese riegeln wir von außen mit ein paar Stichen parallel zum Saumende.

5. Saum versäubern (mit Overlock-Maschine oder Zick-Zack-Stich).

6. Aufschlag-Breite + 1,5 cm nach innen umbügeln.

7. Bei Aufschlag-Breite + 1 cm rundherum steppen.

8. Aufschlag-Breite nach außen umbügeln.

9. An Innenbeinnaht und Seitennaht den Aufschlag mit ein paar Stichen feststeppen.

Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. (Foto: Privat - Karen Nolte)
Hose anziehen und die gewünschte Hosenbein-Länge mit Stecknadeln abstecken. Für einen geraden Saum: Hosenmitte als Hilfslinie mit Schneiderkreide markieren, im rechten Winkel dazu den Hosensaum einzeichnen. Parallel dazu 2x gewünschte Aufschlag-Breite + 1,5 cm Nahtzugabe einzeichnen. (Hier: 3 cm + 3 cm + 1,5 cm). Diese Markierung auch auf die Rückseite übertragen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Hosenbein an der Nahtzugabe abschneiden. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Seitennaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Dazu am neuen Saumende über die vorhandene Naht mit ein paar Stichen drüber nähen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Innenbeinnaht neu verriegeln, damit sie nicht aufgeht. Hier ist das eine von außen abgesteppte Naht. Diese riegeln wir von außen mit ein paar Stichen parallel zum Saumende. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum versäubern (mit Overlock-Maschine oder Zick-Zack-Stich). Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Saum versäubern (mit Overlock-Maschine oder Zick-Zack-Stich). Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Aufschlag-Breite + 1,5 cm nach innen umbügeln. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Bei Aufschlag-Breite + 1 cm rundherum steppen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Aufschlag-Breite nach außen umbügeln. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
An Innenbeinnaht und Seitennaht den Aufschlag mit ein paar Stichen feststeppen. Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen
Fertig ist der Saumaufschlag Privat - Karen Nolte Bild in Detailansicht öffnen

Noch mehr Ideen von Karen Nolte finden Sie hier
www.karennatalie.de

STAND
AUTOR/IN
SWR Fernsehen